Staffel Weltmeisterschaft: Tickets für WM 2027 gelöst.
Dem deutschen Mixed-Quartett gelang am Samstag über 4 x 100 Meter ein Auftakt nach Maß. Yannick Wolf, Sophia Junk (LG Rhein-Wied), Heiko Gussmann (Sprintteam Wetzlar) und Sina Kammerschmitt (MTG Mannheim) gingen gleich im ersten Rennen der World Relays an den Start. Und das Quartett konnte überzeugen. Gemäß der neuen Regeln nahmen die Männer im Team erstmals die Positionen eins und drei ein.
Yannick Wolf brachte sein Team als Startläufer in eine gute Ausgangsposition. Nach sauberen Wechseln und gelungenen Streckenabschnitten übernahm Schlussläuferin Sina Kammerschmitt das Staffelholz nahezu gleichauf mit den Niederlanden, Kanada und Nigeria. Somit kämpften noch vier Nationen um die zwei Plätze, die neben dem sicheren Finaleinzug auch die Qualifikation für die WM 2027 bedeuteten. Sina Kammerschmitt kam als Zweite ins Ziel. Mit einer starken Zielgeraden konnte sie ihre Kontrahentinnen in Schach halten. Mit 40,15 Sekunden stellte sie einen neuen Europarekord auf, erreichte Platz zwei in ihrem Lauf und zugleich die drittbeste Zeit der ersten Runde.
Für die Mixed-Staffel ging es im Finale nicht nur um eine Top-Platzierung, sondern auch um die Qualifikation für die Ultimate-WM, die im September in Budapest (Ungarn) stattfindet. Bei dieser werden ausschließlich Staffelrennen über 4 x 100 Meter und 4 x 400 Meter in der Mixed-Konkurrenz ausgetragen. Die DLV-Auswahl war mit 40,52 Sekunden nicht ganz so schnell unterwegs wie noch im Vorlauf (40,15 sec). Mit dem vierten Platz und dem Ticket nach Budapest konnten alle Beteiligten dennoch zufrieden sein. Yannick Wolf kommentierte sein Rennen wie folgt: "Der Lauf war für mich persönlich ein bisschen besser als gestern. Es war doch ein bisschen wirr mit den neuen Wechseln. Chelsea hat das aber top gemacht. Platz vier ist etwas, worauf man auf alle Fälle stolz sein kann."
Die DLV-Staffel über 4 x 400 Meter gehörte zu den Nationen, die im ersten von drei Läufen antreten mussten. Wie bereits im Vorjahr bei der WM führte Skadi Schier (SCC Berlin) das deutsche Quartett ins Rennen. Sie übergab an Jana Lakner, die sich eindrucksvoll an der Konkurrenz vorbeischob und die Führung übernahm. Auch Annkathrin Hoven (TSV Bayer 04 Leverkusen) konnte als Zweite die Qualifikationsposition gegen die stark besetzten Spanierinnen, Jamaikanerinnen und Französinnen behaupten.
Somit war es an Irina Gorr, das DLV-Team auf einem Qualifikationsplatz zu halten. Sie lief mutig an, übernahm wieder die Führung, musste jedoch am Ende die spanische Schlussläuferin Blanca Hervas ziehen lassen. Hervas machte in 3:24,44 Minuten den Sieg klar. Auf den letzten Metern ging auch Tschechiens Hallen-Weltmeisterin Lurdes Gloria Manuel noch vorbei.
Mit der starken Zeit von 3:25,76 Minuten reichte es als Vorlauf-Dritte doch noch für das Finale. Dies war auch der Startplatz bei der WM 2027. Im Finale am Sonntag war Irina Gorr erneut Schlussläuferin und brachte die DLV-Staffel auf Platz acht ins Ziel. Jana Lakner verstärkte die 4-mal-400-Meter-Mixed-Staffel.
Für die 4-mal-400-Meter-Mixed-Staffel ging es im Hoffnungslauf darum, sich doch noch die Qualifikation für die WM zu sichern. Deshalb wurde das Quartett durch Skadi Schier und Jana Lakner verstärkt. Trotz einer deutlich besseren Zeit als im Vorlauf reichte es für das deutsche Quartett nicht ganz. Jana Lakner kämpfte als Schlussläuferin um jeden Meter und lief als Dritte ins Ziel. Mit 3:12,99 Minuten fehlten nur fünf Hundertstelsekunden zum fünf Jahre alten Deutschen Rekord. Nur die ersten beiden Staffeln sicherten sich einen Startplatz für die WM.


