Europa-Wurf-Cup Nikosia: Gold für Helena Kopp
Aus der Trainingsgruppe von Andreas Bücheler waren Helena Kopp, Georg Harpf und Johanna Marrwitz in der deutschen Mannschaft, die sich den Sieg in der Nationenwertung holte. Aus der Trainingsgruppe von Jonas Bonewit gehörten Luisa Tremel und Florian Schmid zu dem Team. Alle starten für die LG Stadtwerke München.
Die deutsche Mannschaft erlebte am zweiten Tag des EA-Wurf-Cups einen goldenen Auftakt. Für den perfekten Start in den Sonntag sorgte die U23-Kugelstoßerin Helena Kopp. Die U23-EM-Dritte des Vorjahres holte sich mit 16,29 Metern den Sieg. Der goldene Stoß gelang ihr in der fünften Runde, wodurch sie sich von der Griechin Maria Rafailidou (16,04 m) absetzen konnte, die als einzige weitere U23-Athletin die 16-Meter-Marke übertraf.
Als letzte der vier Wurfdisziplinen ging der Hammerwurf der weiblichen U23 zu Ende. Für die DLV-Athletin Johanna Marrwitz, die in diesem Jahr erst in die Altersklasse U23 aufgestiegen ist, gingen 65,20 Meter in die Wertung ein. Damit erreichte sie Platz sechs beim Sieg der starken Schwedin Patricia Kamga mit 69,76 Metern.
Im Kugelstoßen der Männer waren zwei U23-Athleten für das deutsche Team im Einsatz: Der deutsche Hallenmeister Georg Harpf steigerte sich im letzten Durchgang auf 19,31 Meter und belegte damit Rang sechs. Er zeigte sich etwas unzufrieden mit dem Wettkampf: „Ich habe nicht das gezeigt, was eigentlich möglich ist.”
In der männlichen U23 überzeugte am Sonntag vor allem der Speerwerfer Florian Schmid. Im strömenden Regen von Nikosia warf der 20-Jährige im ersten Durchgang eine neue Bestleistung von 77,25 Metern und wurde Vierter. Wie viele andere Werfer – darunter der Sieger Jan Vyska aus Tschechien mit 79,71 Metern – beendete er den Wettkampf nach dem vierten Versuch.
Im Speerwurf der Frauen erzielte Luisa Tremel eine Weite von 54,81 Metern und belegte damit den achten Platz. Für die 23-jährige Werferin war es der erste Einsatz im Nationaltrikot bei den Erwachsenen. Im Nachwuchsbereich war sie zwar schon einmal im Nationaltrikot gestartet, damals jedoch im Hochsprung. „Auch wenn ich mir persönlich weitere Würfe erhofft hatte, bin ich stolz auf meine Leistung. Ich hatte so viel Spaß bei dem Wettkampf und kann es kaum erwarten, wieder im Nationaltrikot zu werfen!“ So kommentierte sie ihren Start.
Für alle fünf beginnt nun die Vorbereitung auf die Sommersaison. Da es für die U23-Athleten in diesem Sommer keine internationalen Meisterschaften gibt, liegt der Fokus auf der Leistungssteigerung. Im Falle von Georg Harpf geht es auch um eine mögliche Teilnahme an der Europameisterschaft der Aktiven.
Eine negative Überraschung war das Wetter. Regen und Wind verhinderten in einigen Disziplinen die Erzielung großer Weiten. Für die bayerischen Athleten weckte dies Erinnerungen an die Deutsche Winterwurfmeisterschaft in Sindelfingen, bei der es ebenfalls geregnet hatte. In Zypern waren die Bedingungen ganz anders als im vergangenen Jahr. Damals hatte Nikosia die Werferinnen und Werfer noch mit Sonnenschein und Temperaturen bis 30 Grad verwöhnt.




