DM Stabhochsprung: Titel für Marec Metzger
Die Stimmung auf dem Opernplatz war dank der rund 4.000 Zuschauer auf den Tribünen und am Rande der Anlaufbahn sehr gut. Bei angenehmen Temperaturen, aber böigem Wind, gingen 14 Springer an den Start, darunter Gold-Favorit Bo Kanda Lita Baehre (Düsseldorf Athletics), der erst letzte Woche 5,90 Meter gesprungen war.
Schon bei den ersten Sprüngen zeigte sich, dass der Wind den Springern sehr stark zusetzte. Der Deutsche U23-Meister Marc Metzger überwand seine Einstiegshöhe von 5,20 Metern mühelos, ließ 5,30 Meter aus und meisterte auch 5,40 Meter im ersten Anlauf. Dass dies bereits der Sprung zu Gold sein sollte, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzusehen.
Dabei hatten sich bei 5,30 Meter schon zwei der Medaillen Favoriten verabschiedet. Titelverteidiger Gillian Ladwig (Schweriner SC) und Louis Pröbstle (MTG Mannheim) konnte ihre Einstigshöhe nicht überspringen. So das nur noch Bo Kanda Lita Baehre den Sieg von Metzger verhindern konnte. Gleich zweimal schraubte sich der Düsseldorfer scheinbar deutlich über die Latte, bevor diese dann doch noch fiel. Der Abstand zur Latte stimmte nicht und so ging auch für den Top-Favoriten kein gültiger Sprung in die Wertung ein.
Marec Metzger probierte sich anschließend noch an 5,50 Metern. Damit hätte er seinen Hausrekord egalisiert, das gelang aber diesmal noch nicht. Mit dem Titel im Gepäck konnte er das aber verschmerzen und bereitete sich sechs Tage nach seinem 22. Geburtstag selbst das schönste Geschenk.
Sein Trainer Matthias Schimmelpfennig freute sich riesig über den Erfolg. „Unser Ziel war es, um den Titel mitzuspringen“, erzählte er am Rande des Wettkampfs. „Dass es jetzt mit nur 5,40 Metern zum Titel gereicht hat, war nicht zu erwarten“, schob er nach.
Marec Metzger im Gespräch mit Leichtathletik.de
Der erste deutsche Meistertitel – unfassbar! Es ist noch mal etwas anderes, als in den Jugendklassen zu gewinnen. Ich bin einfach froh, dass ich heute zeigen konnte, was in mir steckt. Ich bin gerade ziemlich konstant, was das Springen angeht. Deshalb war ich mir auch sicher, dass ich die 5,30 Meter auslassen kann und direkt auf 5,40 Meter gehe. Ich war überzeugt von mir selbst und bin froh, dass ich es auch beweisen konnte und nicht umsonst gepokert habe. Wir hatten einen schönen Wettkampf, die Temperaturen waren super. Auf dem Steg zu springen ist grundsätzlich immer schön, der hat einen schönen "Bounce", man ist schnell. In der Stadt ist der Wind manchmal ein bisschen komisch, das hat man heute auch gesehen. Mich hat der Wind beim Einspringen auch ein bisschen beeinträchtigt, aber im Wettkampf habe ich das gut hinbekommen. Grundsätzlich finde ich solche Stege in der Stadtmitte immer unfassbar schön und freue mich jedes Mal auf solche Wettkämpfe. Glückwunsch an die anderen beiden und schade für Bo, dass es bei ihm nicht so gut geklappt hat.



