Unsere Partner:          

Sie sind nicht angemeldet | Login | Drucken

Startseite/  Nachricht Detail

Top Stories

< Vorheriger Artikel

07.12.13 23:16 Alter: 2 Monat(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik
Von: Jörg Stäcker

Klasseleistungen und spannende Wettkämpfe beim runderneuerten Fürther Sprint-Cup

Eine bessere Premiere hätte der Audi Zentrum Fürth Sprint-Cup am Samstag in der Fürther Quelle-Halle nicht feiern können. Mit Tamara Seer (LG Stadtwerke München) bei den Frauen und Jonas Wohlfahrt (LAZ Kreis Würzburg) bei den Männern setzten sich im Sprint-Vierkampf die Favoriten durch. Spannend war der Zweikampf in der weiblichen Jugend zwischen Amelie-Sophie Lederer und Katharina Winkler. Bei den Jungs gab es ein Herzschlagfinale zwischen Philipp Reithmeier, Lucien Aubry und Michael Adolf.


Selbst das Solorennen gegen die Uhr erwies sich beim Fürther Sprintcup als extrem spannend.

Ganz zu schweigen vom neu eingeführten Vierkampf, in dem in der männlichen U 20 Philipp Reitmeier (rechts) die Nase vor Lucien Aubry (links) hatte.

Bei den U 18-Jugendlichen war Michael Adold (links) der Gesamtsieg nicht zu nehmen.

So schnell war die schnellen Fürther Damen zu Beginn einer Hallensaison noch nie: Amelie Sophie Lederer entschied die U 20-Wertung für sich . . .

. . . und Katharina Winkler den Vierkampf der U 18.

Eine neue bayerische 1000-Meter-Hallenbestleistung gab es durch Stefanie Müller.

Eshetu Zewudie (rechts) entschied die 1000 Meter bei den Männern in einem Spurtfinale für sich. Alle Fotos: Theo Kiefner

Dazu gab es einen neuen Teilnehmerrekord und als Krönung eine bayerische Hallenbestleistung über 1000 Meter durch Stefanie Müller (TSV Bobingen).

Das neue Austragungsformat in Fürth hat sich bewährt. Am Vormittag gab es die großen Felder bei den Schülern, am Nachmittag die spannungsgeladenen Duelle um die Sprintkrone im Vierkampf (60, 30, 30 fliegend und 150 Meter). Die Bayerische Meisterin über 100 und 200 Meter, Tamara Seer (LG Stadtwerke München), ist für ihre Vielseitigkeit bekannt. Die 24-Jährige dominierte daher nicht unerwartet. Ihre Einzelzeiten: 7,79 Sekunden, 4,55 Sekunden, 3,27 Sekunden und 18,46 Sekunden. Nächstes Jahr ebenfalls in der Frauenklasse aktiv ist Amelie-Sophie Lederer (LAC Quelle Fürth). Die Fünfte der Deutschen Jugendmeisterschaften war als U 20-Siegerin in der Addition der Einzelzeiten (7,86 Sekunden, 4,54 Sekunden, 3,28 Sekunden, 18,98 Sekunden) nur unwesentlich langsamer.

In der U 18 zeigte ihre Vereinskameradin Katharina Winkler in 8,00 Sekunden, 4,69 Sekunden, 3,35 Sekunden und 18,81 Sekunden ihre Überlegenheit. Alle drei Top-Sprinterinnen waren vollauf zufrieden, sind sie doch noch nie so schnell in die Saison gestartet.

Die männlichen Wertungsklassen waren an Spannung kaum zu überbieten. Ständig wechselnde Führungen in der Vierkampfwertung gipfelten in mitreißenden Sprints auf den abschließenden 150 Metern. Bei den Männern lag am Ende Jonas Wohlfahrt (LAZ Kreis Würzburg) in 7,24 Sekunden, 4,30 Sekunden, 2,92 Sekunden, 17,01 Sekunden vor Simon Ziegler (LG Telis Finanz Regensburg; 7,24 Sekunden, 4,23 Sekunden, 2,99 Sekunden, 17,45 Sekunden).

In der U 20 schenkten sich Philipp Reitmeier (PSV Eichstätt; 7,14 Sekunden, 4,10 Sekunden, 2,92 Sekunden, 16,91 Sekunden) und der Jugend-DM-Finalist Lucien Aubry (LG Erlangen) nichts. Mit 7,09 Sekunden über 60 Meter war der Bertolt-Brecht-Sportschüler Aubry zwar unangefochten Tagesschnellster, in der Addition der weiteren Resultate (4,22 Sekunden, 2,93 Sekunden, 16,88 Sekunden) aber doch knapp Zweiter hinter dem einen Jahr älteren Reitmeier, der sich gegenüber dem vergangenen Jahr ebenfalls stark verbessert zeigte.

In der U 18 ging der Sieg an einen Langhürdler. Mit 7,20 Sekunden, 4,23 Sekunden, 2,95 Sekunden zeigte Michael Adolf (DJK Ingolstadt) nicht nur Schnelligkeit, sondern in 16.79 Sekunden auch Stehvermögen, was ihm im Freien schon zum Deutschen Jugendmeistertitel über 400 Meter Hürden verholfen hat.  Auf Platz zwei hier Felix Straub (TV Dietenhofen) mit 7,27 Sekunden, 4,21 Sekunden, 2,95 Sekunden und 16,96 Sekunden für die 60 Meter, 30 Meter, 30m fliegend und 150 Meter.

Nur an Einzeldisziplinen nahmen Christian Rasp und Tobias Schneider (beide LG Stadtwerke München) teil. Über 150 Meter feierten die beiden Sprinter aus der Landeshauptstadt in 16,50 und 16,75 Sekunden einen Doppelsieg. Über 30 Meter fliegend war es Christian Rasp vergönnt, mit 2,88 Sekunden als einziger unter 2,90 Sekunden zu bleiben.

Großes Interesse herrschte auch bei den Jüngsten am Vormittag. Über 120 Schüler kamen in die Dreikampfwertung - die 150 Meter wurden in dieser Altersklasse nicht gelaufen. In der weiblichen U 16 lag Bayerns schnellste 14-Jährige vorne. Im Sommer lief Corinna Schwab (TV Amberg) 12,33 Sekunden über 100 Meter, beim Audi Zentrum Fürth Sprint-Cup lag sie nicht nur über 60 Meter in 8,00 Sekunden in Front, sondern in 16,09 Sekunden auch in der Gesamtwertung. Zeitgleich in der Zeitensummation auf Platz zwei die ein Jahr älteren Ann-Kathrin Frank (LG Kreis Ansbach) und Theresa Leitz (LG Würm Athletik) in 16,17 Sekunden hauchdünn vor Assunta Kienzler (LG Würm Athletik, 16,18sec), die im Sommer Bayerns Schülerklasse AK 15 mit 12,19 Sekunden über 100 Meter beherrschte.

Bei den Buben war der Sieg von Robert Wagner (SpVgg Auerbach/Streitheim) dafür um so eindeutiger. In 3,25 Sekunden (30 Meter fliegend), 4,40 Sekunden (30 Meter) und 7,64 Sekunden (60 Meter) war der schnelle Schwabe sowohl in allen Teildisziplinen als auch in der Gesamtwertung in 15,29 Sekunden der Beste. In der U 14 ließ Emily Haupt (LAC Quelle Fürth) über 60 Meter in 8,18 Sekunden aufhorchen. Im Dreikampf siegte Lea Heidenreich vom TSV Höchstadt/Aisch. Ganz oben auf dem Podest der Buben U 14 erneut ein Talent von der SpVgg Auerbach/Streitheim: Simon Kastner.

Wie schon im vergangenen Jahr krönte eine Bayerische Hallenbestleistung die Veranstaltung. Stefanie Müller (TSV Bobingen, U 23) testete sich über 1000 Meter und verbesserte die alte Bestmarke auf 2:49,26 Minuten. Verständlich die Freude der Erlanger Psychologie-Studentin. Bei den Männern ging der Sieg in einer taktischen Spurtentscheidung an Lokalmatador Eshetu Zewudie (LAC Quelle Fürth) in 2:33,02 Minuten vor Enrico Dietrich (HGL Wernigerode, 2:33,11min).

Über 600 Meter wären Andreas Kölbl (TSV Penzberg) und Lorenz Birner (LG Team Isartal) gerne etwas schneller gelaufen, doch nach verbummelter erster Runde war nicht mehr als 1:25,79 Minuten zu holen. Auf Platz drei feierte Julian Speyerer (LAV Neustadt, 1:28,34 Minuten), Jugend-DM-Finalist von 2011, nach längerer Auszeit ein gelungenes Comeback. Die Jugend-Siege über 1000 Meter gingen an Cagiri Uca (LAC Quelle Fürth, 2:36,53 Minuten) und Ann-Kathrin Wiertz (Tus Pfarrkichen, 3:09,88 Minuten).