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31.05.18 10:02 Alter: 117 Tag(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport
Von: Kurt Ring

Sparkassen-Gala: Kaiserwetter für Lückenkemper, Reus und Co. im Regensburger Uni-Stadion

Allein schon wegen der Sprinterinnen und Sprinter lohnt sich am Sonntag der Besuch der Sparkassen Gala im Regensburger Uni-Stadion. Bei den 100 Metern geht dabei die gesamte deutsche Spitze mit Gina Lückenkemper, Rebekka Haase, Lisa Mayer, Tatjana Pinto und Sina Mayer in die Blöcke. Zeiten unter elf Sekunden sind so durchaus möglich. Bei den Männern treffen Deutschlands Beste mit Julian Reus, Aleixo Platini Menga und Michael Pohl auf ein Briten-Trio mit Bestzeiten unter 10,29 Sekunden.


EM-Norm oder sogar mehr? Gina Lückenkemper ist bei der diesjährigen Spaskassen Gala in Regensburg der uneingeschränkte Star.

Auch Julian Reus will die guten Bedingungen in Regensburg für einen perfekten Saisoneinstieg nutzen. Fotos: Theo Kiefner

Ein Sprint in Richtung deutscher Rekord – gehalten von Julian Reus mit 10,01 Sekunden aus dem vergangenen Jahr – ist also durchaus drin. Die Wetteraussichten, prognostiziert von wetter.de, sind zur Zeit der Vorläufe (13.00 Uhr Frauen/13.30 Uhr Männer) und Finals (14.15 Uhr Frauen/14.30 Uhr Männer) ganz ausgezeichnete: strahlender Sonnenschein bei 25 Grad, mit einer leichten Brise (7 km/h) aus West mit mäßigen Böen (23 km/h). Also erneut Kaiserwetter bei der Sparkassen Gala. Der Wind scheint diesmal von der richtigen Seite zu kommen, es muss also wahrscheinlich nicht die Laufrichtung gedreht werden.

Die Regensburger scheinen 2018 einen Exklusivvertrag mit Petrus zu haben. Just zum Zeitpunkt der 200-Meter-Finals um 17.30 Uhr (Frauen) und 17.45 Uhr (Männer) soll der Wind dann sogar aus West-Nord-West kommen. Das hieße schlicht und einfach ausgedrückt: Besser geht’s überhaupt nicht. Auch hier sind die drei schnellsten deutschen Frauen aus 2017 gemeldet: Gina Lückenkemper mit einer Vorleistung von 22,64 Sekunden, Rebekka Haase (22,76 Sekunden) und Nadine Gonska (22,93 Sekunden). Besonders gespannt in Regensburg ist man natürlich auf die blutjunge Ambergerin Kathrin Fehm, ihres Zeichens Bronze-Medaillengewinnerin bei den vorjährigen U 20-Europameisterschaften und mit der deutschen U 20-Staffel in Weltrekordzeit sogar Europameisterin. Sie hat ihren Hausrekord erst vergangene Woche auf fabelhafte 23,15 Sekunden gesteigert, damit sogar punktgenau die EM-Norm für Berlin erfüllt.

Bei den Männern wollen ebenfalls mit Reus (20,29 Sekunden), Platini Menga (20,34 Sekunden – bei der Gala erzielt) und Roger Gurdki (20,42 Sekunden) die drei Besten aus 2017 die halbe Stadionrunde in Angriff nehmen. Schärfste Konkurrenz sollten der Brite Kilty, sein Landsmann Tobias Deji, der Ire Marcus Lawler und vor allem Subisiso Matsenjwa aus Swaziland sein. Bei den Damen sollte keine Ausländerin in die Phalanx der besten acht Deutschen eindringen können.

Die Normen für die Heim-Europameisterschaften in Berlin liegen bei 10,25/11,35 Sekunden über 100 Meter und 20,65/2313 Sekunden über die 200 Meter, jeweils für Männer und Frauen. Es kann also gut sein, dass sogar mehr als drei Deutsche pro Disziplin die Qualifikationsstandards erfüllen. Aus dieser Sicht sind natürlich auch die Staffeltests der deutschen Nationalmannschaft über 4 x 100 Meter von großer Bedeutung, schließlich treten reine Nationalquartetts in einer laufenden Saison nur selten an. Deutschland trifft im Uni-Stadion bei den Männern auf Dänemark und die eigene U 20-Staffel und bei den Frauen auf Österreich, Dänemark und die deutschen Nachwuchsstaffeln. Die Limits für Berlin sind 38,80 Sekunden bei den Männern und 43,35 Sekunden bei den Frauen.