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09.05.18 15:33 Alter: 18 Tag(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport, Laufsport
Von: Kurt Ring

Miriam Dattke vertritt Deutschland beim Europacup über 10 000 Meter in London

Über London nach Berlin? Vier deutsche Läuferinnen und Läufer starten am Samstag, 19. Mai, beim Europacup über 10 000 Meter in der britischen Hauptstadt. Klein, aber fein ist die Mannschaft, die der DLV dafür nominiert hat. Mit Richard Ringer (VfB LC Friedrichshafen) ist der EM-Dritte über 5000 Meter dabei. Bei den Frauen werden Miriam Dattke (LG Telis Finanz Regensburg), Sabrina Mockenhaupt (LT Haspa Marathon Hamburg) und Natalie Tanner von der LG Eintracht Frankfurt an der Startlinie stehen.


Erster Einsatz im Nationaltrikot bei den Frauen: Miriam Dattke startet in London beim 10 000-Meter-Europacup. Foto: Wilhelmi

Miriam Dattke hat sich für ihren ersten Nationalmannschaftseinsatz bei denFr auen mit ihren Regensburger Zeit von 32:59,07 Minuten empfohlen, mit denen sie den Titel einer Süddeutschen Meisterin erwarb. Die Zeit entstand damals bei absolutleistungsmindernden Verhältnissen und Temperaturen unter null Grad Celsius. Ihr Coach Kurt Ring traut ihr deshalb auf der Insel einen weiteren Schritt in den 32er Bereich zu. Nachdem die Norm des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) für die Europameisterschaften in Berlin nur bei 32:55,00 Minuten liegt, sollte es der vorjährigen U 20-Europameisterin über 5000 Meter auch möglich sein, unter dieser Zeitvergabe zu bleiben.

„Eine EM-Teilnahme in Miris Heimatstadt Berlin wäre natürlich super. Auf dem Jahresplan hatten wir das aber noch nicht. Außerdem gibt es in Deutschland noch einige, die wesentlich schneller als 32:55,00 Minuten laufen können. Im Grunde soll unser Nesthäkchen einfach mal nur internationale Luft bei den Frauen schnuppern“, relativiert Kurt Ring die allgemeinen Erwartungen.

Ihre Premiere im deutschen Nationaltrikot feiert Natalie Tanner (LG Eintracht Frankfurt). Die Läuferin, die sich Ende März mit einer Zeit von 32:36,15 Minuten in Stanford (USA) für die Nominierung empfohlen hatte, lebt in den USA, ihre Eltern aber sind Deutsche und sie besitzt die doppelte Staatsbürgerschaft. „London ist eine große Chance, sich für die EM in Berlin zu empfehlen. Ich drücke unserem Team nach den individuell sehr guten Trainingsverläufen die Daumen“, sagte  Idriss Gonschinska, Leitender Direktor Sport, am Mittwoch.