Eni Kuske; Georg Harpf; Marec Metzger; Magdalena Helfer; Julian Klein; Donatus Olowookere; Liam Parker; Emma Plöchinger; Pia Siedler; Lennard Wechsler; Bilder Theo Kiefner

21.07.2026 15:01 // Von: Theo Kiefner

Bayerische Meisterschaft U23 und U20

Bei den Bayerischen Meisterschaften im Aichacher Josef-Bestler-Stadion gab es eine rege Beteiligung. Und das, obwohl der Termin zwischen den Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid lag. Deshalb fehlten einige der Top-Athleten. Trotzdem gab es in beiden Altersklassen einige herausragende Ergebnisse, beispielsweise im Stabhochsprung von Marec Metzger (TSV Gräfelfing), im Kugelstoßen von Georg Harpf (LG Stadtwerke München) sowie in der U20 über 400 Meter von Eni Kuske (TSV Zirndorf).

Wer vor den Meisterschaften die Wetterprognosen für Aichach angesehen hatte, musste mit schwierigen Bedingungen rechnen. Glücklicherweise gab es an den beiden Tagen nur einen kurzen Regenschauer, der die Wettkämpfe kaum beeinträchtigte. Die Organisation der LG Aichach-Rehling um Gisela Regele und die 85 Helfer aus den drei Vereinen TSV Aichach, LC Aichach und TSV Rehling sorgte nicht nur für eine gute Abwicklung der Meisterschaft, sondern auch für eine gute Verpflegung.    

 

U23:

 

Mit Georg Harpf und Marec Metzger waren bei der U23 zwei Athleten am Start, die bei der Deutschen Meisterschaft am Wochenende in Wattenscheid beziehungsweise in Hannover ganz vorne mit dabei sein wollen.

Georg Harpf sicherte sich im Winter den deutschen Meistertitel in der Halle. In den letzten Wochen hat der 21-Jährige mit der 7,26 Kilogramm schweren Kugel bereits die 20-Meter-Marke übertroffen. Damit gehört er in Wattenscheid zu den Titelanwärtern. In Aichach musste er auf dem Nebenplatz stoßen, sodass nur wenige Zuschauer seinen Wettkampf verfolgten. Den gewann er mit dem ersten Stoß auf gute 19,35 Meter. Nahe kam ihm dabei nur sein Trainingspartner Leonhard Jäger, der Tiroler wuchtete die Kugel außer Konkurrenz auf 18,59 Meter.

Als Marec Metzger nach dem Einspringen zum ersten Mal nach seinem Stab griff, war er der einzige Springer im Wettkampf. Somit war er bereits nach der übersprungenen Einstiegshöhe von 5,10 Metern Bayerischer Meister. Nachdem er mit 5,45 Metern seine persönliche Bestleistung eingestellt hatte, ließ er die bayerische U23-Rekordhöhe von 5,55 Metern auflegen. An diesem Tag klappte es jedoch noch nicht. Wichtiger wäre es am Donnerstag in Hannover, wo die Deutschen Meisterschaften im Rahmen der Finals ausgetragen werden.

Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern gab es im Sprint einen Doppelsieg. Bei den Männern waren es sogar die ersten beiden, die sich über 100 Meter und 200 Meter durchsetzen konnten. Den Titel gewann Jonas Grundei (LG Stadtwerke München) vor seinem Teamkollegen Roland Somogyi, der auf beiden Strecken seine persönliche Bestzeit verbesserte. Bei den Frauen sicherte sich Magdalena Helfer (SWC Regensburg) die beiden Titel.

 

U20:

 

Überraschend viele U18-Athletinnen und -Athleten waren in den Starterfeldern der U20 vertreten und kämpften auch um Titel und Medaillen. Und das, obwohl neun Bayern bei der U18-EM waren. Von den zehn für die U20-Weltmeisterschaft nominierten Bayern waren drei in Aichach am Start. Dabei ging nur Eni Kuske über ihre Spezialdisziplin an den Start.

Auf der Rundbahn zeigte sie mit einem starken Rennen, dass sie zurecht bei der U20-Weltmeisterschaft im Einzel startet. Sie gewann den 400-Meter-Titel in 53,44 Sekunden vor Pia Siedler (VfL Buchloe) in 55,27 Sekunden.

Siedler gewann bei der Meisterschaft zudem die Titel über 200 Meter und im Weitsprung, wobei sie eine persönliche Bestleistung von 6,06 Metern erreichte. Auch bei den Männern gab es eine starke neue persönliche Bestleistung: Donatus Olowookere (LG Zusam) steigerte sich im letzten Durchgang auf 7,31 Meter.

Der Berchtesgadener Bobfahrer Julian Klein (LG Landkreis Roth) überraschte die 100-Meter-Sprinter. Der Junioren-Vizeweltmeister im Bobfahren steigerte im Finale seine persönliche Bestzeit auf 10,73 Sekunden und gewann damit den Titel vor Dominik Spiegel (SV Ruhpolding). 

Im 200-Meter-Finale stellten die ersten drei neue persönliche Bestzeiten auf. Amir Bilal Chaib Cuti (TSV Marktoberdorf) war mit 21,65 Sekunden dabei mit Abstand am schnellsten. Ein gelungener Unterdistanz-Test für den deutschen Vizemeister über 400 Meter. Zweiter wurde Moritz Meske (TSV Ismaning) in 22,22 Sekunden. Meske gewann zudem den Titel über 400 Meter in persönlicher Bestzeit von 48,72 Sekunden.

Den 100-Meter-Titel bei den Frauen gewann Emma Plöchinger (LAC Passau) in persönlicher Bestzeit von 11,79 Sekunden vor der 16-jährigen Hürdensprinterin Munachi Eze (LAC Quelle Fürth).

Liam Parker (LG Telis Finanz Regensburg) und Antonia Kräußlich (TSV Bad Rodach) sicherten sich die Titel über 1.500 Meter beziehungsweise 3.000 Meter. Dabei stellten beide über die 3.000 Meter neue persönliche Bestzeiten auf. Kräußlich blieb mit 9:59,63 Minuten erstmals unter 10 Minuten, während Parker sich auf 8:39,01 Minuten steigerte.

Im Speerwurf sorgte Lennard Wechsler (LG Landkreis Roth) mit seinem Sieg und einer Weite von 62,02 Metern für eine Überraschung. Vor zwei Wochen gewann er bei der U18-Deutschen Meisterschaft Bronze und steigerte seine persönliche Bestleistung mit dem 700-Gramm-Speer auf 64,09 Meter. Nun blieb er mit dem 800 Gramm schweren Speer nur zwei Meter unter dieser Weite. 

Im Stabhochsprung gingen beide Titel an den TSV Gräfelfing. Dabei stellte Leo Trumpp mit 4,80 Metern seine persönliche Bestleistung ein und Katja Riedl steigerte ihre persönliche Bestleistung um fünf Zentimeter auf 3,95 Meter. 

Mit Ausnahme des Speerwurfs gingen die Langwürfe etwas unter, da der Diskuswurf auf einem Nebenplatz und der Hammerwurf in Augsburg ausgetragen wurde.