© Ulrike Mayer-Tancic, Jelena Tancic

16.04.2026 07:47 // Von: Ulrike Mayer-Tancic

BLV Laufseminar Algund vom 9.-12. April 2026

Mit großen Trainingstaschen und reichlicher Schuhauswahl, gerüstet für alle Wettersituationen, reisten am Donnerstag nach Ostern 19 motivierte Läuferinnen und Läufer zum Seminar des BLV in Algund/Südtirol an.

Zum Glück konnten die Regenjacken unbenutzt in den Taschen bleiben, denn wir hatten sommerliches Wetter mit strahlendem Sonnenschein an den 4 Tagen des Seminars. Nach einer lustigen Kennenlernrunde und einem Aufwärmbingo mit weiteren Infos zum besseren Kennenlernen, gab es am ersten Tag, zur Einstimmung auf die vielen Höhenmetern einen speziellen Ostereierlauf durch die Apfelplantagen.

 

50 präparierte Ostereier wurden während des Laufes versteckt und jedes einzelne war mit einem Zettel beklebt, der eine Aufgabe aus der Laufschule, eine Sprint- oder Athletikeinheit zu bieten hatte. So blieb es nicht nur bei der Laufrunde sondern bis hin zu Einbeinkniebeugen war alles dabei. Und zur Überraschung der Teilnehmer ging es gleich von der Pension weg ordentlich bergan. Da kam bei den sommerlichen Temperaturen auch mal eine kurze Laufpause ganz recht. Die eigentliche Überraschung kam nach der Ankunft bei der Pension, denn dann durften die aufklappbaren Eier geöffnet werden und je nach Inhalt wurden Punkte vergeben und die Sieger dieser Osterlaufeinheit ermittelt.

 

Nachdem die Läuferbeine am Vortag auf die vielen Höhenmeter der kommenden Tage eingestimmt worden waren, startete früh um 7 Uhr morgens am Freitag der legendäre Lauf zum Partschinser Wasserfall. Wie auch in den kommenden Tagen bleibt mit einer großen Läufergruppe auch gar nichts anderes übrig als früh loszulegen, denn tagsüber sind die wunderschönen aber schmalen Waalwege um Algund stark frequentiert. Unsere Strecke hinwärts führte durch blühende Apfelplantagen, durch die steilen Straßen von Partschins über einen kleinen, steilen und durchaus anspruchsvollen Pfad hoch zum Wasserfall. Das letzte Stück über die Rampe ist der persönliche Zieleinlauf eines jeden, der von den bereits oben Eingetroffenen ordentlich angefeuert wird. Der Wasserfall präsentierte sich prall gefüllt und in strahlendem Sonnenschein und jeder durfte mehrere tiefe Züge der heilenden Luft inhalieren, bevor es über den naturbelassenen Partschinser Waalweg heimging.

 

Nach diesem anstrengenden und langen Lauf stand zur Erholung ein Stadtrundgang mit Marktbesuch in Meran auf dem Programm, bevor es nachmittags mit Teamlaufspielen auf der Anhöhe bei der Pension weiterging – atemberaubende Ausblicke inklusive. Und da auch Läufer Arme haben, durften alle die mitgebrachten Hanteln für eine ausdauernde Einheit auspacken.

 

Am dritten Tag gab es zum Beine ausschütteln einen Frühstückslauf auf dem Algunder Waalweg inklusive steilem Anstieg zu einem wunderschönen Aussichtspunkt mit kleiner Kapelle. Auch diese Einstimmung für die Beine war geplant, denn schon vormittags ging es über kleine Pfade und Serpentinen viele Höhenmeter hinauf nach Vellau, wo sich Sessellift und Korblift treffen, die bei uns aber natürlich nicht zum Einsatz kamen, nur sehnsuchtsvoll begutachtet wurden. Die Berglaufmedaille für jeden Teilnehmer war in diesem Jahr ein kleines Küken am Goldband, leicht und gut mitzunehmen.

 

Bergab durfte jeder – so wie auf allen Strecken – in seinem Tempo laufen. Die Augen mussten dabei auch auf diesem kleinen Weg meist am Boden bleiben, denn alle Wege sind sehr anspruchsvolle Trailpfade. Dafür entschädigte aber die Pause beim Buschenschank mit Stärkung und grandiosem Ausblick auf schneebedeckte Berge und das Talpanorama.

 

Nach so vielen Laufkilometern widmeten wir uns nachmittags nach ein paar Staffelläufen, einer Einheit zur Mobilisation und Dehnung sowie einer angeleiteten Entspannung mit PMR und probierten alle möglichen Varianten der mitgebrachten Blackrolls aus. Auch neue Triggerpunktbehandlungen wurden vorgestellt. Nach so viel Training schaffte fast jeder am Abend die riesigen Portionen des Berggasthauses.

 

Viele mögen ihn am liebsten: den Marlinger Genuss-Waalweg. Auf diesem legten wir Sonntag früh eine lange Wendestrecke zurück. An Wasserrädern vorbei, durch Buschenschänke mittendurch und auch hier wieder nicht etwa flach sondern gespickt mit vielen kleinen An- und Abstiegen, aber auch mit einem grandiosen Ausblick nach unten auf Meran und nach weit oben auf die kleine Kapelle von Vellau, unserem Vortagesziel.

 

Dehnen-Packen-Heimfahrt. Schon waren vier wundervolle Tage vorbei.

Wir freuen uns jetzt schon auf die Teilnehmer im nächsten Jahr und vielleicht ist ja der ein oder andere Wiederholungstäter dabei, das wäre doch toll!