Große Leistungsdichte bei der Mehrkampfmeisterschaft
An erster Stelle ist hier der Neunkampf der M15 zu nennen. Hier lieferten sich Luis Karl Busch (LG Fichtelgebirge) und Colin Heimerl (LG Stadtwerke München) einen engen Kampf um den Titel. Beide haben sehr unterschiedliche Stärken und Schwächen. Während Busch im Hochsprung mit einer Höhe von 1,79 Metern glänzte, war es Heimerl, der den Speer 52,07 Meter weit warf. Mit 5.226 Punkten sicherte sich Busch schließlich den Titel vor Heimerl mit 5.148 Punkten. Damit blieben beide weit über der Kadernorm von 5.000 Punkten.
In der Altersklasse M14 legte Richard Pertler (TSV Unterhaching) mit starken Leistungen im 80-Meter-Hürdenlauf (12,26 Sekunden) und im Stabhochsprung (3,20 Meter) den Grundstein für seinen Sieg. Damit sicherte er sich den Titel mit 4.607 Punkten vor dem Lokalmatador Samuel Kaluza (MTV 1862 Pfaffenhofen), der 4.408 Punkte erreichte..
Beim Siebenkampf der W15 war es die Leistungsdichte, die Landestrainer Stefan Wimmer beeindruckte: „Drei Athletinnen, die so dicht beieinander liegen, haben wir selten.“ Dabei lobte er vor allem die ersten beiden. Lenja Wolf (LA-Team Alzenau) und Klara Schlemer (TSV Bad Endorf) für ihr gutes Niveau in fast allen Disziplinen. Herausragend waren dabei Wolfs 1,61 Meter im Hochsprung und Schlemers 100-Meter-Zeit, wenngleich dabei der Wind zu stark von hinten blies. Den Titel gewann Wolf mit 3.716 Punkten vor Schlemer mit 3.676 Punkten, knapp dahinter folgte Marie Weinberger (LG Donau-Ries) mit 3.643 Punkten.
Im Siebenkampf der W14 erfüllten drei Athletinnen die Norm für die Deutschen Mehrkampfmeisterschaften in Hannover. Trotzdem gab es mit Bella Mann (LG Sempt) eine überragende Athletin. Mit 3.708 Punkten blieb sie nur acht Punkte hinter der W15-Meisterin Lenja Wolf zurück. Zum bayerischen Rekord der W14 ihrer Vereinskollegin Sophie Gröninger (3.781 Punkte) fehlte auch nicht viel. Besonders gut waren bei ihr die Sprints und der Weitsprung mit 5,59 Metern. Martina Scuritti (TS Herzogenaurach) und Romy Dagtekin (TSV Unterhaching) trennen auf den Plätzen zwei und drei nur fünf Punkte.
Beim Siebenkampf der U18 war eine der bayerischen Top-Athletinnen am Start. Nach längerer Zeit absolvierte Enea Kujath (TV Geisenfeld) wieder einen Mehrkampf. Die deutsche U16-Meisterin von 2024 über 300 Meter zeigte einen starken Mehrkampf mit Leistungen von 14,02 Sekunden über 100 Meter Hürden und 25,36 Sekunden über 200 Meter. Damit erreichte sie 5.085 Punkte und gewann überlegen vor ihrer Teamkollegin Sina Nachbichler.
Den Zehnkampf der U18 gewann Franz Georg Weber (TSV 1899 Partenkirchen) mit guten 6.379 Punkten vor Daniel Herzog (TSV 1880 Wasserburg).
Blockwettkämpfe U16
In den Blockwettkämpfen der U16 wurden die Titel in den Blöcken Sprint/Sprung, Lauf und Wurf ermittelt. Während es bei der weiblichen Jugend sehr große Teilnehmerfelder gab, waren es bei der männlichen Jugend zum Teil sehr kleine.
Sprint/Sprung
In der Altersklasse W15 war es ein enger Zweikampf um den Titel. Nachdem Emma Lautner (TuS Feuchtwangen) und Vivien Keller (TSV Unterhaching) nach 100 Metern zeitgleich mit 12,90 Sekunden das Ziel erreicht hatten, wechselten die Führungen mehrfach. Letztlich sammelte Lautner 2.645 Punkte und damit zehn mehr als Keller. Damit sicherte sie sich den Titel.
In der W14 konnte sich mit Lotta Fröhlich eine weitere starke Athletin des TV Geisenfeld den Titel sichern. Mit 2.644 Punkten überzeugte sie voll und ganz.
Ein guter Speerwurf mit 40,43 Metern machte bei der M15 den entscheidenden Unterschied zugunsten von Theo Kottmann (LG Stadtwerke München), der sich mit 2.925 Punkten den Titel sicherte.
In der M14 war es letztlich der gute Speerwurf von Paul Schwarzmeier (LAC Passau) auf 41,67 Meter, der ihm mit 2.794 Punkten den Titel vor Moritz Sprinzing (ASV Ortenburg) sicherte.
Lauf
Mit 37 Starterinnen war die Altersklasse W15 am stärksten besetzt. Es war ein enger Wettkampf, bei dem vier Athletinnen gute Chancen auf den Titel hatten. Den gewann am Ende Magdalena Kroiß (TG Kitzingen) nicht nur wegen ihres schnellen 2.000-Meter-Laufs in 7:08,83 Minuten, sondern auch wegen ihrer 44 Meter im Ballwurf. Angelina Völker (LG Stadtwerke München) wurde mit vier Punkten Vorsprung Zweite vor Alia Belouazza (TSV 1860 Mühldorf).
Obwohl der 2000-Meter-Lauf nicht zu den Stärken von Valentina Ascherl (TV Bad Kötzting) gehört, gewann sie bei der W14 den Titel vor ihrer Teamkollegin Laura Schmidt. Ascherl war in den beiden Sprintdisziplinen und im Weitsprung klar vorne.
Etwas anders sah es bei der M15 aus. Hier waren es die schnellen 2.000 Meter, mit denen sich Marlon Pabst (LAZ Obernburg-Miltenberg) den Vorsprung auf Dominik Reisch (LAG Mittlere Isar) sicherte.
In der Altersklasse M14 sicherte sich Dario Guillen Velazquez (SV Lohhof) mit 2.426 Punkten den Titel.
Wurf
In der Altersklasse W15 war Jule Wechsler (LG Landkreis Roth) nicht zu schlagen. Sie ist einfach zu gut im Kugelstoßen und im Diskuswurf. Mit 2.691 Punkten hatte sie über zweihundert Punkte Vorsprung.
In der Altersklasse W14 trennten die Siegerin Isabella Garza (TSV Bad Endorf) mit 2.332 Punkten und die Vizemeisterin Lea Rukavina (Kirchheimer SC) nur 14 Punkte.
Andreas Gesell (LG Fichtelgebirge) leistete sich bei der M15 lediglich über die 80-Meter-Hürden einen Ausrutscher, ansonsten holte er sich mit 2.906 Punkten einen großen Vorsprung.
In der M14 konnte sich Moritz Dollinger (LAC Passau) mit 2.723 Punkten den Titel sichern.




