
Franconia Athletics; LG Stadtwerke München 4x400m; 3x1000m U23; Frauen; TSV Gräfelfing; LG Stadtwerke München U20 Mixed; SWC Regensburg; LG Würm Athletik; LG Main-Spessart; Skivereinigung Amberg; Bilder Theo Kiefner









DM Langstaffel: Drei Titel bei Männer und Junioren
Über 4 x 400 Meter hatte das Quartett der LG Stadtwerke München noch eine Rechnung offen. Bei den Titelkämpfen vor einem Jahr auf der Jahnkampfbahn in Hamburg waren sie die mit großem Abstand schnellste Staffel. Sie wurden jedoch disqualifiziert, da Samuel Werdecker ohne Startnummer gelaufen war. Dieses Mal wollten sie die Goldmedaille mit nach Hause nehmen, obwohl die Konkurrenz in diesem Jahr deutlich stärker war. Die Entscheidung um den Titel fiel erst auf der Zielgeraden. Dann zog Thilo Traue, der Schlussläufer der LG Stadtwerke München, an seinem Konkurrenten James Adebola vom SCC Berlin vorbei. Mit einer Zeit von 3:07,99 Minuten setzte sich das Münchner Quartett schließlich deutlich vor der Berliner Staffel (3:09,87 min) durch. Carlos Schirmer, Samuel Werdecker und Sebastian Kottmann hatten ihren Schlussläufer Thilo Traue in eine gute Ausgangsposition für die „goldene Schlussrunde“ gebracht. Das Quartett des TSV Gräfelfing wurde zehnter.
Neuer Vereinsname, alter Erfolg! So könnte man das nennen, was die Läufer der „Runninggags” über 3 x 1.000 Meter gezeigt haben. Letztes Jahr gewannen sie den Titel im Trikot des LSC Höchstadt, dieses Jahr im Trikot der „Franconia Athletics”. In Celle gingen die ersten Staffeln der „Franconia Athletics” als Goldkandidaten ins Rennen. Und tatsächlich liefen Jakob Dieterich und Maximilian Berger bei der Langstaffel-DM einen ordentlichen Vorsprung für Schlussläufer Florian Bremm heraus. Dieser ließ sich Gold nicht mehr nehmen und führte die „Franconia Athletics” mit einer Zeit von 7:17,04 Minuten zum Titel. Zwar konnten die Verfolger noch einmal aufholen, überholen konnten sie den Langstreckenspezialisten in der Schlussrunde jedoch nicht mehr. „Es ist nicht ganz einfach, allein an der Spitze zu laufen. Man nimmt die Sache dann manchmal zu leicht. Aber es hat ja gut geklappt“, sagte Florian Bremm. Die zweite Staffel mit dem 10.000-Meter-Meister Nick Jäger, Brian Weisheit und Niklas Buchholz verpasste als Vierte die Bronzemedaille nur ganz knapp.
Als Titelverteidiger war das Trio der LG Stadtwerke München über 3 x 1.000 Meter bei der U23 nach Celle gereist. Neu in der Staffel war dabei nur Startläufer Jonas Storch. Bereits beim Wechsel von Storch auf Moritz Mühlpointner lagen die Münchner vor zwei Staffeln des TuS Köln. Das blieb auch so bis zum Wechsel auf Tobias Tent. Am Ende machte der sich im Winter deutlich verbesserte 1500-Meter-Spezialist den Titel für die LG Stadtwerke München klar. Mit einer Zeit von 7:22,98 Minuten war das Trio deutlich schneller als beim Sieg 2025.
Bei den Frauen waren zwei Staffeln der LG Stadtwerke München über 3 x 800 Meter am Start, die beide um die Medaillen mitliefen. Nahezu das gesamte Rennen über waren die Läuferinnen der ersten und zweiten Münchner Staffel dicht beieinander. Die Startläuferin Carolin Bothe wechselte als Erste auf Julia Hoff, knapp dahinter übernahm Jana Reinert den Staffelstab von Nele Göhl für die zweite Staffel. Beim zweiten Wechsel war es Reinert, die den Staffelstab als Erste an Sophia Seiter übergab. Valerie Koppler konnte den kleinen Rückstand wieder aufholen. Mit 6:39,27 Minuten sicherte sie Bronze für die erste Münchner Staffel, die zweite Staffel folgte in 6:39,40 Minuten.
Über 4 x 400 Meter bei den Frauen fehlte der Staffel des TSV Gräfelfing ihre schnellste Sprinterin: Irina Gorr hatte sich zur gleichen Zeit mit der Nationalstaffel in Gaborone für die Weltmeisterschaft 2027 qualifiziert.
Das Quartett mit Johanna Ossmann, Sophie Ochmann, Leila Killian und Luisa Ortanderl wurde am Ende Neunte.
Bei den Mixed Staffeln über 4x400 Meter gingen jeweils 24 Aktiven- und U20-Staffeln an den Start. Bei den Aktiven traten die Staffeln der LG Forchheim und des TSV Gräfelfing in verschiedenen Zeitläufen an. Am Ende erreichten beide das Ziel in 3:40,28 Minuten. Dabei brachte die Forchheimer Schlussläuferin Lea Billes den Staffelstab einige Tausendstel früher ins Ziel als Luisa Ortanderl für die Gräfelfinger.
Beim Nachwuchs waren fünf bayerische Staffeln am Start, von denen sich die Quartette der LG Stadtwerke München und des SWC Regensburg gut platzieren konnten. Die SWC-Staffel mit Simon Kürzinger, Sara Weishaupt, Daniel Hartmann und Vanessa Tuma legte im zweiten Zeitlauf mit einer Zeit von 3:40,21 Minuten vor und erreichte am Ende den sechsten Platz. Das Münchner Quartett mit Florian Hiller, Eva Staude, Lionel Steinhage und Liah-Soline Gerich konnte im dritten Zeitlauf mit 3:37,06 Minuten einen neuen bayerischen Rekord aufstellen und sicherte sich damit Rang fünf.
Masters-Staffeln:
Bei den Staffelläufen der Masters waren nur wenige Staffeln aus Bayern am Start. Trotzdem gab es zwei Titel und zwei Medaillen. Es war erneut eine 4-mal-400-Meter-Staffel der Altersklasse M40, die den Titel nach Bayern holen konnte. Nach dem TSV Gräfelfing war es nun das Quartett der LG Würm Athletik, das sich in starken 3:47,12 Minuten den Titel sicherte. Für Florian Popella war es sogar die Titelverteidigung. Dies hatten ihm seine Staffelkollegen Thomas Holzmann, Christian Noesel und Patrick Jenning ermöglicht. In der Altersklasse M70 holte die Staffel der LG LK Aschaffenburg in der Besetzung Jürgen Ullrich, Wilfried Ackermann, Gerd Wilhelm und Friedel Lang Silber. In der Altersklasse W40 gab es Bronze für die 4x400-Meter-Staffel der LG Main-Spessart. Das Quartett lief in der Besetzung Teresa Meder, Agnes Kolbert, Eva-Maria Zink und Christine Pröstler eine Zeit von 4:51,28 Minuten.
In der Altersklasse W70 war die 3x800-Meter-Staffel der LG LK Aschaffenburg ohne Konkurrenz. Das Trio Rosmarie Eser, Marion Ertl und Edeltraud Ackermann benötigte für die 2,4 Kilometer 13:03,11 Minuten.
Einen schweren Stand hatte hingegen die 3x1.000-Meter-Staffel der Skivereinigung Amberg. Wegen ihres „Jungsters” Bastian Glockshuber musste das Trio in der Altersklasse M35 an den Start gehen. Dazu kam, dass Michael Lang am Vortag in der M45 Bronze über 5.000 Meter gewonnen hatte. Zusammen mit Startläufer Stefan Helmle belegte das Trio in einer Zeit von 8:39,95 Minuten den vierten Platz.