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09.05.17 11:11 Alter: 168 Tag(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport
Von: Reinhard Köchl

Bayerische Staffelmeisterschaften Türkheim: Verheißungsvoller Saisonauftakt mit 13 DM-Qualis

Reiche Beute machten die Quali-Jäger bei den diesjährigen Bayerischen Langstaffelmeisterschaften, die nach 2013 zum zweiten Mal in Türkheim (Unterallgäu) zur Austragung kamen. Allein 13 Mal schafften Teams aus weißblauen Vereinen wieder die Norm für die Deutschen Meisterschaften. Weil bei der aktuellen Wetterlotterie glücklicherweise auf den Veranstaltungstag weitgehend strahlender Sonnenschein fiel, erfuhren die Titelkämpfe eine ganz besondere Atmosphäre.


Spannung pur und zum Teil hochklassige Leistungen wie hier bei der 4 x 400-Meter-Entscheidung der weiblichen U 20 bestimmten die diesjährigen Bayerischen Staffelmeisterschaften in Türkheim.

Martin Grau (rechts) lieferte als Schlussläufer der Staffel des LSC Höchstadt/Aisch einen eindrucksvollen Beweis seiner Frühform.

Groß war die Freude bei den Damen der LAG Mittlere Isar nach dem Titelgewinn über 4 x 400 Meter.

Den hatten zuvor (von rechts) Anne Wallebohr und Kai-Louise Neugebauer klar gemacht.

Spannende Positionskämpfe gab es in Türkheim im Viertelstundentakt zu sehen. Hier macht sich Marco Kürzdörfer (123) auf die Jagd nach Valentin Unterholzner (182).

Unterholzner seinerseits ließ im Schlussport Adrian König-Rannenberg hinter sich.

Alica Schmidt (143) und Sandy Opeola lieferten sich über 4 x 400 Meter einen packenden Endspurt.

Siegerfoto: Das U 20-Quartett der TG 48 Würzburg.

Jasmin Maxbauer übernimmt den Staffelstab von Johanna Stegmaier.

Wer ist wer? Die Adler-Zwillinge wechseln und führen den 1. FC Passau zum Sieg über 3 x 1000 Meter. Alle Fotos: Theo Kiefner

Dazu trug freilich auch die ausgezeichnete Organisation des TV Türkheim unter der Federführung von Sandra Zacher-Schweigert und Iris Zacher bei, die alles in die Wagschaale warfen, um den aus dem ganzen Freistaat angereisten Läuferinnen und Läufern einen perfekten Rahmen zu bieten. Mit dabei waren mit EM-Teilnehmer Patrick Schneider (LAC Quelle Fürth) und dem Deutschen Hindernismeister von 2015, Martin Grau (LSC Höchstadt/Aisch) auch zwei Hochkaräter der bayerischen Leichathletik, während andere große Namen den ersten Bahnmeisterschaften des Jahres noch aus dem Weg gingen. Das LAC Quelle Fürth erhielt vom örtlichen Veranstalter einen Sonderpreis, weil es gleich mit elf Staffeln ins Herz von Schwaben gereist war.

Fünf der Teams durften sich am Ende sogar Gold um den Hals hängen lassen: die männliche U 16 über 3 x 1000 Meter (Milan Schmidt, Paul Fischer, Senastian Döhring) in 9:07,04 Minuten, die 3 x 800 Meter-Staffel der weiblichen U 23 (Lena Göstl, Sofia Warter Rubio, Ann-Kathrin Wiertz) in 7:14,98 Minuten, das 4 x 400 Meter-Quartett der weiblichen U 23 (Wiertz, Göstl, Smaniche Ram, Lena Heindl in 4:10,58 Minuten, die Masters-Senioren der M 70 über 3 x 1000 Meter (Gerhard Klauder, Gerd Wilhelm, Norbert Gründling) in 12:57,00 Minuten sowie Patrick Schneider und Co. bei den Männern über 4 x 400 Meter (mit Martin Weinländer, Nicolas Schmidt, Dario Tippmann) ungefährdet in 3:21,33 Minuten.

Die beiden Titel bei den Frauen schnappte sich die LAG Mittlere Isar, wobei die Siegerzeit von 6:54,54 Minuten über 3 x 800 Meter in der Besetzung Lena Lipp, Kai-Louise Neugebauer und Anne Wallebohr zu den Highlights des Tages gehörte. Drei der Damen durften auch über 4 x 400 Meter ganz oben auf dem Stockerl Platz nehmen. Komplettiert von Marina Tomic heimsten Wallebohr, Neugebauer und Lipp dabei ihre zweite Bayerische Meisterschaft an einem Tag ein (4:00,75 Minuten).

Das hochklassigste Rennen des Tages gab es jedoch in der weiblichen U 20 über 4 x 400 Meter zu bestaunen, wo die ersten drei Teams bessere Zeiten als der Frauensieger erzielten. Nach spannendem Rennverlauf behielt der MTV 1881 Ingolstadt (Sophie Eckl, Mona Mayer, Sofie Nixdorf, Alica Schmidt) schließlich in erstklassigen 3:52,11 Minuten gegen die LG Stadtwerke München (3:52,99 Minuten) die Oberhand. Beide Staffeln führen derzeit auch die deutsche Bestenliste an. Als Dritte blieben auch die jungen Damen der LG Würm Athletik (3:59,87 Minuten) noch unter der Vier-Minuten-Marke.

Keinen Zweifel, wer in Türkheim Gold über 3 x 1000 Meter bei den Männern gewinnen würde, ließen Theodor Schell, Marco Kürzdörfer und Martin Grau im Trikot des LSC Höchstadt/Aisch. Das Trio benötigte 7:29,46 Minuten und ließ damit das LAC Quelle Fürth (7:34,09 Minuten) und die LG Region Landshut (7:39,21 Minuten) klar hinter sich. In der männlichen U 23 schnappten sich der SWC Regensburg über 4 x 400 Meter (3:31,70 Minuten) und die Startgemeinschaft Ammer-Isar-Loisach über 3 x 1000 Meter (8:10,30 Minuten) jeweils Platz eins. In der männlichen U 20 waren die TG 48 Würzburg über 4 x 400 Meter (3:33,44 Minuten) und der 1. FC Passau mit den Zwillingen Lorenz und Felix Adler sowie Maximilian Feuerer über 3 x 1000 Meter in starken 7:57,65 Minuten das Maß aller Dinge.

Verheißungsvolle Leistung gab es auch beim weiblichen Nachwuchs. Die 3 x 800 Meter-Staffeln der LG Eckental (Lea Clemens, Johanna Stegmaier sowie Weit- und Dreispringerin Jasmine Maxbauer) gewann in beeindruckenden 7:09,50 Minuten die U 20-Konkurrenz, während der MTV 1881 Ingolstadt (Susanne Göbel, Lisa Basener, Mona Mayer) als Sieger in der U 18 (7:15,97 Minuten) ebenfalls noch die U 20-DM-Norm unterbot. Bei den männlichen U 18-Jugendlichen war an diesem Tag über 3 x 1000 Meter keiner schneller (8:48,48 Minuten) als die LG Region Landshut (Lukas Geßl, Tobias Dumsky, Julian Dormehl), während sich der TV Immenstadt (Verena Lindner, Nadine Willer, Lara Bolz) bei den U 16-Mädchen über den 3 x 800-Meter-Bayerntitel (7:34,91 Minuten) freuen konnte.

Neben den junggebliebenen Fürther Staffelläufern gab es noch drei weitere Seniorentitel in Türkheim jeweils über 3 x 1000 Meter: den PTSV Rosenheim (Walter Stich, Bertram Moll, Reinmund Hobmaier) in der M 50 (9:22,46 Minuten), die LG Landkreis Aschaffenburg (Friedel Lang, Jürgen Ullrich, Rudolf Meidhoff) in der M 60 (11:27,12 Minuten) und die LG Stadtwerke München (Agnes Ferenczi, Sabine Kurtenacker, Katharina Weimer) in der W 30 (8:06,83 Minuten).