Bastian Mrochen, Elias Kolar; Thom Thuley; Richard Ringer, Elias Kolar; Leander Gallenmann; Josef Diensthuber; Svenja Ojstersek; Christine Ramsauer; Klaus Rohracker; Bilder Theo Kiefner

24.03.2026 15:32 // Von: Theo Kiefner

DM Halbmarathon: Team Titel für U23 Junioren

Bei der Deutschen Halbmarathon-Meisterschaft, die im Rahmen des Mainova-Halbmarathons in Frankfurt ausgetragen wurde, gewannen die U23-Junioren der LG Telis Finanz Regensburg den Team-Titel. Tom Thuley (Munich Athletics) wurde Vizemeister.

Vor dem Deutsche Bank Park starteten über zwölftausend Läuferinnen und Läufer zu dem Halbmarathon, der im Süden der Main-Metropole entlang des Mains führte. Das Ziel befand sich im Stadion und wurde auf Höhe der Haupttribüne erreicht. Die eintausend Starter der Deutschen Meisterschaft befanden sich im ersten Startblock und konnten frei laufen. 

Trotz der Nähe waren nur wenige Top-Läuferinnen und -Läufer aus Bayern bei der Deutschen Meisterschaft am Start. Mit dem Vorjahres-Vizemeister Bastian Mrochen (LG Telis Finanz Regensburg) und dem DM-Marathon-Dritten Tom Thuley waren jedoch zwei Läufer am Start, die in den Kampf um die Medaillen eingreifen wollten. Thuley ging das Rennen offensiv an und reihte sich direkt in der Spitzengruppe ein. Diese blieb lange zusammen, erst als Richard Ringer (LC Rehlingen) zur Gruppe aufschloss und dann nach 15 Kilometern das Tempo deutlich erhöhte, teilte sie sich. Thurley und der U23-Sieger Lars Franken (LG Olympia Dortmund) konnten mit einigen Metern Abstand folgen. In 1:04:24 Stunden sicherte sich Thuley die Silbermedaille hinter Ringer, der in 1:03:26 Stunden gewann. 

Bastian Mrochen war das Rennen etwas vorsichtiger angegangen, konnte sein Tempo jedoch nicht ganz halten. Mit seinem zwölften Platz in 1:06:15 Stunden legte er die Basis für das Regensburger Team.

Elias Kolar hatte auf den ersten vier Kilometern einen besonderen „Tempomacher“. Der in München lebende Marathon-Europameister Richard Ringer nutzte die ersten Kilometer, um sich einzulaufen. Dann verschärfte er das Tempo und sicherte sich schließlich den Titel. Kolar hatte sich das Rennen gut eingeteilt und stellte mit 1:06:50 Stunden eine neue persönliche Bestzeit auf. In der U23-Wertung verpasste er die Bronzemedaille nur knapp.  Die Teamwertung gewann er zusammen mit Leander Gallenmann und Liam Parker mit acht Sekunden Vorsprung auf die LG Karlsruhe. 

Die Bronzemedaille der Regensburger Männer war eine ganz besondere Medaille, wie Kurt Ring auf der Homepage des Vereins kommentierte. Ein Novum schaffte das Männerteam mit Bastian Mrochen, Kolar und Gallemann. Sie ließen sich am Ende zeitgleich mit den Dritten aus Münster die Bronzemedaillen umhängen. „Ich bin jetzt seit fünfzig Jahren als Trainer im Geschäft und habe so ein Kuriosum nach über drei Stunden Laufzeit noch nie erlebt“, , sagte dazu Teamchef Kurt Ring.

Bei den Frauen konnte sich Kristin Debaey (Munich Athletics) mit einer deutlichen Steigerung ihrer persönlichen Bestzeit auf 1:14:52 Stunden den neunten Platz sichern. Damit war sie die einzige bayerische Läuferin in den Top Ten. Die Deutsche Marathonmeisterin Domenika Mayer (LG Telis Finanz Regensburg) gab dem Stadtlauf in Dresden, den sie gewann, den Vorzug. Ihre Teamkollegin Svenja Ojstersek lief mit 1:17:03 Stunden knapp an ihrer persönlichen Bestzeit vorbei und wurde Dreizehnte. In der Teamwertung belegten die Regensburgerinnen mit Ojstersek, Sophie Huber und Johanna Schönberger den sechsten Platz.

In der Masters-Klasse gab es für Bayern noch zwei Titel und drei Medaillen. Der schnellste bayerische Masters-Athlet war Josef Diensthuber (TSV Reischach), der in der Altersklasse M45 Vizemeister wurde. Mit einer Zeit von 1:08:51 Stunden lag er 49 Sekunden hinter dem Sieger und 3:30 Minuten vor dem Drittplatzierten. 

In der Altersklasse W55 lag Christine Ramsauer (DJK Eintracht Allersberg), die den größten Teil des Rennens zusammen mit ihrer Tochter Eva lief, lange auf dem zweiten Platz hinter Sandra Herbst von der LG Wuppertal. Erst auf den letzten fünf Kilometern konnte sich Ramsauer an die Spitze setzen und einen Vorsprung von 42 Sekunden herauslaufen. Mit einer Zeit von 1:31:57 Stunden sicherte sie sich erneut den Titel der Deutschen Meisterin.

Schnell unterwegs war auch Elina Gradl (SC Kemmern), die mit 1:21:30 Stunden Vierte in der Altersklasse W45 wurde. In der jüngeren Altersklasse W40 hätte sie damit die Silbermedaille gewonnen.

In der Altersklasse M65 sicherte sich Klaus Rohracker (LG Gendorf Wacker Burghausen) mit der sehr starken Zeit von 1:19:20 Stunden den Titel. Damit verbesserte der Triathlet den bayerischen Rekord der M65 um drei Minuten. Bronze ging an Winfried Huber (PTSV Rosenheim).