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13.07.17 00:55 Alter: 71 Tag(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport, Jugend / Schüler
Von: LG Stadtwerke München

U 18-WM Nairobi: Selina Dantzler erfüllt sich ihren Gold-Traum im Kugelstoßen

Es war ein verregneter Abend bei den U 18-Weltmeisterschaften in Nairobi (Kenia), an dem die Show am Ende Selina Dantzler (LG Stadtwerke München) gehörte. Die 17-Jährige holte sich mit einem starken Konter auf 17,64 Meter die Goldmedaille im Kugelstoßen und 14 Sportlerinnen aus zwölf Nationen hinter sich gelassen. Zuvor hatten ihr zwei chinesische Konkurrenten lange Zeit den ersehnten Titel streitig gemacht.


Selina Dantzler ist Kugelstoß-Weltmeisterin!

Kontraste: Selina Dantzler, eingerahmt von den chinesischen Silber- und Bronzemedaillengewinnerinnen.

Müde, aber glücklich präsentierte sich die frischgebackene Kugelstoß-Weltmeisterin am Tag danach.

Selina Dantzler mit ihrer Goldmedaille. Alle Fotos: Olaf Brockmann

Wegen Starkregens musste der Beginn des Wettbewerbs im Kasarani-Stadion um fast eine Stunde nach hinten verschoben werden. Und auch während des Wettkampfs waren permanent mehrere Helfer damit beschäftigt, den Kugelstoßring vom Wasser zu befreien. Doch davon ließ sich die Selina Dantzler nicht beeindrucken und ging gleich im ersten Durchgang mit einem Stoß auf 17,49 Meter in Führung. Diese blieb bis zum vierten Durchgang ungefährdet; auf Rang zwei lag bis dahin Jule Steuer, die zweite deutsche Vertreterin, mit 17,03 Meter.

Doch im fünften Abschnitt wurde es plötzlich turbulent. Die Chinesinnen Tianxiao Yu und Yue Sun setzten sich nach Stößen auf 17,62 Meter und 17,59 Meter – jeweils persönliche Bestleistungen – an die Spitze. Dantzlers langjähriger Heimtrainer Andreas Bücheler, eigens mit nach Nairobi gereist, machte diese unerwartete Wendung „fix und fertig“. Zu seiner Beruhigung stand der fünfte Versuch seines Schützlings ja noch aus. Und Dantzler nutzte ihn in der Manier eines Champions für einen Konter auf 17,64 Meter. Die Führung betrug zwar nur winzige zwei Zentimeter, doch das genügte, denn im letzten Abschnitt könnten sich die Kontrahentinnen nicht mehr steigern.

Es war geschafft. Die Münchner Gymnasiastin, die seit zehn Jahren Leichtathletik betreibt, hat sich einen Traum erfüllt: Sie ist Weltmeisterin. Es folgte die obligatorische Stadionrunde mit der deutschen Fahne über den Schultern – und mit ihrem strahlendsten Lächeln im Gesicht.