Nur strahlende Gesichter: Auf die neue Regensburger Leichtathletik-Halle, die Ende 2024, Anfang 2025 ihren Betrieb aufnehmen soll, freuen sich (von links) Kurt Ring, Stefan Wimmer und Regensburgs Zweite Bürgermeisterin Dr. Astrid Freudenstein. Foto: Stadt Regensburg

29.12.2022 19:38 // Von: Kurt Ring/LG Telis Finanz Regensburg

Grundsteinlegung für Regensburgs Leichtathletikhalle - Fertigstellung bis Ende 2024

Die letzten Jahre waren für Regensburg Leichtathletik wahrlich goldene Jahre. Namen wie Corinna Harrer, Maren Kock, Miriam Dattke, Domenika Mayer, Florian Orth, Philipp Pflieger, Benedikt Huber und Simon Boch sorgten für viele deutsche Meistertitel und glänzten mit vielen internationalen Einsätzen bis hin zu Auftritten bei Olympischen Spielen. Sie trugen den Namen der alten Römerstadt in die Welt hinaus. Jetzt baut die Stadt den Sportpark Ost als Gebäudekomplex mit einem Schwimmbad und einer Leichtathletikhalle. „Das Ding wird sehr groß sein“, titulierte die Mittelbayerische Zeitung in ihrer Ausgabe vom 6. Dezember anlässlich der Grundsteinlegung. Für die Stadt sei es ein „Mega-Projekt für 50 Millionen Euro“. Die Fertigstellung ist Ende 2024, Anfang 2025 geplant.

Das Bauprojekt wurde in enger Kooperation mit dem Stuttgarter Planungsbüro Behnisch an das städtische Tochter-Unternehmen „Das Stadtwerk“ übertragen. Das renommierte Architekturunternehmen Behnisch und Partner war 1972 Ideengeber des legendären Münchner Olympiaparks.

 

„Sportliche Erfolge verblassen meist im Lauf der Jahre und kommenden Jahrzehnte. Wer einmal in aller Munde war, ist meist nach zehn Jahren meist schon wieder vergessen. In diesem Sportkomplex kann aber Leichtathletik für die nächsten Jahrzehnte auf absolut internationalem Standard betrieben werden. Die neue Halle ist das, was letztendlich übrig bleibt. Da ist alles da, was man braucht, um sich auf die großen sportlichen Aufgaben präparieren zu können“, sagte Kurt Ring, Sportchef der LG Telis Finanz Regensburg. In der Tat werden nun in Regensburg sportliche Strukturen gelegt, die in den für die Leichtathletik problematischen Wintermonaten eine professionale Vorbereitung für höhere Aufgaben erst möglich machen. Der Bayerische Leichtathletik-Verband (BLV) ist dazu auch schon in Vorleistung gegangen. Er hat bereits vor zwei Jahren mit Doris Scheck (Bereich Lauf) und Stefan Wimmer (Mehrkampf) zwei hauptamtliche Trainer installiert. „Wir sind guter Dinge, dass der leichtathletische Technikbereich in Regensburg in den nächsten Jahren genauso wie der Bereich Lauf zumindest in Deutschland durchstarten wird“, ist sich Ring sicher.


Der Chef des Regensburger Stadtwerks, Manfred Koller, musste bei der Zeremonie der Grundsteinlegung erst gar nicht nach Superlativen suchen. Er konnte einfach die Fakten präsentieren: „Es ist die größte Baumaßnahme, die jemals dem Stadtwerk anvertraut wurde“. Dabei war das Regensburger Unternehmen auch schon für das Westbad, die Donauarena (Eisstadion) und das Regensburger Jahnstadion zuständig. „Wir liegen voll im Plan“ referierte er weiter, „2023 soll der Rohbau erstellt werden und 2024 soll dann der Innenausbau erfolgen, die Fertigstellung sollte Ende 2024, Anfang 2025 möglich sein.“

 

Die Leichtathletik-Halle lässt keine Wünsche offen. Zur obligatorischen Rundbahn mit allen modernen elektronische Einrichtungen und Messstellen kommt eine 125 Meter lange Sprintgerade, ein Einlaufoval um die eigentliche Hallenbahn, ein modern ausgestatteter Kraftraum, ein Arzt- und Physiotherapeutenbereich und gleich neben der Halle ein Lehrschwimmbecken mit Saunabereich dazu. Schmankerl, wie die rund umlaufende „Tempomacherbeleuchtung“ oder die diagnostischen Messeinrichtungen auf der 100-Meter-Geraden wurden in der Planung auch nicht vergessen.

 

Außerdem soll der Bau absolut klimaneutral erstellt werden. Man setzt dabei vor allem auf Sonnenenergie auf dem weitläufigen Dach, durch Fotovoltaik erzeugt. Das Riesenprojekt wurde im Übrigen nicht nur von den Regierungsfraktionen des Regensburger Stadtrats sondern auch von der gesamten Opposition einstimmig befürwortet. „Da sind wir schon ein wenig stolz drauf, weil es zeigt, welchen Stellenwert die Leichtathletik inzwischen in unserer Stadt besitzt. Na ja, ein bisserl haben wir mit den Erfolgen der letzten Jahre unseres Club, der LG Telis Finanz, auch beitragen können“, sagt dazu LG-Boss Norbert Lieske.