
Die Sieger der Laufs. Links die Bayerischen Meister; Anian Rottmüller; Sierehrung Frauen; Florian Schmid; Sierehrung Männer; Julia Mangs; Florian Spötzl; Ludwig Lang; BLV-Vizepräsident Willi Wahl mit den ältesten Teilnehmern Elli-Karin Mai und Franz Stümpfle; Bild 1 SC Anger; Bilder 2-9 Dieter Claus








BM Berglauf: Medaillenregen für die Rosenheimer
Die Stoißeralm ist im Sommer eigentlich für ihren wöchentlichen Radlerstammtisch bekannt – am vergangenen Samstag wurde sie jedoch zum Stammtisch der bayerischen Bergläuferinnen und Bergläufer. Rund 200 begeisterte Langstreckenläuferinnen und -läufer starteten um 14 Uhr zum sieben Kilometer langen Berglauf, der auf einem befestigten Forstweg hinauf zur 670 Meter höher gelegenen Alm führte. Die ersten vier Kilometer erinnerten eher an einen Landschaftslauf und boten insbesondere Straßenläufern gute Möglichkeiten. Die entscheidenden Höhenmeter warteten jedoch auf den letzten Kilometern.
Im Wettbewerb der Männer setzte sich zunächst ein Trio mit Alexander Brandner (WSV Bischofshofen), Anian Rottmüller (PTSV Rosenheim) und Michael Laur (LG Allgäu) deutlich vom Feld ab. Später erhöhte der spätere Tagessieger Alexander Brandner jedoch das Tempo und konnte sich entscheidend lösen. „Ich habe dann geschaut, dass der Laur nicht mehr rankommt. Ich wollte unbedingt einmal Bayerischer Meister am Berg werden“, berichtete Anian Rottmüller nach dem Rennen. Dieses Ziel erfüllte sich für ihn nach 32:56 Minuten. Rund 30 Sekunden später überschritt Michael Laur die Ziellinie. Sein Fazit: „Eigentlich liegt mir so eine Strecke, aber ich habe mehrere Monate nichts mehr gemacht. Deshalb bin ich super zufrieden.“
Sind das die zukünftigen Sieger im Berglauf? In der MJU18 beziehungsweise MJU20 sicherten sich Georg Eicher (SC Weißbach) und Florian Schmidt (PTSV Rosenheim) die bayerischen Titel im Berglauf 2026. Der erst 16-jährige Eicher erreichte nach 35:18 Minuten mit dem 13. Gesamtplatz das Ziel. Noch stärker präsentierte sich der 17-jährige Florian Schmidt, der mit 34:10 Minuten Gesamtsechster wurde. Selbst erfahrene Bergläufer wie Alexander Hirschberg (LG Allgäu) und der mehrfache Bayerische Meister Michael Eder (PTSV Rosenheim) mussten sich hinter ihm einreihen. „Das Anfeuern der Leute am Streckenrand hat mich zusätzlich motiviert, noch einmal Gas zu geben“, erzählte der Gymnasiast, der dem PTSV Rosenheim auch künftig treu bleiben möchte. Mit Florian Spötzl als Sieger der M40 und gleichzeitig Viertem der Gesamtwertung gewann der PTSV Rosenheim überlegen die Mannschaftswertung. Die Dominanz der Rosenheimer zeigte sich zudem in zahlreichen Klassensiegen. So verwies etwa Winfried Huber in der M65 den mehrfachen Deutschen Meister Helmut Strobl (LG Allgäu) auf Rang zwei. Ludwig Lang (SVG Ruhstorf/Rott) sicherte sich souverän den Titel in der M70.
Dass die Dachmarke Germany Athletics mit den Franconia Athletics und Munich Athletics inzwischen auch in Bayern leistungsstarke Kaderschmieden etabliert hat, wurde bei diesen Meisterschaften eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Mit Kirsten de Baey-Ruszin wurde dies bei diesen Bayerischen Meisterschaften eindrucksvoll demonstriert. Die 35-Jährige lief eigentlich in diesem Bergrennen gegen die Läufer. Nach 34:41 Minuten setzte sie einen neuen Streckenrekord, ließ die Konkurrentinnen fast drei Minuten hinter sich und belegte im Gesamtfeld den 10. Rang. Als nächste Ziele hat sie sich den Mont Blanc-Marathon in Chamonix sowie später den Jungfraumarathon vorgenommen. „Es war schön, mal wieder von der Straße in die Berge zu kommen. Das war ein richtig guter Einstieg und genau mein Profil“, sagte sie nach ihrem Sieg.
Auf den weiteren Podestplätzen folgten Karin Hahn (SV Ruhpolding) und Julia Mangs (SC Anger). Die Frauen des PTSV Rosenheim wollten in der Teamwertung den Männern offenbar in nichts nachstehen: Elisabeth Knott, Irmi Hobmaier, Agnieszka Glomb, Hanna Hampel, Sarah Marek und Theresa Zahorka trugen maßgeblich zum Medaillenregen des Vereins bei.
Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums des Stoißeralm-Berglaufs überreichte BLV-Vizepräsident Willi Wahl in seiner Laudatio einen bayerischen Löwen aus Porzellan an Wolfgang Klinger vom SC Anger.