Geschafft! Simon Boch jubelt über seinen neuen Streckenrekord bei der Berliner Citynight / Auch Domenika Mayer und Miriam Dattke konnten bei der Siegerehrung wieder über ihren Doppelsieg lachen. Fotos: Helmut Winter, Volker Dattke

01.08.2023 10:32 // Von: Kurt Ring

Simon Boch bricht bei der City-Nacht in Berlin Uralt-Streckenrekord

Simon Boch zeigte in der Vorbereitung auf einen Herbst-Marathon am Samstagabend in Berlin gute Form. Der 29-jährige Läufer der LG Telis Finanz Regensburg gewann die City-Night über zehn Kilometer in 28:29 Minuten und brach dabei den 24 Jahre alten Streckenrekord von Carsten Eich. Für den Regensburger, der das Rennen bereits vor einem Jahr gewonnen und dabei den Streckenrekord um nur eine Sekunde verpasst hatte, war es die drittbeste Zehn-Kilometer-Zeit seiner Karriere. Auf dem Ku’damm siegte Simon Boch mit fünf Sekunden Vorsprung vor Samuel Fitwi (Silvesterlauf Trier; 28:34 Minuten), Aaron Bienenfeld (SSC Hanau-Rodenbach) folgte auf Rang drei mit 28:41 Minuten.

Ihren Vorjahressieg wiederholte auch Miriam Dattke (LG Telis Finanz Regensburg). Die 25-jährige aus Berlin stammende Läuferin war nach 31:53 Minuten im Ziel und verfehlte damit ihren eigenen Streckenrekord aus dem vergangenen Jahr nur um zehn Sekunden. Zehn Sekunden dahinter folgte ihre Vereinskameradin Domenika Mayer (32:03 Minuten) mit neuer persönlicher Bestleistung. Kristina Hendel (LG Braunschweig) folgte auf Rang drei mit 32:29 Minuten.

 

„Es war ganz schön schwül. Das ist überhaupt nicht mein Wetter. Deshalb habe ich mich über weite Teile nur in der Spitzengruppe versteckt. Am Ende hat sich alles schneller angefühlt, als es wirklich war. Den Streckenrekord verdanke ich Aaron und Samuel, die unterwegs ganz schön Dampf machten“, sagte Simon Boch nach dem Rennen. Auch Miriam Dattkes Rennanalyse fiel für sie enttäuschend aus. „Ich bin sehr schlecht ins Rennen gekommen und musste anfangs sogar ein kleines Loch auf Kristina Hendel zulaufen. Mit meiner Zeit bin ich auch nicht zufrieden.“ Selbst für die an diesem Tag überragend laufende Domenika Mayer blieb am Ende ein Quäntchen Frust. Die Großbildanzeige über dem Zielband zeigte bei ihr mit 31:58 Minuten  die lang ersehnte „Sub32-Zeit“, am Ende stand dann wieder „nur“ 32:03 in der offiziellen Ergebnisliste, weil die für Zuschauer und Läuferinnen mitlaufende Uhr fünf Sekunden zu spät gestartet worden war, was wiederum Domenikas Mann und Trainer Christian Mayer dann so richtig auf die Palme brachte.