
Timur Ilik; Fabian Olbert; Jakob Nützel; Mona Mayer, Carina Beraz; Celina Kränzle; Benedikt Gstatter; Munachi Eze; Anne Granich; Isabella Tikovsky; Bilder Theo Kiefner









Süddeutsche Meisterschaft: Fünfzehn Titel und ein bayerischer Rekord
Das Wetter war ideal für alle Sprinterinnen und Sprinter: warm und nur wenig Wind. So ist es nicht verwunderlich, dass es in den Sprint- und Sprungdisziplinen gute Leistungen gab.
Männer:
Im Finale des 100-Meter-Sprints der Männer sicherte sich Fabian Olbert (Munich Athletics) mit einer Zeit von 10,40 Sekunden den Titel. Damit kommt der 25-jährige Sprinter seiner persönlichen Bestzeit immer näher. Über 200 Meter lieferten sich Lars Hieronymi (Fauerbach), Jonas Grundei (LG Stadtwerke München) und Fabian Olbert einen Dreikampf um den Titel, den Hieronymi in 21,28 Sekunden vor Grundei in 21,38 Sekunden und Olbert in 21,40 Sekunden gewann.
Nach einer längeren Verletzungspause kommt Dreispringer Benedikt von Hardenberg (LAC Quelle Fürth) mit jedem Wettkampf besser in Form. Auch wenn er erneut nur drei gültige Versuche aufweisen konnte, waren die 15,49 Meter, mit denen er den Titel gewann, eine Bestätigung des Trainings.
Den dritten Titel bei den Männern gewann Jakob Nützel (LG Neumarkt-Freystadt) im Diskuswurf. Bei seinem ersten Start in Deutschland seit dem letzten Sommer kam der 22-Jährige mit 53,88 Metern noch nicht ganz an die Weiten heran, die er bei den Studentenmeisterschaften in den USA erzielt hatte.
Bronze gewannen Simon Körber (Munich Athletics) im Hochsprung und Sandro Koinzer (DJK SV Ost Memmingen) im Kugelstoßen.
Frauen:
Drei Tage nach ihrem Saisonstart im Dante-Stadion war die 400-Meter-Läuferin Mona Mayer (Munich Athletics) auch in Koblenz nicht zu schlagen. Im vierten und letzten Zeitlauf setzte sie sich mit 53,11 Sekunden klar durch. Auch wenn Celina Kränzle (SC Vöhringen) kein Titelgewinn gelang, gehört sie aus bayerischer Sicht zu den Gewinnern der Titelkämpfe in Koblenz. Mit 11,50 Sekunden im 100-Meter-Zwischenlauf erzielte sie die schnellste Zeit bei den Frauen – und das bei leichtem Gegenwind. Im Finale wurde sie in 11,60 Sekunden Zweite. Dazu wurde sie noch Dritte über 200 Meter.
Im Hochsprung verzichtete Maryna Kovtunova (TS Herzogenaurach) nach ihrem Siegessprung von 1,78 Metern sowie einem Versuch über 1,80 Meter auf weitere Sprünge. Bronze gewann Katja Chernyi (LG Bamberg) mit übersprungenen 1,74 Metern.
Konstanz im Anlauf ist seit Längerem ein Problem für Dreispringerin Carina Beraz (LAC Quelle Fürth). Wenn die Zwanzigjährige es aber so macht wie in Koblenz, hat das keine Auswirkungen auf ihre Leistung. Im ersten Durchgang gelang ihr mit 12,66 Metern ein Sprung zur neuen persönlichen Bestleistung. Dieser reichte am Ende mit einem Zentimeter Vorsprung zum Titelgewinn.
Den vierten Titel gab es für die 4-mal-400-Meter-Staffel des TSV Gräfelfing, die sich in einem knappen Finale gegen die Startgemeinschaft Schönbuch-Nord durchsetzen konnte. Schlussläuferin Sophie Ochmann hatte einige Stunden zuvor schon Silber über 400 Meter Hürden gewonnen.
Männliche U18:
Erst letzte Woche hatte Jakob Kemminer (LAC Quelle Fürth) den bayerischen U23- und U20-Rekord über 100 Meter verbessert. Am Sonntag verbesserte sein 16-jähriger Vereinskollege Timur Ilik den bayerischen U18-Rekord von Kemminer über 200 Meter. Ein Rekord, der fast schon mit Ansage kam, so gut waren die Läufe von Ilik im Vorfeld. Bei Windstille lief er mit 21,24 Sekunden zum Sieg. Damit war er sogar schneller als der Sieger der Männer. „Jetzt ist bis zur Deutschen Meisterschaft erst einmal Wettkampfpause“, blickt er nur kurz voraus. Mit dieser Zeit liegt er auf Platz eins in Deutschland in der U18 und hat damit gute Chancen, zur Europameisterschaft nach Rieti zu fahren.
Benedikt Gstatter (LG Stadtwerke München) wurde Doppelmeister im Kugelstoßen und mit dem Diskus. Nachdem er es am Sonntagmorgen mit der Kugel noch sehr spannend gemacht hatte, gewann er schließlich mit 16,23 Metern und zwei Zentimetern Vorsprung. Im Diskuswurf sorgte er spätestens im vierten Durchgang für klare Verhältnisse. Mit einem Wurf auf 51,61 Meter war er der einzige der dreizehn Werfer, dem ein Wurf über fünfzig Meter gelang.
Fünf weitere Medaillen gab es für bayerische Athleten. Hindernisläufer Emil Oppelt (LG Sempt) bewies, dass er auch auf der Flachstrecke mithalten kann. Über 1500 Meter gewann er die Silbermedaille in persönlicher Bestzeit von 4:05,35 Minuten. Silber gab es auch für den Dreispringer Finn Döbrich (TG Kitzingen): Mit 13,64 Metern fehlten ihm nur zwölf Zentimeter zum Titel. Im Speerwurf gewann Lennart Wechsler (LG Landkreis Roth) mit einem Wurf auf 59,84 Meter Silber. Bronze ging an Daniel Herzog (TSV 1880 Wasserburg) mit einer Weite von 6,49 Metern und an Kilian Fünkner (LG Main-Spessart) im 400-Meter-Hürdenlauf.
Weibliche U18:
Auch ein schlechter Start im Finale über 100 Meter Hürden konnte Munachi Eze (LAC Quelle Fürth) nicht davon abhalten, sich in 13,62 Sekunden den Titel zu sichern. Sie erreichte die Zeit gemeinsam mit Lina Schmidt (LG Rhein-Wied). Damit blieben beide klar unter der Norm für die EM. Dritte wurde Sara Kurz (LAG Mittlere Isar) mit einer Zeit von 14,22 Sekunden.
Gerade rechtzeitig kommt Hochspringern Anne Granich (TSV Oberthulba) wieder in Form. Mit ihrer Siegeshöhe von 1,74 Metern erfüllte sie die Norm für die EM. Als dritte bayerische Athletin erfüllte Isabella Tikovsky (LG Sempt) im Zwischenlauf über 100 Meter mit einer Zeit von 11,84 Sekunden die Norm für die EM. Im Finale wurde sie Dritte.
Im Stabhochsprung gewann Laura Dirnecker (TSV 1880 Wasserburg) den Titel und ihre Teamkollegin Eva Rapolder die Bronzemedaille. Einen Doppelsieg gab es im Hammerwurf durch Milena Horbach (LG Stadtwerke München) und ihre Teamkollegin Christina Auer. Im Speerwurf gewann Alea Brunec (TV Geisenfeld) den Titel und Magdalena Heinz (SV Steinheim) die Bronzemedaille.
Sophie Garza (TSV Bad Endorf) gewann zwei Medaillen: Silber im Diskuswurf und Bronze im Kugelstoßen. Im Dreisprung sicherte sich Hannah D'Aveta (TSV 1880 Wasserburg) Silber; dies gelang auch Sita Nachbichler (TV Geisenfeld) im Weitsprung. Bronze gab es für Catherine Wehrmann (LG Oberland) über 3.000 Meter.