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26.10.18 20:06 Alter: 20 Tag(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik
Von: Wilhelm Sörgel

Der Kreis Oberfranken Ost trauert um seinen Vorsitzenden Ernst Neumann

Der Kreis Oberfranken Ost im Bayerischen Leichtathletik-Verband beklagt den Tod seines Vorsitzenden Ernst Neumann (TV Münchberg). Der Münchberger Malermeister und Inhaber eines Sportgeschäfts verstarb im Alter von nur 67 Jahren. In der Friedhofskirche Münchberg gab eine große Trauergemeinde, unter ihr viele Weggefährten und Leichtathleten, dem Verstorbenen das letzte Geleit. Der ehemalige Kreisvorsitzende Jochen Kraus verabschiedete Neumann in einem bewegenden Nachruf.


Ernst Neumann. Foto: Wilhelm Sörgel

Ernst Neumann war Leichtathlet mit Leib und Seele. In seinem Verein TV Münchberg fungierte der Verstorbene das „Mädchen für alles“, Abteilungsleiter, Trainer und Betreuer, Organisator, Veranstaltungsleiter, Kampfrichter und anderes mehr. In seiner aktiven Zeit zählte Neumann zu den schnellsten oberfränkischen Sprintern mit Bestzeiten über 100 und 200 Meter von 10,8 beziehungsweise 22,4 Sekunden. Auch als Weitspringer (6,78 Meter) ließ er aufhorchen. Im Seniorenalter fand er Gefallen am Dreisprung und landete bei 11,76 Meter.

Ernst Neumann gilt auch als Mitbegründer des Leichtathletik-Dreier-Cups, den der TV Münchberg, die LG Hof und der TuS Schauenstein ausrichteten. Unter seiner Regie fanden auf der Städtischen Kunststoffanlage an der Dr.-Martin-Luther-Straße in Münchberg viele Leichtathletik-Wettbewerbe statt.

Mit der administrativen Tätigkeit im damaligen Leichtathletikreis Hof-Wunsiedel kam Ernst Neumann im Jahr 1992 in Berührung. Beim Kreistag in Helmbrechts wurde er zum Zweiten Vorsitzenden gewählt. 2006 löste er in Selb den Helmbrechtser Heinz Duballa als Vorsitzenden ab und stand fast zwölf Jahre an der Spitze des BLV Kreises Oberfranken Ost. 

Ernst Neumann bleibt den Leichtathleten im Kreis und darüber hinaus im Bezirk Oberfranken als stets liebenswerter und bescheidener Sportfreund im Gedächtnis. Trotz mehrfacher schwerer Krankheiten verlor er nie den Mut und kämpfte sich immer wieder zurück ins Leben. In Erinnerung bleiben kleine Begebenheiten wie die Überreichung von Medaillen, die er selbst gravierte oder mit einem Aufkleber versah.

Bei den Deutschen Leichtathletikmeisterschaften Ende Juli saß Ernst Neumann, gesundheitlich bereits angegriffen, an beiden Tagen noch auf der Tribüne im Max-Morlock-Stadion in Nürnberg.