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09.03.18 15:45 Alter: 201 Tag(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport, Laufsport
Von: Dieter Claus

Bayerische Crossläufer fahren mit Hoffnungen in die "Goldgrube" Ohrdruf

Bereits zum vierten Mal werden am kommenden Samstag, 10. März, in Ohrdruf die Deutschen Crosslaufmeisterschaften ausgetragen. Für die bayerischen Spitzenläufer war die 5500 Einwohner große Stadt in Thüringen bislang durchaus eine Goldgrube. So holten sich dort 2012 Tobias Gröbl (LG Zusam) über die Mittelstrecke den Titel, während Corinna Harrer (LG Telis Finanz Regensburg) Deutsche Juniorenmeisterin wurde.


Projekt Titelverteidigung: Wie 2017 in Löningen will Florian Orth auch in Ohrdruft die Nase vorne haben und zum fünften Mal Deutscher Crosslaufmeister werden. Foto: Theo Kiefner

Beide haben auch dieses Jahr für Ohrdruf gemeldet. Harrer wird aber dort leider nicht starten. Ein erneuter Titel für Gröbl auf der Mittelstrecke ist eher unwahrscheinlich. Vermutlich wird hier das fünfte Mal der Zahnmediziner Florian Orth (LG Telis Finanz Regensburg) beweisen, dass es auch Gold in den Beinen geben kann. Timo Benitz (LG farbtex Nordschwarzwald) wird sein größter Widersacher sein. Da die Regensburger mit ihren stärksten Läufern antreten, ist es denkbar, dass mit Orth ein Teamkamerad auf dem Siegerpodest steht. Medaillenchancen können aber auch Fabian Clarkson (SCC Berlin) und Karsten Meier (LG Braunschweig) eingeräumt werden.

In der Teamwertung streben die Telis-Läufer den Titel an. Fraglich ist, ob dies den Regensburgern dann auch noch auf der Langstrecke möglich ist. Hier starten wohl mit Medaillenchancen Philipp Pflieger als Titelverteidiger und der Deutsche Vizemeister auf der Marathondistanz, Jonas Koller (beide lG Telis Finanz Regensburg). Aber auch Tobias Blum (SC Rehlingen) und der vorjährige Dritte Philipp Baar (Art Düsseldorf) werden auf die knapp zehn Kilometer lange Strecke gehen. Ein großer Erfolg wäre es, wenn Tobias Schreindl (LG Passau), Joseph Katib (LAC Quelle Fürth) und Mario Wernsdorfer (LG Bamberg) sich unter den Top-Ten platzieren könnten.

Hat Sabrina Mockenhaupt gegenüber der 17 Jahre jüngeren Vorjahressiegerin Alina Reh (SSV Ulm 1848) nochmals die Chance, einen weiteren deutschen Titel zu erobern? Zumindest in der Wertung der U 23-Juniorinnen könnte die diesjährige mehrfache Bayerische Meisterin Miriam Dattke (LG Telis Finanz Regensburg) mit Reh auf dem Siegerpodest stehen. Auch in diesem Lauf unter die Top-Ten zu rennen: Für Franziska Reng, Cornelia Griesche (beide LG Telis Finanz Regensburg), Domenika Mayer (LAC Quelle Fürth), Susanne Schreindl (LG Passau) und Regina Högl (LG Region Landshut) wäre dies eine riesiger Erfolg.

In der U 20 gehen die bayerischen Läufer in Bestbesetzung an den Start: Nick Jäger (TSV Penzberg) als Starter bei der Cross-EM, der Dritte in der U 20-Hallen-DM Hannes Burger (Läuferclub Buchendorf) und der Deutsche Hindernismeister Florian Bremm (TV Leutershausen) wollen bei der Medaillenvergabe ein Wörtchen mitreden. Bei den Mädchen können nach der Erkältungswelle nicht alle Leistungsträgerinnen an den Start gehen. Die Bayerischen Meisterinnen Lisa Basener (MTV 1881 Ingolstadt) in der U 20 und Hanna Bruckmayer (TV Altötting) in der U 18 sind zum Glück dabei.  Landestrainer Jörg Stäcker drückt allen bayerischen Nachwuchsläufern die Daumen, dass sie gesund bleiben oder noch werden. Bei den U 23-Junioren, die 7,6 Kilometer laufen müssen, ruhen die bayerischen Hoffnungen auf Brian Weisheit, Niklas Buchholz (beide LSC Höchstadt/Aisch) und Frederic Funk (LAC Quelle Fürth).

Viele der bayerischen Seniorenmeister 2018 finden sich auch auf der Starterliste für Ohrdruf. Offenbar hat die Grippewelle die erfahrenen Läuferinnen und Läufer nicht so stark getroffen. Dem Bayerischen Meister Edwin Singer (LG Allgäu), Johannes Hillebrand (LG Stadtwerke München) und Markus Brennauer (TV Penzberg) ist ein Platz in der M 35 unter den ersten Sechs zuzumuten. In der M 45 hat es nur wenige bayerische Langstreckler zu einem Lauf nach Thüringen gezogen. Thomas Langer (LG Allgäu) wäre mit einem Platz unter den ersten zehn Läufer sicherlich zufrieden. Reinmund Hobmaier (PTSV Rosenheim), der 2017 den deutschen Titel im Crosslauf gewann, ist gemeldet, wird aber nicht starten, weil "sein Haxn noch nicht in Ordnung ist".

Gleiches gilt für Siegfried Haas (RSC Neukirchen), der noch an einem Grippevirus leidet. In den Wertungen M 60, M 65, M 70 und M 75 werden aber die diesjährigen Bayerischen Meister Hans Hörmann (FC Ebershausen), Viktor Daudrich, Wolfgang Huber (beide SVG Ruhstorf/Rott) und Albert Walter (MTV 1881 Ingolstadt) an der Startlinie stehen. Georg Groß (LG Allgäu) und Sibylle Vogler (SC Kemmern) sind die ältesten Seniorenläufer aus Bayern. Sie hat am kommenden Samstag beste Chancen eine Medaille zu erringen. Gleiches gilt für die Seniorinnen Christine Göttner (TuS Fürstenfeldbruck), Gerlinde Kolesa (MTV 1881 Ingolstadt), Sieglinde Flexeder (SVG Ruhstorf/Rott) und Rosemarie Zimmermann (Lauffeuer Chiemgau).