
Tobias Potye; Georg Harpf; Benedikt Maurer; Guggemoos; Lea Völcker; Gerhard Zorn; Bilder Theo Kiefner





Normen für EM und U20 WM
Ein Schwingboden, umringt von Tribünen und staunenden Zuschauern, mitten in der Innenstadt. Dazu noch Sommer pur – so überzeugten die Tage der Überflieger in der Essener Innenstadt mit Top-Leistungen. Lange war Tobias Potye nach einigen Verletzungen auf der Suche nach der Form, mit der er 2022 in München Vizeeuropameister wurde. Jetzt, auf dem Weg zur EM in Birmingham, ist die Form wieder da. In Essen gewann er den Wettkampf mit übersprungenen 2,30 Metern. Es war der erste Sprung über 2,30 Meter des 31-Jährigen seit zweieinhalb Jahren. Damit ist er erst der fünfte Springer, der diese Höhe in diesem Jahr übersprungen hat. Nach einem Fehlversuch über 2,32 Meter verzichtete er auf weitere Versuche. „Nun geht es vor den Deutschen Meisterschaften und Europameisterschaften wieder ins Training”, sagte er nach seinem Siegessprung.
Mit dem Schwingboden kam auch der Dreispringer Benedikt Maurer (LG Stadtwerke München) bestens zurecht. Mit seinem Sieg beim Nachwuchsspringen verbesserte er seine persönliche Bestleistung um drei Zentimeter auf 15,69 Meter und erfüllte damit erneut die Norm für die U20-WM.
Die Normen für die U18-EM konnten zudem Leo Trumpp (TSV Gräfelfing) im Stabhochsprung mit 4,80 Metern und Lea Völcker (Munich Athletics) im Hochsprung mit 1,74 Metern erfüllen.
In Schönebeck an der Elbe trafen sich die deutschen Wurfstars, darunter auch die Wurfgruppe aus München. Im Kugelstoßwettkampf gelang dem deutschen Hallenmeister Georg Harpf (LG Stadtwerke München) mit 19,98 Metern fast sein erster Zwanzigmeter-Stoß im Freien. Mit 19,98 Metern fehlte nicht mehr viel. Im Hammerwurf der Frauen übertraf Clara Hegemann (LG Stadtwerke München) mit 68,80 Metern erneut die Norm für die U20-WM.
Von der Elbe ging es für Georg Harpf an den Neckar. Auf dem Schlossplatz in Stuttgart fand ein hochklassiger Kugelstoßwettkampf statt. Dabei stießen sieben von acht Athleten die 7,26 Kilogramm schwere Kugel über zwanzig Meter weit. Dies gelang Harpf im fünften Durchgang mit 20,29 Metern. Damit erfüllte er die B-Norm für die EM.
Im Nachwuchswettkampf der weiblichen U20 konnten alle drei die Norm von 15,00 Metern für die WM übertreffen. Am weitesten konnte dieses Mal Johanna Guggemoos (LG Stadtwerke München) stoßen. Sie stellte mit 15,66 Metern eine persönliche Bestleistung auf.
Noch ein Nachtrag zum Leichtathletik-Meeting vom letzten Mittwoch im Dante-Stadion. Neben der deutschen M14-Bestleistung über 800 Meter gab es auch eine deutsche M70-Bestleistung über 100 Meter. Gerhard Zorn (TSV Vaterstetten) verbesserte die seit 18 Jahren bestehende deutsche Bestleistung von Guido Müller über 100 Meter von 12,88 Sekunden auf 12,70 Sekunden. Damit war er sogar schneller als der Europarekord von 12,75 Sekunden. Diesen kann er jedoch erst in einigen Wochen, nach seinem 70. Geburtstag, in Angriff nehmen.