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16.05.19 14:08 Alter: 212 Tag(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Senioren- und Breitensport
Von: Gerhard Zorn/Bettina Schardt-leichtathletik.de

Bayerischer Seniorenmeisterschaften Lauf/Sprint/Sprung Herzogenaurach: Favoriten setzen sich durch

Beinahe hätte es 2019 gar keine Bayerischen Meisterschaften für die Senioren gegeben. Unermüdlich wurde nach einem Veranstalter gesucht, bis der BLV schließlich bei der TS Herzogenaurach fündig wurde, allerdings mit Einschränkungen. So konnten die Herzogenauracher als Termin nur den 11. Mai anbieten, für die meisten Betroffenen sehr früh. Zudem reichte es auch nur für die Ausrichtung der Lauf- und Sprungdisziplinen, aber den Betroffenen war das lieber, als gar nicht antreten zu können.


Dreifache Titelträger beim ersten Teil der Bayerischen Seniorenmeisterschaften in Herzogenaurach waren Karl Dorschner . . .

. . . und Gerhard Zorn, der aber mit seinen Leistungen nicht zufrieden sein wollte.

Gleich einen "Sechskampf" absolvierte Manuela Groß.

Vier Titel sammelte Georg Ortloff ein.

Jeweils Doppel-Gold gab es für die "Orange-Armada" aus Ingolstadt mit Gerlinde Kolesa . . .

. . . Ruth Mayer . . .

. . . Albert Walter . . .

. . . und den Weidener Karl Schmid.

Sie gehören zu den "Jung-Senioren" unter den Titelträgern: Christoph Franke . . .

. . . und Tanja Ruoff. Fotos: Theo Kiefner/Gerhard Zorn

Zu allem Überfluss war dann auch die Wetterprognose mit "kalt und regnerisch" nicht wirklich einladend. Eine Reihe von gemeldeten Teilnehmern ließ sich davon leider abschrecken und reiste nicht an. Ganz so schlimm war es dann aber doch nicht, auch wenn die ersten Läufe bei Regen stattfanden. Das Wetter beruhigte sich nach einigen Schauern deutlich.

Die Bayerischen Meisterschaften sind für die Senioren oft der erste übergreifende Event nach mehrmonatiger Pause und damit Gelegenheit, alte Bekannte und Freunde wiederzutreffen und sportliche, gesundheitliche und familiäre Neuigkeiten auszutauschen. Der Sport kommt dabei natürlich nicht zu kurz, aber Glanzleistungen waren aufgrund des frühen Termins und des kalten Wetters nicht zu erwarten.

197 Teilnehmer aus 95 Vereinen ermittelten in Herzogenaurach ihre Meister. 166 männlichen Teilnehmern standen allerdings nur 31 weibliche gegenüber. Gerhard Zorn (M 60; TSV Vaterstetten) rannte zu den Titeln über 100 (13,13 Sekunden), 200 (27,07 Sekunden) und 400 Meter (61,51 Sekunden). Karl Dorschner (TV 1848 Coburg) siegte über diese Strecken in der M 65 (13,39/27,77/61,63 Sekunden). Gleich vier Titel sammelte Georg Ortloff (M 65; LAC Quelle Fürth) über 100 Meter Hürden, im Hoch-, Weit- und Dreisprung.

Ulrich Grönhardt (M 70; LAC Quelle Fürth) toppte in 20:59,83 Minuten die schnellste 5000 Meter-Zeit eines Deutschen im vergangenen Jahr. Für den Halter der deutschen Bestleistung im Hochsprung der M 70, Gerhard Wenzke (LG Region Landshut), war dieses Mal schon nach 1,40 Meter Schluss. Bei der M 75 siegte Edgar Wittmann (TV Zellingen) mit 1,35 Meter.

Schnellster M 80er über 100 Meter war Karl Schmid (SpVgg SV Weiden) in 15,92 Sekunden, der außerdem den Weitsprung (3,47 Meter) gewann. Über 200 Meter lieferten sich die Neu-80er Karl Jakob (LAZ Obernburg-Miltenberg) und Willi Scheidt (TS Herzogenaurach) ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das Karl Jakob in 34,02 zu 34,06 Sekunden für sich entschied. Auch über 400 Meter setzte er sich in 82,48 Sekunden gegen Willi Scheidt (82,78 Sekunden) durch. Über 800 (2:58,19 Minuten) und 1500 Meter (6:11,32 Minuten) siegte mit Walter Albert (MTV 1881 Ingolstadt) ebenfalls ein Athlet des Jahrgangs 1939. Ältester Teilnehmer war Günther Wilhelm Urban (LG Stadtwerke München), der in der M 85 Hoch- (0,98 Meter), Weit- (2,89 Meter) und Dreisprungsieger (5,31 Meter) wurde.

Markus Eigenstetter schnell über die Hürden

In der M 45 holte Harald Köhler (TSV Ipsheim) den Titel im Weitsprung (5,71 Meter) und über 100 Meter (12,56 Sekunden). Martin Wilhelm (DJK Waldram-Wolfratshausen) überquerte im Hochsprung der M 50 1,70 Meter. Zoran Askovic (M 50; LG Augsburg) überflog 3,60 Meter im Stabhochsprung.

Jürgen Gruber (M 55; LG LKr Aschaffenburg) gewann die Sprinttitel über 100 (12,61 Sekunden), 200 Meter (26,05 Sekunden) und 400 Meter (58,53 Sekunden). Erwin Baumgartner (Laufverein Region Geiselhöring; 2:16,59 Minuten) siegte über 800 Meter und Neu-55er Markus Eigenstetter (SWC Regensburg) lief über 100 Meter Hürden in 16,71 Sekunden so schnell wie 2018 kein Deutscher in dieser Altersklasse.

Manuela Groß sechsfache Titelträgerin

Sehr kleine Teilnehmerfelder gab es bei den Seniorinnen. So waren Mehrkämpferin Manuela Groß (LAZ Kreis Günzburg) und Läuferin Kerstin Lutz (TSV Burghaslach) beispielsweise die einzigen Teilnehmerinnen in der W 45. Manuela Groß startete in sechs Disziplinen. Herausragend ihre 1,52 Meter im Hochsprung. Ebenfalls bemerkenswert: 4,94 Meter im Weitsprung und 13,07 Sekunden über 80 Meter Hürden. Kerstin Lutz entschied die 800, 1500 und 5000 Meter für sich.

In der W 50 wurde Heike Jörg (LAZ Obernburg-Miltenberg) in 13,94 Sekunden 100-Meter-Meisterin. Ruth Mayer (MTV 1881 Ingolstadt) siegte über 200 (28,32 Sekunden) und 400 Meter (68,08 Sekunden). Birgit Löffler-Röder (LG Bamberg) gewann über 80 Meter Hürden in 14,12 Sekunden, im Dreisprung landete sie bei 9,98 Metern. Dreifach-Siegerin in der W 55 wurde Heike Schug (LAC Quelle Fürth), die über 100 (14,64 Sekunden) und 200 Meter (30,39 Sekunden) sowie im Weitsprung (4,47 Meter) vorne lag. Neu 60-erin Gerlinde Kolesa (MTV 1881 Ingolstadt) ließ über 800 (2:59,10 Minuten) und 1500 Meter (6:11,59 Minuten) ihr Können aufblitzen.