BM-Hallenmehrkampf: Gute Leistungen beim Nachwuchs wecken Hoffnungen
Das stellte die Organisatoren des LAC Quelle Fürth und die Kampfrichter aus dem Bezirk vor eine große Herausforderung. Neben den 35 Kampfrichtern waren an beiden Tagen auch noch zwanzig Helfer nötig, um reibungslose Wettkämpfe zu ermöglichen. „Wir konnten nicht alle Athleten der jüngeren Altersklassen zulassen, sonst wäre kein geordneter Wettkampf mehr möglich gewesen“, erklärt Stefan Wimmer, Teamleiter Mehrkampf im BLV.
„Die Leistungen waren insgesamt gut, wobei Leonie Schmid (LG Sempt), Julian Burghardt (MTV Ingolstadt) und Jakob Sand (TSV 1860 Ansbach) herausstachen“, ordnete Wimmer die Ergebnisse im Nachwuchsbereich ein. „Insgesamt war es eine gute Veranstaltung mit für den Winter schon guten Leistungen“, zeigte er sich mit der Entwicklung im Mehrkampf zufrieden.
Aus Sicht der Gastgeber vom LAC Quelle Fürth war der Fünfkampf der Frauen das beste Ergebnis. Hier konnte sich die zwanzigjährige Kaya Russler über ihren ersten Titel bei den Frauen freuen. Den Ausschlag gaben vor allem ihre Leistungen im Hochsprung mit 1,72 Metern und im Weitsprung mit 5,89 Metern. Mit 3.820 Punkten stellte sie im Hallenfünfkampf eine neue persönliche Bestleistung auf. Damit hatte sie 223 Punkte Vorsprung auf die Vizemeisterin Hannah Wittmann (LG Telis Finanz Regensburg).
Im Siebenkampf der Männer setzte sich Filip Hofmann (TSV Gräfelfing) mit 4.734 Punkten klar gegen seinen Vereinskollegen Alberto Lafuente durch.
Julian Burghardt hatte bereits bei der Deutschen Hallenmehrkampf-Meisterschaft gezeigt, dass er derzeit in sehr guter Form ist. An den beiden Tagen war er in fünf Disziplinen der beste U20-Athlet. Mit 5.084 Punkten hatte er über 300 Punkte Vorsprung auf Maximilian Ertl (LG Sempt), der ein Trio anführte, das um die beiden verbleibenden Medaillen kämpfte. Dritter wurde Donatus Olowookere (LG Zusam), der im Hochsprung überzeugen konnte.
Beim Fünfkampf der U20 war Leonie Schmid eine Klasse für sich: Sie gewann alle fünf Einzelwettbewerbe und hatte mit 3.712 Punkten einen Vorsprung von über 500 Punkten auf die Konkurrenz. „Endlich hat sie auch mal gezeigt, dass sie gut 800 Meter laufen kann“, freute sich Wimmer speziell über die Laufleistung. Mit dieser Punktzahl ist Schmid in der deutschen Jahresbestenliste auf Platz fünf nach vorne gerückt.
Der 15-jährige Jakob Sand zeigte im Siebenkampf der U18, dass er auch auf nationaler Ebene mithalten kann. Das Trainergespann in Ansbach hatte sich schon früh in der Saison darauf festgelegt, nur einen Mehrkampf in der Hallensaison zu bestreiten: die Bayerische Meisterschaft. Mit seinen 4.939 Punkten ordnet sich Sand national auf dem sechsten Platz ein. Die starke Konkurrenz mit Elias Henne und Matteo Schwaiger (beide vom TSV Gräfelfing) konnte da nicht mithalten.
Den Fünfkampf der U18 gewann Karen Wüstenfeld (LG Stadtwerke München) mit guten 3.354 Punkten vor Sita Nachbichler (TV Geisenfeld).
Bei den Vierkämpfen der U16 waren die Abstände an der Spitze zum Teil sehr gering. In der Altersklasse M15 trennten den Sieger Colin Heimerl (LG Stadtwerke München) und den Vizemeister Karl Busch (LG Fichtelgebirge) nur elf Punkte. Das war der geringste Abstand an diesem Wochenende. In der W15 betrug der Vorsprung, mit dem Evi Kummer (TSV Bad Endorf) den Titel vor Marie Weinberger (LG Donau-Ries) gewann, nur 20 Punkte. Sieger der M14 wurde Moritz Sprinzing (ASV Ortenburg), bei der W14 setzte sich Valentina Ascherl (TV Bad Kötzting) gegen die bayerische 60-Meter-Meisterin Emma Scharf (TB Jahn Wiesau) durch.




