
Denise Uphoff, Nina Bauch, Annika Just; Maximilian Achhammer, Karl Gattinger; Tilo Traue; Jonas Grundei, Fabian Olbert; Daryl Ndasi; Sebastian Hetzner; Julian Rylke; Teresa Siebachmeyer, Sara Kurz; Bild 5 David Kantzog; Bilder Theo Kiefner







Südbayerische Meisterschaft: Schnelle Zeiten auf der Rundbahn
Wie immer bei Hallenmeisterschaften richtet sich der Blick vor allem auf die Sprintdisziplinen. Und dieses Jahr umso mehr, da mit Munich Athletics zum ersten Mal seit Jahren eine ernsthafte Konkurrenz für die LG Stadtwerke München am Start war. Die gesamte Trainingsgruppe von Michael Ehrenreich war zu dem neuen Münchner Verein gewechselt und hatte sogar noch Verstärkung erhalten.
Bei den Männern konnten die Sprinter der LG Stadtwerke München klar dominieren. Überraschend war auch der Sieg von Jonas Grundei über 60 Meter. In seinem ersten Start im Münchner Trikot setzte er sich ganz knapp gegen den Favoriten Fabian Olbert durch. Die schnellste Zeit über 60 Meter hatte Maximilian Achhammer (LG Stadtwerke München) im Zwischenlauf mit 6,82 Sekunden erzielt. Er verzichtete jedoch auf das Finale, um sich auf die 200 Meter vorzubereiten.
Hier lieferte er sich einen harten Kampf mit seinem Teamkollegen Karl Gattinger und steigerte seine persönliche Bestzeit auf 21,21 Sekunden. Damit hat er ebenso wie Gattinger, der 21,29 Sekunden lief, gute Chancen, bei der Hallen-DM in Dortmund ins Finale zu kommen.
Auch auf den zwei Hallenrunden waren die Sprinter der LG Stadtwerke eine Klasse für sich. Thilo Traue und Sebastian Kottmann trieben sich zu neuen persönlichen Bestzeiten von 47,24 bzw. 47,79 Sekunden. „Ich bin einfach zu schnell angelaufen“, ärgerte sich Traue trotz der guten Zeit etwas über die verpasste Chance, eine Zeit unter 46 Sekunden zu erreichen.
Bei den Frauen sah es ganz anders aus: Hier waren die Sprinterinnen von Munich Athletics auf den Sieg abonniert. Das begann schon mit dem 60-Meter-Hürdenlauf. Daryl Ndasi ist gerade erst in die U20 aufgerückt und damit auch bei Meisterschaften der Frauen startberechtigt. Mit guten 8,51 Sekunden setzte sie sich gegen Ramona Schneider (TSV Schleißheim) durch, die mit 8,58 Sekunden dagegenhielt.
In den 60-Meter-Vorläufen zeigte sich, dass einzig Nina Bauch (LG Augsburg) mit den schnellen Sprinterinnen von Munich Athletics mithalten kann. Im Finale setzte sich Annika Just mit einer persönlichen Bestzeit von 7,45 Sekunden gegen ihre Teamkollegin Denise Uphoff (7,47 s) und Nina Bauch (7,52 s) durch.
Diese Dominanz zeigte sich auch bei den 200 Metern. Hier war es Svenja Pfetsch, die auf das 60-Meter-Finale verzichtet hatte, die sich mit starken 23,90 Sekunden den Titel vor Uphoff und Bauch sicherte.
Eigentlich ist es keine Überraschung, wenn der amtierende Deutsche Crossmeister den Titel über 3000 Meter gewinnt. Im Fall von Thomas Kotissek (LG Allgäu) sieht es jedoch anders aus. Im November hat er den Titel in der Altersklasse M45 gewonnen und ist in die M50 aufgerückt. Jetzt gewinnt er den Titel bei den Männern in der Halle in 8:56,33 Minuten und verbessert dabei den bayerischen M50-Rekord von Reinhard Leibold (LAC Quelle Fürth) um neun Sekunden.
Bei den Titelkämpfen der U20 und U18 setzten sich im Sprint die Favoriten durch. Bei der U20 holte sich Daryl Ndasi neben dem Titel über 60 Meter Hürden auch noch den über 200 Meter. Die 60 Meter gewann Emma Plöchinger (LAC Passau) in 6,64 Sekunden vor Isabel Bormann (TSV Marktoberdorf) in 6,66 Sekunden. Bei der U18 gingen die Sprinttitel an Sara Kurz (LAG Mittlere Isar) über 60 Meter und an Teresa Siebachmeyer (LG Stadtwerke München) über 200 Meter. Dabei stellten beide persönliche Bestleistungen auf.
Sebastian Hetzner (LAC Passau) wurde in der U20 seiner Favoritenstellung voll gerecht. Er sicherte sich den Titel über 60 Meter in 6,89 Sekunden und über 200 Meter in 21,86 Sekunden. In der U18 war es Julian Rylke (LG Würm Athletik), der sich die Titel in 6,99 Sekunden bzw. 22,08 Sekunden sicherte.
Die 800 Meter der M14 gehörten zu den letzten Wettbewerben der Meisterschaft. Hier lief Finn Großer (TV Emmering) das Rennen von der Spitze weg und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Mit 2:06,53 Minuten verbesserte er den bayerischen Rekord der M14 von Simon Nüß.