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29.12.18 11:09 Alter: 22 Tag(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport
Von: Dieter Claus

Silvesterläufe finden auch am Jahresende 2018 in und um Bayern großen Anklang

Keine andere Sportart kann an Silvester so viele Menschen veranlassen, an einem Wettkampf teilzunehmen wie das Laufen. Im Terminkalender des BLV sind für das anstehende Jahresende sechs Silvesterläufe gemeldet. Mehrere bayerische Spitzenathleten lassen das sportliche Jahr in hochkarätigen Rennen außerhalb Bayerns ausklingen.


Auf die Plätze... los! Wie in BadStaffelstein gehen am letzten Tag des Jahres tausende von Läufern an die Startlinie, um sich gebührend von 2018 zu verabschieden.

So will in Bietigheim der Vorjahressieger Simon Boch (LG Telis Finanz Regensburg) vermutlich seinen Sieg aus dem vergangenen Jahr zum vierten Mal verteidigen. An der Startlinie werden auch seine Vereinskameraden Dominik Notz und Tim Ramdane Cherif sowie der Quelle Fürth-Läufer Konstantin Wedel stehen. Für den Elitelauf in Peuerbach/Österreich haben Martin Grau (LSC Höchstadt/Aisch), Miriam Dattke (LG Telis Finanz Regensburg), Regina Högl (LG Region Landshut) sowie das Läuferehepaar Tobias und Susanne Schreindl (LG Passau) gemeldet.

Beim Silvesterlauf in Trier kann sich EM-Teilnehmer Florian Orth (LG Telis Finanz Regensburg) gegen Richard Ringer und starke afrikanisch Läufer messen.

Die Serie bayerischer Jahresabschlussläufe begann schon am 28. Dezember in Aschau. Mit deutlichem Abstand gewann Rinas Akhmadeev aus Russland. Schnellste Frau im Nachtlauf über 5,0 Kilometer wurde Brendah Kebeya (LG Bamberg).

In Bad Staffelstein bietet sich für die Läuferinnen und Läufer eine exakt vermessene Zehn-Kilometer-Strecke an, die Runde muss viereinhalb Mal gelaufen werden. In der Frauenkonkurrenz gewann 2016 und 2017 Elvira Flurschütz (SC Kemmern). Vielleicht wird sie dieses Jahr von ihrer Vereinskameradin Sandra Haderlein abgelöst, die für 2018 bislang eine Bestzeit von 36:47 Minuten über zehn Kilometer stehen hat. Bei den Männern siegte im Vorjahr Jürgen Wittmann (LAC Quelle Fürth).

Die meisten Teilnehmer versammeln sich an Silvester am Start natürlich in München. Benedikt Eich vom Münchner Road Runners Club erhofft sich 3 000 Teilnehmer für den Wettbewerb über vermessene zehn Kilometer. Als Tagessieger hält Eich den Triathleten Gabriel Allgayer (LG Stadtwerke) für möglich. René Manthee (LG Telis Finanz Regensburg) könnte ihm den Sieg streitig machen. Seine Vereinskameradin Marina Rappold empfiehlt sich mit einer Bestzeit von 36:11 Minuten auf zehn Kilometer.

In Kempten haben sich schon über 1500 Läuferinnen und Läufer angemeldet. Der Silvesterlauf ist ein Anziehungspunkt für alle aktiven Leichtathleten und Hobbyläufer des Allgäus. Mitorganisator Joachim Saukel hat drei Spitzenläufer gewinnen können, die ein interessantes Rennen verheißen. Da ist zunächst der Favorit Philipp Pflieger (LG Telis Finanz Regensburg). Der EM-Teilnehmer hat über zehn Kilometer dieses Jahr 29:31 Minuten stehen. Mit ihm wird sein Vereinskamerad Kevin Key laufen. Dann wird noch der diesjährige bayerische Meister über 10 Kilometer, Johannes Hillebrand (LG Stadtwerke München), seinen Vorjahressieg wiederholen wollen. Bei den Frauen startet unter anderem die inzwischen vom Leistungssport zurückgetretene Corinna Harrer - allerdings nur "just for fun".

Der Silvesterlauf mit der längsten Tradition findet 2018 zum 51. Mal in Gersthofen bei Augsburg statt. Wenn man die Wanderer mitrechnet, gehen über 1000 Sportler an den Start. Von 2010 bis 2015 gewann Tobias Gröbl bereits sechs Mal. Seine aktuelle Formkurve zeigt wieder steil nach oben, und er freut sich schon auf den Lauf in seinem läuferischen „Wohnzimmer“ in Gersthofen. 2017 gewann Yossief Tekle (LG Reischenau-Zusamtal). Im Wettbewerb der Frauen könnte es einen neuen Streckenrekord geben. Brendah Kebeya (LG Bamberg) lief bei den bayerischen Meisterschaften 2018 über zehn Kilometer 33:37 Minuten. Da dürfte selbst die Vorjahressiegerin Cornelia Griesche (LG Telis Finanz Regensburg) schwer haben.

In Amberg rechnet Bernd Stief mit 400 Teilnehmern. Seine Zielgruppe sind Hobbyläufer und Leistungsläufer/innen, die im Hauptlauf  über 7,5 Kilometer ins Rennen gehen. Fünf Kilometer laufen die Hobbyläufer, weiterhin gibt es hier einen Firmenlauf sowie einen Staffellauf. Die Schüler sind 1,4 Kilometer in der Fußgängerzone unterwegs. Der Vorjahressieger und Berglaufspezialist Maximilian Zeus (DJK Weiden) hat in Amberg bereits fünf Mal gewonnen.

In der Frankenmetropole Nürnberg gingen im Vorjahr rund 1700 Finisher ins Ziel. Es kann über zehn oder fünf Kilometer gelaufen werden. Die unmittelbare Nähe lockte in der Vergangenheit die Spitzenläufer der LAC Quelle Fürth und des LSC Höchstadt/Aisch an. BLV-Laufteamleiter Jörg Stäcker erwartet ein spannendes Rennen, bei dem zwei große Talente aufeinandertreffen werden. Der Cross-EM-Teilnehmer Jamie Williamsen (LAC Quelle Fürth) rennt gegen den deutschen Jugendmeister von 2017, Florian Bremm (TV Leutershausen).

Nach Seubersdorf fahren an Silvester gerne die Läufer aus Regensburg.  In die 5000 Einwohner große Gemeinde zwischen Nürnberg und Regensburg kommen immerhin an Silvester regelmäßig knapp über 600 Teilnehmer. Seit 1981 veranstaltet die SC Eintracht Seubersdorf den Silvesterlauf. Im Hauptlauf können die Teilnehmer entweder 5,6 oder 9,4 Kilometer absolvieren. Auf der Starterliste 2018 findet sich der Sieger des Jahres 2015 Thomas Kerner (TV Burglengenfeld).

In Pleinfeld findet zum elften Mal der Hueber-Silvesterlauf statt. Der Hauptlauf hat eine Strecke von 9,5 Kilometer. Vor einem Jahr gewann bei den Männern Sven Ehrhardt (Team Memmert), bei den Frauen Larissa Korn (LG Erlangen) vor der bekannten Seniorenläuferin Christine Ramsauer (LAC Quelle Fürth). Die Sieger 2017 haben sich auch in diesem Jahr entschlossen, in Pleinfeld an die Startlinie zu gehen.

Begonnen hat die Silvesterlauf-Begeisterung in Sao Paulo in Brasilien. Für die Spitzenläufer wie für die Hobbyläufer hierzulande beinhalten die Läufe nicht den Ernst und die Verbissenheit wie die Wettbewerbe im Sommer und Herbst des Jahres. Schließlich will jeder zufrieden, aber auch entspannt zur Silvesterparty gehen.