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13.05.19 23:17 Alter: 97 Tag(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport, Oberpfalz
Von: Kurt Ring

Der Heilige Pankratius erschwert Leichtathleten den Saisoneinstieg beim Watter-Meeting

Wer in Bayern aufwächst, kennt die Eisheiligen. Sie sind fester Bestandteil der Bauernregel und deuten meist auf ein paar kalte und unbeständige Tage im Mai hin. 2019 waren sie auf den 11. bis 15 Mai terminiert. Der 12. Mai ist der Namenstag des Heiligen Pankratius, und der machte der 40. Auflage des Rolf-Watter-Sportfestes im Regensburger Uni-Stadion alles andere als besondere Freude. Dass es dennoch einige wirklich herausragenden Leistungen gab, verdient deshalb besondere Beachtung.


Samuel Blake (rechts) gewann in der Eiseskälte des 40. Rolf-Watter-Sportfestes den gleichnamigen Jubiläumspokal.

Spannendes Sprintduell: Dabian Olbert (links) und Aleksandar Askovic (Mitte) schenkten sich nichts. Olbert behielt über 200 Meter die Oberhand, Askovic gewann die 100 Meter.

Simon Boch lief über 3000 Meter die schnellste Zeit.

Miriam Dattke (rechts) verbesserte sich im selben Rennen um rund fünf Sekunden.

Mona Mayer dominierte sowohl über 100 wie auch über 200 Meter.

Fulimant über die Hürden kam Isabel Mayer. Sie blieb zum ersten Mal unter 14 Sekunden.

1,76 Meter bei suboptimalen Bedingungen: Luisa Tremel offenbarte einmal mehr ihr immenses Talent um Hochsprung. Alle Fotos: Theo Kiefner, Claus Habermann

Als am Sonntag um 12.20 Uhr die ersten Hürdensprinter aus den Startblöcken sprangen, fegte ein eiskalter Wind über den im Volksmund bekannten Regensburger „Eisbuckel“, der an diesem Tag seinem Spitznamen voll gerecht wurde. „Zu alle dem bockte auch noch die Technik und wir starteten schon mit einer für unseren Anspruch indiskutablen Verspätung von beinahe einer halben Stunde. Wenigstens hat der eiskalte Wind bei den Sprints von hinten ein wenig geschoben. Die einzigen Profiteure der Kälte waren die 3000-Meter-Läufer, die dann auch noch die einzige windstille Stunde gegen Abend zu nutzen konnten“, fasste Organisationschef Kurt Ring dennoch spannende sechs Stunden zusammen.

Mit der nationalen Brille betrachtet, waren dann auch die 3000 Meter am besten bestückt. Am Ende setzten sich dort die Lokalmatadoren Simon Boch (8:09,32 Minuten) und Miriam Dattke (9:07,14 Minuten) durch. Die 20-jährige Dattke steigerte dabei ihre Bestzeit in einem gemischten Rennen um rund fünf Sekunden. Rang zwei bei den Männern ging an Marathon-Spezialist Philipp Pflieger (8:11,22 Minuten). Als Siebter überzeugte in 8:26,25 Minuten 800-Meter-Spezialist Benedikt Huber (alle LG Telis Finanz Regensburg). Fast unentdeckt im Männerfeld explodierte U 20-Mann Benedikt Brem (LG Telis Finanz Regensburg) mit für ihn sensationellen 8:24,61 Minuten und blieb dabei nur knapp drei
Sekunden über der U-20-EM-Norm. Seine alte Bestleistung steigerte er um
satte 36 Sekunden.

Der Rolf-Watter-Gedächtnispokal ging relativ unspektakulär an den Australier Samuel Blake (LG Stadtwerke München), der das übrige Feld mit 1:52,46 Minutenstets sicher im Griff hatte. Für weitere gute Leistungen beim Traditionsmeeting sorgte Mona Meyer (MTV 1881 Ingolstadt). Die Langsprinterin, die im ersten Jahr der U 20-Klasse angehört, setzte sich über 200 Meter in 24,30 Sekunden durch und entschied auch die 100 Meter in 12,29 Sekunden für sich. Schnellster Sprinter bei den Männern war Aleksandar Askovic (LG Augsburg), der sich in 10,63 Sekunden gegen U 20-Sprinter Fabian Olbert (LG Stadtwerke München; 10,69 Sekunden) durchsetzte. Die 400 Meter entschied Machava Creve Armando (Mozambique; TS Herzogenaurach) in 47,41 Sekunden für sich.

Über die Hürden und bei den Technikern stachen in erster Linie Hochspringer Andreas Plößl mit seinen 2,04 Metern, sowie Mehrkämpferin Isabel Mayer (beide SWC Regensburg) heraus, die mit 5,69 Meter, 25,48 Sekunden sowie 13,91 Sekunden im Weitsprung, über 200 und über die 100 Meter Hürden einen tollen Dreierpack hinlegte, dies über die Hürden und im Sprung sogar als Erste gestalten konnte. Ihre Teamkollegin Anna-Lena Obermeier gefiel als Hochsprung-Zweite (1,70 Meter) hinter der Jugendlichen Luisa Tremel (TSV Gersthofen), die feine 1,76 Meter überquerte.