Georg Harpf; Jakob Lange; Bilder Theo Kiefner

26.02.2026 19:03 // Von: Theo Kiefner

Nächster Bayerischer Rekord von Harpf

Zwei Tage vor der deutschen Hallenmeisterschaft in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle verbesserte Georg Harpf (LG Stadtwerke München) seinen eigenen bayerischen U23-Rekord im Kugelstoßen erneut und setzte sich damit an die Spitze der deutschen Jahresbestenliste.

Beim Meeting am Mittwochabend in Nehvizdy (Tschechien) zeigte der 20-jährige Harpf einen starken Wettkampf. Schon im zweiten Durchgang wuchtete er die Kugel in Richtung zwanzig Meter, doch da er den Versuch nicht stehen konnte, war der Stoß ungültig. Unbeeindruckt von der starken Konkurrenz, zu der auch der Europameister Leonardo Fabbri aus Italien zählte, gelang Harpf noch ein Stoß auf 19,96 Meter. Das sind zwei Zentimeter weiter, als Xaver Hastenrath (LAV Bayer Dormagen) im Vorfeld gestoßen hatte. Die beiden sind auch in Dortmund die Favoriten auf den Titel.

 

Von der Nordischen Kombination zum Marathon

 


Während immer mehr Leichtathleten beim Wintersport Erfolge feiern – zuletzt Alexander Schaller (LG Stadtwerke München) mit Silber im Zweierbob bei Olympia –, geht Jakob Lange den umgekehrten Weg. Der ehemalige Junioren-Weltmeister in der Nordischen Kombination zeigt sich schon seit zwei Jahren bei Straßenläufen, bevorzugt bei Marathons. In Sevilla hatte er jüngst seine Bestzeit auf 2:16:40 Stunden verbessert. 

Nun verabschiedet sich der 30-Jährige komplett von der Nordischen Kombination, um sich ganz auf den Marathon zu konzentrieren und hier seine Grenzen auszutesten. Dabei startet er für den PTSV Rosenheim. „Mir hat Laufen auch als Kombinierer im Sommertraining schon immer mehr Spaß gemacht als Skirollern, und ich hatte bei den Laufwettkämpfen von Anfang an gute Erfolge“, sagt er. Sein sportliches Ziel ist realistisch: „Ich weiß, dass die Spitze noch einige Minuten weg ist. Aber ich will meine persönliche Bestzeit im Marathon bis zum Berlin-Marathon 2026 noch einmal verbessern und mich gerne unter den besten 15 Marathonläufern Deutschlands etablieren“, sagt Lange, der sich treu bleibt und auch im Laufsport seinen eigenen, selbstbestimmten Weg gehen will.