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05.07.19 13:12 Alter: 111 Tag(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport, Laufsport, Oberpfalz
Von: Kurt Ring

Regensburg goes Europa: Pflieger und Boch bei 10 000-Meter-Europacup in London, Zeus bei Berg-EM

Bei der Sparkassen Gala und der Laufnacht der LG Telis Finanz Regensburg werden Philipp Pflieger, Simon Boch und Maximilian Zeus fehlen. Das hat gewichtige Gründe. Sie stehen am großen Regensburger Leichtathletik-Wochenende in Diensten der deutschen Nationalmannschaft. Pflieger und Boch starten am Samstag beim 10 000-Meter-Europacup in London, der amtierende Deutsche Berglaufmeister Zeus vertritt die Bundesrepublik am Sonntag bei den Berglauf-Europameisterschaften in Zermatt.


Ins Nationaltrikot schlüpfen darf am Samstag Simon Boch beim 10 000-Meter-Europacup in London. Foto: Theo Kiefner

„Genau das war unser diesjähriges Ziel, zwei beim Europacup und einer bei der Berg-EM, es hätten sogar drei in London sein können, wenn Miriam Dattke nicht sechs Tage später die 10 000 Meter bei den U 23-Europameisterschaften im schwedischen Gävle laufen müsste“, sagt Kurt Ring, Teamchef der LG Telis Finanz Regensburg. „Einmal noch auf der Bahn im Nationaltrikot starten, das hat mich schon gefreut“, beschreibt Marathonmann Philipp Pflieger seine Gefühle, „dann geht’s danach unmittelbar in die Vorbereitung für einen Herbstmarathon“. Für Simon Boch ist das Rennen „schon ein kleines Sahnehäubchen in einer bisher rundum gelungenen Saison“.

Nachdem Frontmann Richard Ringer (LC Rehlingen) als Titelverteidiger zu Gunsten seiner WM-Schwerpunkte über 5000 Meter diesmal auf London verzichtet, könnte Boch vielleicht sogar der Coup gelingen, auf der Insel schnellster deutscher Läufer zu werden. „So um die 28:30 Minuten traue ich mir schon zu, das Training lief in den vergangenen Wochen super“, zeigt sich der Deutsche Meister auf dieser Strecke von 2017, zudem 2018 DM-Zweiter und 2019 Dritter durchaus zuversichtlich, eine Zeit abzuliefern, die vor ihm noch kein Regensburger geschafft hat, auch nicht die beiden Olympioniken von 2016, Philipp Pflieger und Florian Orth, für den allerdings die 25 Bahnrunden eher eine Randdisziplin war.

Maximilian Zeus, der Deutsche Berglaufmeister der vergangenen zwei Jahre, mag zwar auf der Bahn nicht ganz die Qualität von Pflieger, Boch und Co. bringen, am Berg aber ist er jedenfalls Spitze. Aus der Berglauf-Nationalmannschaft ist er inzwischen nicht mehr wegzudenken und Bundestrainer Kurt König weiß sehr wohl, was er an dem Nordoberpfälzer im Telis-Trikot hat. „Ganz oben am Gipfel als bester meines Teams anzukommen, das wäre schon was. Am Riffelberg spielt das Streckenprofil eine große Rolle. Das liegt dir oder es liegt dir eben nicht“, schaut der BWL-Student von der Uni Bayreuth auf seinen Einsatz im weltberühmten Alpenort Zermatt am Fuße des Matterhorns.