Maximilian Rath, Rath mit Trainingsgruppe; Hansjörg Kunze mit Elias Kolar bei der Siegerehrung der DM U18 über 3.000m. Bilder Theo Kiefner

03.08.2026 18:24 // Von: Theo Kiefner

Deutscher U18 Rekord für Maximilian Rath

Es waren ereignisreiche Wochen für den 17-jährigen Maximilian Rath von der LG Stadtwerke München. Am Samstagabend setzte der Vizeeuropameister über 3.000 Meter den nächsten Meilenstein seiner erfolgreichen Saison, indem er in Belgien den deutschen U18-Rekord über 5.000 Meter auf 13:57,37 Minuten verbesserte.

Das Läufermeeting im belgischen Oordegem ist bei Läuferinnen und Läufern, die schnelle Zeiten über 5.000 Meter laufen wollen, schon seit Jahren eine feste Größe. So auch an diesem Samstag, an dem 86 Läufer in vier Rennen die 5.000 Meter unter 14 Minuten liefen. Der jüngste von ihnen war Maximilian Rath, der einzige U18-Athlet im Feld der Männer und einiger U20-Athleten. 

„Die Bedingungen waren einfach optimal“, schwärmt Maximilian Rath von dem Rennen. Die Temperaturen lagen knapp unter 20 Grad, einzig die Startzeit um 22:45 Uhr war etwas spät, wie er fand. Er war im vierten Lauf eingeteilt und mit seiner Bestzeit von 14:35 Minuten der langsamste im Feld. Die Tempomacher sollten die Läufer auf eine Zeit um 13:40 Minuten führen. „Am Anfang habe ich mich weit hinten eingeordnet, da ich eine Zeit von etwa 14:10 Minuten erreichen wollte. Den deutschen Rekord von 14:20 Minuten hatte ich mir schon als Ziel gesetzt“, beschreibt er seine Herangehensweise an das Rennen.

Nach dem ersten Kilometer in 2:51 Minuten begann er, sich im Feld etwas weiter nach vorne zu orientieren. Ohne dabei schon Druck zu machen. „Bei 3.000 Metern (8:27 Minuten) war ich überrascht, wie gut es mir noch ging“, erzählt er. Auch den bei den Läufern gefürchteten vierten Kilometer konnte er noch locker laufen. „Bis dahin konnte ich immer in einer Gruppe mitlaufen. Als klar war, dass ich noch unter 14:10 Minuten laufen kann, habe ich das Tempo erhöht.“ Eingangs der letzten Runde wurde ihm klar, dass er mit einer schnellen letzten Runde sogar unter 14 Minuten laufen könnte. Er mobilisierte noch einmal all seine Kräfte. Eine 62er Schlussrunde bescherte Maximilian Rath den deutschen Rekord und eine 13er Zeit. Nebenbei hat Rath auch den bayerischen Rekord der U20 verbessert. 

Ein Rekord, der seit fast 51 Jahren Bestand hatte. Aufgestellt hatte ihn Hansjörg Kunze, der jetzige Präsident des Leichtathletik-Verbandes von Mecklenburg-Vorpommern, am 8. August 1975 in Banská Bystrica mit 14:20,2 Minuten. Der spätere Europarekordler über 5.000 Meter (13:10,40 Minuten) und Olympiadritte über diese Strecke hält noch den deutschen U18-Rekord über 3.000 Meter mit 7:56,4 Minuten. 

„Die Anreise mit neun Stunden hat sich auf jeden Fall gelohnt“, findet Rath. „Mit so einer Zeit hatte ich nicht einmal im Traum gerechnet, aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, muss man sie nutzen“, findet er.