Bayerischer Leichtathletik-Verband e.V.


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27.11.18 00:35 Alter: 16 Tag(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport, Laufsport, Senioren- und Breitensport, Jugend / Schüler
Von: BLV

Von Puchheim nach Kemmern: BLV wechselt Ort für Bayerische Crosslaufmeisterschaften

Der Bayerische Leichtathletik-Verband hat seine Bayerischen Crosslaufmeisterschaften 2019 von Puchheim nach Kemmern verlegt. Grund dafür waren bauliche Mängel, deren Beseitigung nach Ansicht der Verantwortlichen des Bayerischen Leichtahletik-Verbandes nicht bis zur geplanten Veranstaltung am 24. Februar sichergestellt werden konnten. Um die Durchführung der Meisterschaften nicht zu gefährenden, beschloss der BLV nun die Verlegung nach Kemmern.


BLV-Vizepräsident Breitensport Willi Wahl schilderte in einer ausführlichen Stellungnahme die Abläufe rund um die Absage. Demnach hätte sich der FC Puchheim zum ersten Mal für die Ausrichtung der Bayerischen Crossmeisterschaften für 2019 beworben. Dazu, so Wahl, sei die geplante Streckenführung zusammen mit den Verantwortlichen des Vereins, der Stadt Puchheim und des BLV im Frühjahr besichtigt worden. Zu dieser Zeit war bereits bekannt, dass am Vereinsgelände durch die Stadt größere Umbau- und Sanierungsmaßnahmen vorgenommen werden sollten, die im August abgeschlossen sein sollten. Eine geplante Testveranstaltung sollte dann im Spätherbst erfolgen und Aufschluss über die Streckentauglichkeit geben.

Für den 8. Dezember hatte der FC Puchheim eine Crosslaufveranstaltung geplant, auf ursprünglich die  für die Bayerischen Meisterschaften geplante Strecke getestet werden sollte. "Dies war aber nicht möglich, da der aufgebrachte Rollrasen noch nicht angewachsen war", meinte Wahl. Dies sei auch die Aussage von Christoph Friedrich, dem Leichtathletik-Abteilungsleiter des FC Puchheim, gewesen. "Folglich muss klar festgestellt werden, dass sich die Verbandsbedenken auch an dieser Stelle bewahrheiteten, so dass die Absage schon alleine aus diesem Grund berechtigt war", erklärte der BLV-Vizepräsident. Darüber hinaus herrschten nach wie vor Unsicherheiten wegen anderer Streckenabschnitte, wie zum Beispiel einem kleinen Wald und einem längeren Graben. So sei unter anderem die notwendige Streckenbreite nicht gegeben, so Wahl.

Der BLV-Vizepräsident schildert den weiteren Vorgang: "Ende Oktober waren immer noch nicht alle erforderlichen Voraussetzungen erledigt. Das Bauchgrummeln seitens des BLV, vor allem wegen der ebenfalls noch ausstehenden Genehmigung der Naturschutzbehörde für die Überbrückung des Grabens, wurde stärker. So sahen wir uns in der Pflicht, zu reagieren und im Sinne aller Athleten eine gut zu belaufende, genehmigte und geeignete Crossstrecke an anderer Stelle anzubieten." In einem längeren Telefonat seien der Hauptorganisatorin des FC Puchheim die offenen und zu befürchtenden Problematiken geschildert und letztendlich die Ausrichtung für 2019 entzogen worden.

Allerdings sah sich der Verband nun in der Pflicht, kurzfristig einen anderen Ausrichter zu finden, denn die Bayerischen Crossmeisterschaften sollten üblicherweise zwei bis drei Wochen vor den Deutschen Crosslaufmeisterschaften stattfinden. Folglich gab es aufgrund der verbleibenden geringen Vorbereitungszeit nur zwei Alternativen, sich auf einen erfahrenen Ausrichter zu konzentrieren oder aber die Bayerischen Crossmeisterschaften innerhalb der Deutschen Crossmeisterschaften in Ingolstadt mit abzuwickeln, was sich mit endlosen und zeitlich problematischen „Siegerehrungsmarathons“ als nicht so glücklich dargestellt hätte.

Mit dem SC Kemmern, der bereits 2017 die Bayerischen Meisterschaften mit Bravour ausrichtete, sprang ein rühriger Verein mit seiner Running-Abteilung ein. Den FC Puchheim und dessen Abteilungsleiter Christoph Friedrich kontaktierte BLV-Vizepräsident Willi Wahl ebenfalls noch einmal und bot ihm an, die BLV-Crosslaufmeisterschaften zu einem späteren Zeitpunkt auf einer bereits belaufenen und getesteten Runde auszurichten. Eine Bewerbung müsste dazu aber erneut erfolgen.