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07.05.19 17:38 Alter: 15 Tag(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport, Oberpfalz
Von: Kurt Ring

Zum 40. Mal Rolf-Watter-Sportfest in Regensburg: Bayerns starke Saison-Ouvertüre

Kurt Ring, Teamchef der LG Telis Finanz Regensburg und langjähriger Organisator des Rolf-Watter-Sportfestes, ist einer der ganz wenigen, der die Geschichte des Traditionsmeetings, das in diesem Jahr am Muttertag zum mittlerweile 40. Mal im Regensburger Uni-Stadion stattfindet, kennt. „Rolf Watter war mein erster Trainer, damals noch bei der Regensburger Turnerschaft und einer der Hauptinitiatoren der 1970 gegründeten LG Regensburg. Eine heimtückische Krankheit riss ihn 1979 mit 43 aus dem Leben."


Paulina Huber will beim Rolf-Watter-Sportfest ihr Comeback nach langer Verletzungspause geben. Foto: Theo Kiefner

"Alle damals in der Vorstandschaft der LG waren sofort der Meinung, dass die alljährliche Bahneröffnung schon ab dem darauffolgenden Jahr Rolf-Watter-Sportfest heißen sollte“, resümiert der LG-Sportchef. So hat sich die Veranstaltung im Laufe von nun vier Jahrzehnten zu einem der
wichtigsten Jahrestreffpunkte der bayerischen Leichtathleten gemausert, bei dem der Sieger des 800-Meter-Laufes immer den Rolf-Watter Pokal erhält. Watters heimliche Lieblinge waren nämlich stets die Läufer und er selbst 800-Meter-Spezialist. Deshalb mag es auch keinen verwundern, dass am Sonntag ein Lauf besonders heraussticht. Teamchef Ring bittet um 17.55 Uhr fast seine gesamten Tops mit etlichen Deutschen Meisterinnen und Meistern an die Startlinie über die abschließenden 3000 Meter.

Bereits um 12.00 Uhr beginnt die Veranstaltung traditionell mit den Kurzhürden. Die Münchnerin Pauline Huber (LG Stadtwerke München) könnte ihnen als gestandene Läuferin der erweiterten deutschen Spitze den Stempel aufdrücken. Ab 13 Uhr folgt dann der fast zweieinhalbstündige 100- und 200-Meter-Sprintblock. Dort werden die beiden Jugendtalente Fabian Olbert (LG Stadtwerke München) mit seiner 10,60-Sekunden-Bestleistung und Nick Kocevar (TSV Bad Endorf) mit einem Hausrekord von 21,49 Sekunden auf der doppelt so langen Distanz dem Bayerischen Meister Aleksandar Askovic (LG Augsburg), der eine 10,49 und 21,16 mitbringt, das Leben schwer machen.

Schnellste Sprinterin sollte Amelie-Sophie Lederer (LAC Quelle Fürth) sein, die 2018 immerhin 11,65 Sekunden gelaufen ist. Über 200 Meter wird die Jugendliche Mona Mayer (MTV 1881 Ingolstadt) versuchen, die 24,00-Sekunden-Schallmauer zu überwinden. Deren Teamkollege Samuel Werdecker ist mit seinen 47,76 Sekunden Favorit über die 400 Meter.

Eindeutiger Anwärter auf den Rolf-Watter-Pokal (Startzeit 15.50 Uhr) sollte Samuel Blake (LG Stadtwerke München) sein. Bei den Damen wird die Jugendliche Susanne Brüning (LG Landkreis Kelheim) mit einer Bestleistung von 2:11,45 Minuten den Ton angeben. Das eigentliche Laufhighlight kommt allerdings erst am Ende der Veranstaltung. Philipp Pflieger, Simon Boch, Moritz Beinlich, Maximilian Zeus, alle schon gestandene Deutsche Einzelmeister, werden im Verbund mit ihren Teamkollegen Dominik Notz, Tim Ramdane Cherif und Kevin Key versuchen, die ersten schnellen 3000-Meter-Bahnzeiten möglichst nahe an den 8:00,00-Minuten auf den Tartan zu zaubern.

Gelingt ihrer weiblichen Teamkollegin Miriam Dattke der Lauf in neue persönliche Dimensionen, nähert
auch sie sich der magischen ersten Zeit unter neun Minuten. „Vorsicht ist trotzdem angebracht. Das letzte Rennen waren die Deutschen Halbmarathonmeisterschaften und zwar für alle und als direkte Vorbereitung ein Trainingslager mit den ersten harten Tempoläufen“, warnt ihr Coach Kurt
Ring vor allzu hohen Erwartungen, „Die sind derzeit alle hundemüde!“

Im Feld der wieder über 400 Athletinnen und Athleten, nicht nur aus Bayern, befinden sich auch herausragende Springer. Im Weitsprung trifft der 7,09-Meter-Mann aus der U 18, Simon Batz (LG LK Kelheim), auf den Münchner 7,30-Meter-Springer Felix Wolter (TSV Gräfelfing) und im Hochsprung zeigt sich der vorjährige Deutsche Jugendmeister Lucas Mihota (LG Stadtwerke München), der stattliche 2,19 Meter mitbringt. Im Stabhochsprung hat Julian Meuer (TSV Gräfelfing) mit 5,10 Meter
gemeldet. Beste Springerin sollte Laura Gröll (LG Stadtwerke München) mit einer Bestleistung von 1,78 Meter im Hochsprung sein.