
Tobias Ulbrich; Maximilian Zeus; Lennart Rössler; Johannes Hillebrand; Susanne Haßmüller; Wolfgang Leonhard; Bilder Theo Kiefner





Deutsche Berglaufmeisterschaft: Tobias Ulbrich läuft zum Titel.
Bei der Berglauf-DM mussten die Teilnehmer am Sonntag nicht nur 13 Kilometer mit 750 Höhenmetern bergauf und 430 Höhenmetern bergab bewältigen, sondern sich auch gegen Wind und Wetter durchsetzen. Kalter Wind und Regenschauer erschwerten ihnen die Aufgabe zusätzlich. Die Top-Läufer ließen sich davon nicht beeindrucken und absolvierten ihr Rennen wie gewohnt in hohem Tempo. Das drückte sich am Ende auch in den Abständen aus, die immer weiter auseinander lagen. Nur die Entscheidung um den Sieg war knapp.
Bei den Männern fiel die Entscheidung um den Sieg erst auf den letzten 500 Metern. Kurz vor dem Ziel auf dem Pleßberg hatte Tobias Ulbrich die frischeren Beine. Der WM-15. des vergangenen Jahres im „Vertical Running“ machte einen Rückstand von 20 Metern wett und setzte sich mit einer Zeit von 50:37 Minuten knapp vor Dominik Notz (LAV Stadtwerke Tübingen; 50:41 min) durch.
„Das Rennen war härter als gedacht. Zunächst lag ich in Führung, aber auf der Bergabpassage kam Dominik herangeflogen. Danach hat die Führung immer wieder gewechselt. Die letzten 500 Meter habe ich dann bergauf voll durchgezogen und konnte mich noch ein wenig absetzen“, sagte Ulbrich nach dem Rennen. Bronze ging mit einer Zeit von 51:43 Minuten an Maximilian Zeus (LG Telis Finanz Regensburg). „Nach den schwierigen Rennen des letzten Jahres hat es sich heute richtig gut angefühlt,“ freute sich Zeus nach dem Rennen.
Im selben Rennen wurden auch die deutschen U23-Meister sowie die Meister der Masters-Klasse ermittelt. Bei den U23-Frauen hatte Julia Rath (TSV Penzberg) nach 1:08:28 Stunden einen großen Vorsprung auf Lisa Maisch (KSG Gerlingen; 1:10:03 Stunden). Bei den U23-Junioren fiel die Entscheidung um den Sieg knapper aus. Mit einer Zeit von 53:30 Minuten gewann Arvid Lösel (LG Region Karlsruhe) vor Lennart Rössler (SC Ostheim/Rhön; 54:21 min). Rössler belegte damit im Männerfeld den elften Platz.
Die stärkste Leistung von den Bayerischen Masters zeigte Johannes Hillebrand (LG Stadtwerke München). In den ersten Gruppen mit den drei schnellsten Frauen waren mehrere Masters-Läufer dabei, die in den Altersklassen M40 und M45 um Platzierungen und den Titel kämpften. Dabei zeigte sich, dass Johannes Hillebrand auch in der M45 noch schnell ist. Mit einer Zeit von 58:27 Minuten sicherte er sich den Titel und einen Vorsprung von 13 Sekunden. Dabei nahm er auch seinem Teamkollegen Florian Pasztor sieben Sekunden ab. Pasztor wurde damit Vierter in der M40. Knapp vor Patrick Weiler (TV 1848 Coburg). Marco Sahm (LG Bamberg) sicherte sich Bronze in der M50. Silber in der M55 sicherte sich Thomas Langer (LG Allgäu), der nur von dem überragenden Läufer seiner Altersklasse, Markus Mey (Milers Colonia), bezwungen wurde. Dieser sicherte sich hier seinen fünften DM-Titel in sechs Wochen.
Die schnellste Läuferin aus Bayern war Maja Betz (SC Ostheim/Rhön), die mit einer Zeit von 1:02:16 Stunden den fünften Platz erreichte. Knapp dahinter folgte Lena Ritzel (LG Allgäu) als sechste mit einer Zeit von 1:03:31 Stunden. Natalie Rauh (LG Allgäu) lief als Neunte nach 1:06:32 Stunden ins Ziel ein. Zehnte wurde die U23-Siegerin Julia Rath.
Auch bei den Masters-Läuferinnen ging ein Titel nach Bayern. Susanne Haßmüller (SC Ostheim/Röhn) setzte sich in der Altersklasse W45 mit einer Zeit von 1:12:34 Stunden und einem Vorsprung von fast sieben Minuten durch. In der W60 fehlten Angelika Rauh (LG Allgäu) nur 14 Sekunden zum Titelgewinn. Mit einer Zeit von 1:17:44 Stunden gewann sie die Silbermedaille. In der Altersklasse W50 belegte Kerstin Lutz (TSV Burghaslach) mit einer Zeit von 1:20:06 Stunden den dritten Platz.
Die Strecke war für die Jugendlichen und Masters ab 65 Jahren 7,2 Kilometer lang. Mit dem Titelgewinn von Wolfgang Leonhard (LG Allgäu) in der Altersklasse M70 ging auch in dieser Kategorie ein Titel nach Bayern. Silber ging an Michael Wolter (SV Bergdorf-Höhn). In der M65 gewann Helmut Strobl (LG Allgäu) die Silbermedaille. Dabei trennten die ersten drei nur neun Sekunden.