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01.01.20 18:02 Alter: 145 Tag(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport, Laufsport
Von: Dieter Claus

Spannende Rennen kennzeichnen die Silvesterläufe 2019 in und außerhalb Bayerns

Das Jahresende unter Wettkampfbedingungen abzuschließen,das war auch 2019 wieder das Motto für Tausende von Hobbyläuferinnen und -läufern und für viele bayerischen Leichtathleten. Die Spitzensportler trafen sich ein letztes Mal in 2019 nochmals auf dem Siegerpodest.


Einen "Heimsieg" landete die Augsburgerin Kerstin Hirscher im Trikot des LAC Quelle Fürth beim Silvesterlauf in Gersthofen. Foto: Dieter Claus

Ein spannendes Finish boten (von links) Frederic Funk und Detlev Knall beim Silvesterlauf in Nürnberg.

Mit einer starken Leistung überzeugte Mitku Seboka beim Silvesterlauf in Bietigheim. Fotos: Theo Kiefner

Zwei Läufer im Trikot bayerischer Leichtathletikvereine finden sich in der Ergebnisliste des hochkarätigen Silvesterlaufs in Bietigheim: Mitku Seboku (LAC Quelle Fürth) musste sich mit fünf Sekunden Rückstand zum Sieger Marcel Fehr (SG Schorndorf 1846; zukünftig LG Filstal) geschlagen geben. Erik Hille (LG Telis Finanz Regensburg) platzierte sich als Sechster sogar noch vor Arne Gabius (TherapieReha Bottwartal). In Trier überrascht die 19-jährige Tanja Neubert (LAC Quelle Fürth) mit einem zehnten Platz in einem starken internationalen Läuferinnenfeld. Felix Grammelsberger (SC Ainring) gewann dort den deutschen Nachwuchslaufcup.

In Gersthofen war schon nach 1,5 Kilometern klar, dass der Vorjahressieger Tobias Gröbl (LG Zusam) dieses Jahr mit einer harten Konkurrenz jüngerer Leichtathleten rechnen musste. Nach vier Kilometern zogen Hiob Gebisso (TG Viktoria Augsburg) und Brian Weisheit (LSC Höchstadt/Aisch) das Tempo an und Gröbl fiel zurück. Doch die beiden führenden Mittelstreckler mussten der 9.7 Kilometer langen Strecke dann doch ihren Tribut zollen. Gröbl konnte nach acht Kilometer wieder aufschließen und forcierte nun seinerseits das Tempo. Der 14 Jahre jüngere Weisheit, ließ sich nicht abschütteln, setzte 300 Meter vor dem Ziel zum Endspurt an und siegte mit neun Sekunden Vorsprung auf Gröbl. Mit der Mittelstrecklerin Kerstin Hirscher (LAC Quelle Fürth) gewann wieder einmal eine Läuferin aus der Augsburger Region. Als die 30-jährige Bereitschaftspolizistin in Ziel rannte, waren 33:56 Minuten vergangen.

In Kempten ging es zehn Kilometer entlang der Iller. Es siegten mit Abstand die Favoriten der LG Telis Finanz Regensburg, Philipp Pflieger und Miriam Dattke. Pflieger lag nach einer Runde rund 20 Sekunden vor seinem Vereinskameraden Kevin Key und gewann mit 30:32 Min. Miriam Dattke deklassierte die Zweitplatzierte mit einem Vorsprung von fünf Minuten und einer Zeit von 34:20 Minuten.

Überraschungen ergaben sich in der Frankenmetropole Nürnberg. Die beiden Favoriten Konstantin Wedel (LG Telis Finanz Regensburg) und Florian Bremm (TV Leutershausen) mussten absagen. Mit neun Läufern unter 33 Minuten auf der zehn Kilometer langen Strecke war das Rennen dennoch eines der schnellsten Läufe der vergangenen Jahre. Und am Ende ergab sich ein knappes Ergebnis:  Detlev Knall (Team Memmert) verwies mit nur drei Sekunden Vorsprung Frederic Funk (LAC Quelle Fürth) auf den zweiten Platz. Bei den Frauen machten die beiden Favoritinnen Laura Chacon Biebach und Lena Gottwald (TSV Zirndorf) unter sich aus. Laura Chacon Biebach war 2019 mit 37:15 Min. die schnellste Frau beim 17. Silvesterlauf in Nürnberg.

In der Landeshauptstadt München kamen über die Zehn-Kilometer-Distanz durch den Olympiapark 1870 Läuferinnen und Läufer ins Ziel. Die Ergebnisliste verdeutlicht, dass bei den Männern mit einem Sieg durch Florian Wenzler (LG Würm Athletik) in einer Zeit von 34:12 Minuten nicht die leistungsstärksten bayerischen Läufer am Start waren, zumal die beste Frau Thea Heim (LG Telis Finanz Regensburg) mit ihrer Leistung von 34:50 Minuten im Gesamtfeld bereits als Dritte ins Ziel kam.

Bad Staffelstein an Silvester, das zog die nordbayerischen Läuferinnen und Läufer ebenfalls an. Die Siege gingen an bekannte erfolgreiche Langstreckler Bayerns. Bei den Männern rannte Mario Wernsdörfer (LG Bamberg) mal schnell noch einen Sieg heraus, bevor er schnellstens zur bevorstehenden Geburt seiner Frau zur Seite stehen wollte. Mit Elvira Flurschütz (SC Kemmern) bestieg eine Läuferin, die schon in den Vorjahren in Bad Staffelstein dominierte, das Siegerpodest. Der Vorsprung vor ihrer Vereinskameradin Margit Elfers betrug allerdings nur eine Sekunde.

Der Silvesterlauf in Amberg kann mit 651 Läufern von den Kindern bis zu den Erwachsenen einen neuen Teilnehmerrekord vermelden. Mit einer neuen Bestzeit über die 7,5 Kilometer langen Strecke setze sich bei den Männern Korbinian Plexsteiner (SSV Ulm) gegen Alexander Rosner (RCR Schneittenbach) und Markus Legat (TB Weiden) durch. Erwartungsgemäß war bei den Frauen Domenika Mayer (LG Telis Finanz Regensburg) die Schnellste.

Wer die Siegerlisten der Silvesterläufe 2018 und 2019 in Seubersdorf vergleicht, neigt zur Feststellung „the same procedure as every year“ Die drei schnellsten Läufer stammen wieder aus dem Seniorenbereich M 35. Mit einer Zeit von 31:12 Minuten auf 9,4 Kilometer gewinnt Michael Lang (Skivereinigung Amberg) wieder vor Marco Benz und Felix Mayerhöfer (DJK Dasswang). Die Newcomerin des Jahres 2019, Eva Müller-Geistert (SWC Regensburg), zeigte den bayerischen Konkurrentinnen erneut, dass mit ihr im Jahr 2020 in der W30 gerechnet werden muss.

8,97 Kilometer galt es am letzten Tag des Jahres in Pleinfeld im Hauptlauf zu rennen. Dort wurde wieder einmal wurde deutlich, dass die Langstreckenläuferinnen und -läufer Konkurrenz aus dem Triathlon bekamen. So entschieden beim 12. Hueber Silvesterrennen Triathleten Jonathan Zipf und Peter Santagati Platz eins und zwei für sich. Triathlon als Hauptdisziplin betreibt auch die schnellste Frau des 90-köpfigen Teilnehmerinnenfeldes. Theres Wild (LG Warching) hatte nach 36:43 Minuten ihren letzten Wettkampf des Jahres 2019 beendet.

In Bogen bestätigten die Favoriten die Prognose von Rennleiter Wilhelm Lemberger. Mit 30:18 Minuten auf neun Kilometern und 41 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Markus Jobst (FTSV Straubing) verließ der 47-jährige Ives Brack (DJK Beucherling) als Sieger das niederbayerische Städtchen. Auch im Wettbewerb der Frauen erfüllte die Favoritin Lembergers Erwartungen: Susan Schulz beherrsche mühelos das 19-köpfige Feld ihrer Geschlechtsgenossinnen.