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03.02.20 12:53 Alter: 20 Tag(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport, Jugend / Schüler, Oberbayern
Von: Reinhard Köchl

Bayerische Hallenmeisterschaften Tag 1: Fabian Olbert krönt den Tag der Landesrekorde

So hatten sich die Verantwortlichen des BLV den ersten Tag ihrer neu strukutierten Bayerischen Hallenmeisterschaften in München gewünscht: Ein gar nicht einmal so kleines, aber dafür um so feineres Fest der Leichtathletik, bei dem die Besten aus dem Freistaat einen eindruckvollen Beweis für die Stärke der Sportart ablegen konnten. Gekrönt wurde die erste Halbzeit mit einer Flut von neuen bayerischen Rekorden, aus der vor allem U 20-Sprinter Fabian Olbert (LG Stadtwerke München) herausragte.


Wieder ein wenig schneller, wieder ein bayerischer Rekord! Fabian Olbert hat derzeit wahrlich einen Lauf.

Annika Just (517) ist noch keine 15 Jahre, aber so schnell wie noch kein anderes Mädchen in Bayern in diesem Alter. Ihre Vorstellung in München war einmal mehr eindruckvoll.

Auch Stabhochspringerin Lilly Samanski näherte sich bis auf fünf Zentimeter dem bayerischen Rekord in ihrer Disziplin.

Lena Zintl ist mit dem Stab inzwischen bei 3,90 Meter angelangt. Diese Leistung konnte sie selbst kaum fassen.

Franziska Drexler (im Vordergrund) gelangen gleich zwei neue Landesrekorde in einem Rennen.

Dominik Idzan sollte einen Tag später in Rochlitz die Fünf-Kilo-Kugel zum ersten Mal über 20 Meter stoßen - auch ein neuer bayerischer Rekord. In München wurde er souverän Sieger in der U 20.

Schnell unterwegs über 60-Meter: Svenja Pfetsch, die Titelträgerin in der U 20.

Bei der Premiere der neuformierten Staffel landete die LG Telis Finanz Regensburg gleich an die Spitze der deutschen Rangliste. Hier wechselt Corinna Schwab (rechts) auf Maike Schachtschneider (links).

Auch Viola John durfte sich über eine neue Bestleistung über 60 Meter freuen.

Der BLV lud am Rande der Meisterschaften zu einem Stehempfang und verteilte an jeden der Gäste eigene Startnummern. Fotos: Theo Kiefner, Ckaus Habermann, Reinhard Köchl

Bis dato wurden die Bayerischen Hallenmeister stets in zwei aufeinanderfolgenden Wettkämpfen ermittelt, die wahlweise in München oder in Fürth - aktuell die einzigen beiden Städte im Freistaat mit Leichtathletik-Hallen - ausgetragen wurden. Während bei den bisherigen Titelkämpfen der U 20 und U 16 in einigen Bereichen deutliche Lücken in den Meldefeldern festzustellen waren, krankte die zweitägige Veranstaltung der Männer/Frauen und U 18 häufig durch einigen Leerlauf am Sonntag. Um dem zu begegnen, beschloss der BLV, ab 2020 ein Pilotprojekt zu starten, in dem alle Altersklassen an einem Wochenende ihre Medaillengewinner ermitteln sollten. Mit Erfolg! Danke eines gut getakteten Zeitplanes entwickelten sich die Bayerischen Hallenmeisterschaften über weite Strecken zu einem echten Hingucker. Auch 682 Teilnehmer und 814 Meldungen sprechen eine deutliche Sprache dafür, dass das neue Veranstaltungsangebot angenommen wird. Der BLV wird nun die Erkenntnisse der Titelkämpfe intern überprüfen und nachbesprechen. Ein Fazit lässt sich jedenfalls schon jetzt ziehen: Der erste Versuch ist auf jeden Fall geglückt!

SPRINT

Dazu trugen sicherlich auch einige Top-Leistungen bei, die einmal mehr in der Linde-Halle auf das Konto der Sprinter gingen. Im Fokus stand dabei vor allem Fabian Olbert, der momentan im wahrsten Sinn des Wortes einen Lauf hat. Im Endlauf der U 20 über 60 Meter verbesserte er abermals seinen bayerischen Rekord im 60-Meter-Finale bärenstarke auf 6,68 Sekunden. Damit hat der 19-Jährige bis auf vier Hundertstelsekunden dem deutschen Rekord von Julian Reus (6,64 Sekunden) genähert.

„Das Schöne ist: Ich glaube, ich kann noch schneller“ strahlte Fabian Olbert unmittelbar nach dem Zieldurchlauf. Nach einem Start, den der Staffel-Europameister in der U 20 selbst als „in Ordnung, aber nicht optimal“ bezeichnete, trommelte er in seinem unvergleichlichen Stil Richtung Ziellinie. Im Vergleich zum Vorjahr verliert Olbert inzwischen auch auf den letzten Metern nicht mehr seine Frequenz. Zweiter wurde der Deutsche U 18-Doppelmeister Florian Knerlein (6,90 Sekunden), Bronze ging an Jakob Mattauscheck (6,97 Sekunden), der den Dreifach-Erfolg der LG Stadtwerke München komplett machte. „In Neubrandenburg bei den Deutschen Jugendhallenmeisterschaften möchte ich meinen Rekord wieder ein bisschen nach nach oben schrauben“, kündigte der Münchner an. Ob es dann sogar für die Reus-Bestmarke langt? Auf diese Frage grinste Fabian Olbert nur verschmitzt.

Doch dies war beileibe nicht das Ende des Sprint-Feuerwerks. Bei den Männern holte sich Weitspringer Yannick Wolf (LG Stadtwerke München) den Titel in 6,87 Sekunden, hauchdünn vor den beiden Fürther Alexander Schmidt (6,89 Sekunden) und Jonas Hügen (6,91 Sekunden).In der U 18-Klasse schnappte sich Daniel Wilimsky (TSV Ochenbruck) Gold in 7,01 Sekunden , hauchdünn vor Eddie Reddemann (LG Stadtwerke München) und Sascha Babel (LG Landkreis Roth), die erst nach Auswertung des Zielfotos gemeinsam mit jeweils 7,02 Sekunden auf Rang zwei gesetzt wurden. Die schnellste Zeit in der Altersklasse U 16 erreichte mit Fabius Schmitt (LG Bamberg) ein erst 14-Jähriger. Seine 7,42 Sekunden blieben an diesem Tag das Maß aller Dinge. Dahinter reihten sich Simon Haßler (FTSV Straubing; 7,51 Sekunden) und Maximilian Achhammer (TSV 1880 Schwandorf; 7,56 Sekunden) auf den weiteren Medaillenplätzen ein.

Annika Justs toppt ihren eignen Landesrekord

Ein Kuriosum gab es im weiblichen Sprint. Hier war die Siegerzeit in der U 16 sogar die zweitschnellste des Tages. Die erst 14-jährige Annika Just (LAC Passau) gewann hier in herausragenden 7,58 Sekunden. Auch die Leistung des jungen niederbayerischen Talents stellte einen neuen bayerischen Rekord in ihrer Altersklasse dar,den sie selbst bereits mit 7,64 Sekunden bei den Südbayerischen Meisterschaften zwei Wochen zuvor an sich gerissen hatte. Auch dahinter offenbart sich, dass Bayern ein Sprint-Land par excellence geworden ist. Allein sechs (!) kamen im Finale unter acht Sekunden. Auf Rang zwei landete Chidinma Sophia Eze (7,84 Sekunden), während Bronze an Lea Hergenröther (7,92 Sekunden; beide LAC Quelle Fürth) ging.

Mit 7,55 Sekunden zeigte U 20-Siegerin Svenja Pfetsch (SC Vöhringen), dass sie nach ihrer Verletzung vom Vorjahr, erlitten bei der U 20-EM in Boras (Schweden), wieder in guter Form ist.Silber ging an Tina Benzinger (LG Stadtwerke München) in 7,74 Sekunden, während Mara Barwitzki (LG Eckental) Bronze in 7,77 Sekunden gewann. Nicht minder stark waren die 7,60 Sekunden der U 18-Meisterin Viola John (LG Stadtwerke München), nachdem sie zuvor noch wegen eines Fehlers über 60 Meter Hürden aufgeben musste. Auch Floriane Freihart (LG Donau-Ries) wusste als Zweite mit 7,74 Sekunden zu gefallen, ebenso wie die Dritte Sabrina Hafner (TV Erkheim), für die die Uhren bei 7,83 Sekunden stehen blieben. In der Frauenklasse ließ sich Marina Scherzl (LG Kreis Dachau) in 7,62 Meter nicht die Butter vom Brot nehmen vor der stark verbesserten Roberta Yana Albertoni (7,66 Sekunden) und Tabea Hofmann (beide LG Stadtwerke München; 7,80 Sekunden).

Regensburger Frauenstaffel mit deutscher Jahresbestleistung

Mit einer deutschen Jahresbestleistung bei den Frauen meldet sich über 4 x 200 Meter ein Verein im Kreis der Medaillenanwärter bei den Deutschen Meisterschaften in Leipzig (22./23. Februar) an, der bislang eher im Laufbereich für Schlagzeilen sorgte: die LG Telis Finanz Regensburg. In der Besetzung Corinna Schwab, Maike Schachtschneider, Mona Mayer und Katrin Fehm lieferte das neu formierte Quartett mit starken 1:36,44 Minuten überraschend eine neue deutsche Jahresbestleistung ab. In Leipzig soll dann noch Amelie-Sophie Lederer die Regensburger Staffel verstärken. Sie wurde diesmal noch wegen ihres Starts in Erfurt am Sonntag geschont. Der Titel bei den Männern ging an die LG Erlangen in 1:30,80 Minuten, die der weiblichen U 20 an die LAC Quelle Fürth in 1:44,15 Minuten, bei der männlichen U 20 wurde überraschend die LG Main-Spessart Meister (1:36,49 Minuten) nachdem die Staffel der LG Stadtwerke München wegen eines Wechselfehlers disqualifiziert wurde. In der U 18 holten schließlich doch die LG Stadtwerke München in 1:43,19 Minuten (weiblich) und 1:33,98 Minuten (männlich) Gold.

Den Anfang der zweitägigen Mammut-Veranstaltung machten die Hürdensprinter, die ungewohnt an einem Samstagmorgen ran mussten. Bei den Männer gab es dennoch nur ein ganz schwach besetztes Feld mit gerade einmal vier (!) angetretenen Athleten, wobei dies die Leistung des neuen Bayerischen Meisters Mario Saur (MTV 1881 Ingolstadt) nicht schmälern soll. Er gewann in 8,44 Sekunden vor Fabian Schäffler (LG Telis Finanz Regensburg; 8,67 Sekunden) und Andreas Neumeier (SFR Zeilarn; 8,88 Sekunden). Bei den Frauen setzte sich über 60 Meter Hürden mit Katharina Winkler (LG Erlangen) klar die Favoritin in 8,60 Sekunden durch. Ein Sturz nach dem Zieldurchlauf und eine schwere Verletzung bedeuten für sie jedoch erst einmal eine längere Wettkampfpause. Silber ging an Mehrkämpferin Angela Stockert (SpVgg Auerbach/Streitheim; 8,72 Sekunden), Bronze gewann Chiara Wetzel (LG Stadtwerke München; 8,75 Sekunden).

Eine starke Vorstellung lieferte in der männlichen U 18 Sascha Babel (LG Landkreis Roth), der unangefochten in 8,18 Sekunden zum Titel lief. Dahinter landeten Andreas Kühnel (TSV Königsbrunn; 8,47 Sekunden) und Lukas Kleinschrodt (TSV 1860 Ansbach; 8,59 Sekunden). Nach dem Ausscheiden von Viola John war bei der weiblichen U 18 der Weg für Lea Knauer (LG Stadtwerke München) über die Hürdenstrecke frei. Sie gewann in 8,81 Sekunden vor Alicia Inhofer (TV Bad Kötzting; 8,90 Sekunden) und Amélie Unkel (LG 90 Grafing-Ebersberg; 9,02 Sekunden). Die Finalläufe der weiblichen U 20 entschied Elena Gust (LG Wolfstein) in 8,83 Sekunden vor Michelle Frank (FC Aschheim; 8,88 Sekunden) und Mara Barwitzki (LG Eckental; 9,10 Sekunden) für sich. In der männlichen U 20 hieß der schnelles Sprinter über 60 Meter Hürden Jonas Tenbrink (LG Stadtwerke München). Mit seinen 8,28 Sekunden kam er weit vor seinem Mannschaftskameraden Fabian Dotzler (8,51 Sekunden) und Finn Karas (LG Eckental; 8,60 Sekunden) ins Ziel.

Maria Anzinger sorgt für den nächsten Passauer Bayernrekord

In der Klasse M 15 war Fabian Kutscha (LG Stadtwerke München) mit seiner Siegerzeit von 8,49 Sekunden eine Klasse für sich. Lennart Gebhard (DJK Memmingen; 8,74 Sekunden) gewann Silber, Bronze sicherte sich Sebastian Wolczecki (TV Bad Kötzting; 8,76 Sekunden). In der W 15 gelang Maria Anzinger (LAC Passau) mit ihrer Siegerzeit von 8,83 Sekunden der nächste bayerische Rekord für die Passauer Talentschmiede. Dahinter landeten Sophie Gröninger (LG Sempt; 9,02 Sekunden) und Franziska Mahr (LG Eckental; 9,27 Sekunden).

KUGELSTOßEN

Beim Kugelstoßen lagen alle Augen auf Christian Zimmermann (Kirchheimer SC). Würde der Zwei-Meter-Hüne nach seiner beeindruckenden Vorstellung vom Munich Indoor diesmal die 20-Meter-Marke knacken können? Mit 18,83 Meter kam Zimmermann nicht an seine Leistung aus der Vorwoche heran. Den Titel gewann er jedoch mit fast zwei Metern Vorsprung vor Lukas Koller (LG Stadtwerke München; 16,86 Meter) und Rene Hamberger (LAC Passau; 16,13 Meter). Domink Idzan (LG Stadtwerke München), der tags darauf in Rochlitz die 20-Meter-Marke überstoßen sollte, hatte sich bei den Bayerischen Meisterschaften auf die U 20 konzentriert, wo er mit 17,55 Meter in einer von Krankheit und Absagen geprägten Konkurrenz in einer anderen Liga stieß. Im Kugelstoßen der M 15 gab es ein heißes Duell zwischen Johannes Zierer (TV Wallersdorf; 13,70 Meter) und Mel-Lucas Mosetter ((TSV Schleißheim; 13,57 Meter), während in der weiblichen U 20 wie erwartet Cassandra Bailey (LG Stadtwerke München) mit 13,18 Meter quasi unschlagbar war. Ebenso dominant präsentierte sich Sofie Gröninger (LG Sempt) mit der Drei-Kilo-Kugel in der W 15. Ihre 13,53 Meter stellten das Maß aller Dinge dar. Dahinter landete Lena Abbenhaus (LG Eckental) mit 12,65 Meter.

SPRUNG

Eine spannende Angelegenheit wurde der Dreisprung der Frauen, bei dem die Favoritin Tina Pröger (TSV Zirndorf) mit ihrem besten Versuch von 12,42 Meter heftig von der routinierten Maria Stamatelou (LG Stadtwerke München) bedrängt wurde, die 12,31 Meter weit sprang. Die Bronzemedaillengewinnerin hieß Luisa Schmidt-Rave (LG Stadtwerke München; 11,58 Meter). Semira Reiser (TSV Weilheim) holte sich den Dreisprungtitel in der weiblichen U 20 (10,46 Meter) vor Antonia Sörgel (LAV Hersbruck; 10,34 Meter) und Chiara Ebner (TS Herzogenaurach; 10,29 Meter). In der weiblichen U 18 rückte Bayernmeisterin Christina Ammer (TuS 1860 Pfarrkirchen) nahe an die Zweölf-Meter-Marke (11,83 Meter) heran.

Drei 14-Meter-Springer gab es im Dreisprung der Männer - eine durchaus sehenswerte Bilanz. Die Nase vorne hatte der vorjährige Dritte der U 23-DM Gabriel Wiertz (TuS 1860 Pfarrkirchen). Er sprang 14,44 Meter. Aber schon knapp dahinter meldeten ein Hochspringer (Benedikt von Hardenburg; SWC Regensburg) und ein Weitspringer Sebastian Spinnler (LG Landkreis Aschaffenburg) mit 14,36 und 14,06 Meter ihre Ambitionen an. Spannung herrscht auch in der männlichen U 20, wo Jannis Leisching (LG Stadtwerke München) und Sebastian Schleifnik (LAZ Obernburg-Miltenberg) auf Augenhöhe agierten und der Titel erst im letzten Versuch an Leisching ging, der 13,75 Meter sprang, während sich sein lange führender Konkurrent noch einmal auf 13,57 Meter steigern konnte. Ebenfalls stark das männliche U 18-Dreisprung-Feld, wo drei Teilnehmer über 13 Meter kamen. Sebastian Kottmann (LG Stadtwerke München; 13,86 Meter) landete vor Niklas Böhm (TSV Vaterstetten; 13,08 Meter) und Nicolai Postruznik (TSV Vilsbiburg; 13,02 Meter).

Lilly Samanski dicht am Bayernrekord

3,60 Meter: Diese Zahl steht für Lilly Samanski (TSV 1862 Erding) seit Samstag wie in Stein gemeißelt. Das 14-jährige Stabhochsprungtalent schaffte bereits zu diesem frühen Zeitpunkt des Jahres einen Satz, der sie ganz nahe an die Landesrekord von Chiara Sistermann (TSV Gräfelfing) von 3,65 Meter aus dem vergangenen Jahr brachte. Samanski schaffte ihre neue persönliche Bestleistung im dritten Versuch und blickt nun zuversichtlich auf die Freiluftsaison. Hinter ihr landeten Kathrin Ertl (SWC Regensburg; 2,90 Meter) und Carina Kilian (TSV Ipsheim; 2,85 Meter) auf den Plätzen. Bärenstark präsentierte sich auch Lena Zintl (LG Stadtwerke München) in der weiblichen U 18-Konkurrenz. Mit 3,90 Meter gelang auch ihre eine neue persönliche Bestleistung - von einem Hausrekord kann man ja in der Stabhoch verrückten Familie Zintl kaum sprechen (Zweite wurde Theresa Albrecht; TSV Gräfelfing; 3,20 Meter, und Dritte Franziska Karl; TSV 1860 Ansbach; 3,00 Meter). Denn im Schwesternduell zog diesmal Julia Zintl (LG Stadtwerke München) als U 20-Siegerin mit 3,65 Meter den Kürzeren. Sarah Berghammer (LG 90 Grafing-Ebersberg) schwang sich für Silber über 3,10 Meter, Bronze bekam Ramona Forster (TSV 1880 Wasserburg; 2,90 Meter) um den Hals gehängt. Ebenfalls 3,65 Meter reichten Eva Rossow (LAC Quelle Fürth) zum Titel bei den Frauen, während Laura Kirzbuch (TSV 1880 Wasserburg; 3,10 Meter) und Noemi Rentz (TSV Gräfelfing; 3,00 Meter) auf den Plätzen landeten.

LAUF

Der fünfte und sechste bayerische Rekord des Auftakttages ging auf das Konto Franziska Drexler (LAC Passau), die über 2000 Meter sowohl eine neue Bestmarke in der Altersklasse W 14 wie auch in der W 15 aufstellte. Ihre Zeit von 6:43,22 Minuten erreichte bis dato kein anderes Mädchen im Freistaat. Julia Rath (LAC Quelle Fürth), die ihren alten Rekord in der W 14 über 2000 Meter an Drexler abgeben musste, setzt sich dafür über 800 Meter stark in Szene. Die Deutsche U 16-Meisterin konnte sich in 2:12,57 Minuten allerdings nur überraschend knapp vor Nele Göhl (LG Eckental; 2:13,07 Minuten) durchsetzen. Fiona Förster (TSV Katzwang) gewann mit 2:19,54 Minuten Bronze. Rath und Göhl hätten auch in der Frauenkonkurrenz die Oberhand behalten. Dort blieben die Uhren für die souveräne Siegerin Kerstin Hierscher (LAC Quelle Fürth) bei 2:13,33 Minuten stehen. In der männlichen U 18  behielt Jakob Stade (Kissinger SC) über 800 Meter mit 2:03,23 Minuten vor Robin Frisch (LG Hersbrucker Alb; 2:04,94 Minuten) und Luca Pulfer (TSV Untermaiselstein; 2:07,30 Minuten) die Oberhand. Moritz King (MTV 1881 Ingolstadt) hieß der Bayernmeister über dieselbe Distanz in der U 20. In 2:03,07 Minuten konnte er sich knapp vor Paul Fischer (LAC Quelle Fürth; 2:03,85 Minuten) und Tim Mahl (DJK Friedberg; 2:05,26 Minuten) durchsetzen. Bei den Männern sicherte sich Samuel Blake in 1:53,39 Minuten vor Vincent Schwenk (beide LG Stadtwerke München; 1:54,71 Minuten) und Johannes Ehrhardt (LAG Mittlere Isar; 1:55,81 Minuten) den Titel.

Die 3000 Meter wurden schließlich zu einer Galavorstellung für Konstantin Wedel (LG Telis Finanz Regensburg). Der 27-Jährige glänzte im Alleingang zum Titel mit der Hallen-DM-Quali von
8:19,45 Minuten. Nick Jäger (TSV Penzberg; 8:40,13 Minuten) und Dimitrios Tsakalos (LG Stadtwerke München; 8:46,46 Minuten) rangierten mit Abstand dahinter. Bei den Frauen ging über 3000 Meter Gold an Lisa Schuster (LAC Quelle Fürth; 10:27,64 Minuten) vor Katrin Geiger (TSV Steinheim; 10:30,92 Minuten). Schneller war da schon U 20-Siegerin Emma Heckel (TSV Katzwang) in 10:15,96 Minuten vor Johanna Borris (MTV 1881 Ingolstadt; 10:50,60 Minuten) und Lea Wenniger (LAC Passau; 10:51,85 Minuten). In der männlichen U 20 zeigte sich Cross-EM-Teilnehmer Paul Feuerer (LAC Passau) bereits in starker Form und gewann in 8:46,66 Minuten vor Luk Jäger (TSV Penzberg; 8:57,76 Minuten), während Felix Gramelsberger (TSV Ainring; 9:16,58 Minuten) auf dem Bronzeplatz  einkam. Die U 18 schließlich ging bei den Mädchen an Anna Reinhart (LG Haßberge) in 10:32,16 Minuten und bei den Jungs an Illias Boukechab (LAC Quelle Fürth) in 9:25,74 Minuten.

Fünfter Rekord durch Tobias Tent

Und der Nachwuchs ist ihnen schon auf den Fersen: Die 3000 Meter in der M 15 entschied Tobias Tent (LG Stadtwerke München) in 9:35,15 Minuten für sich. Diese Leistung bedeutete den fünften Landesrekord an einem Tag. Die alte Bestmarke ist sage und schreibe 35 Jahre alt, wurde im Januar 1986 von Oliver Weingarth (DG Rödenthal) aufgestellt und betrug 9:42,99 Minuten. Die restlichen Podestplätze gingen an Vincent Schäfer (SWC Regensburg; 10,03,53 Minuten) und Julian Wagner (Sportgemeinschaft Schönau; 10:03,76 Minuten).