
Niklas Buchholz - Florian Bremm - Nick Jäger; Bremm; Jäger - Buchholz; Jakob Dieterich; Maximilian Rath; Elias Kolar; Schuhkontrolle; Svenja Ojstersek; Mareike Ressing; Helmut Strobl; Bilder Theo Kiefner









Rekordfest bei der Deutschen 10-km-Meisterschaft
Nach 2021 fanden die Deutschen 10-km-Meisterschaften zum zweiten Mal in der Hansestadt Uelzen statt. Die Voraussetzungen für ein schnelles Rennen waren fast perfekt. Es gab eine schnelle Strecke, gutes Laufwetter und viele Läufer in Topform. So konnte sich, angeführt von Marathonläufer Hendrik Pfeiffer (Düsseldorf Athletics), eine größere Gruppe absetzen. Immer mit vorne in dieser Gruppe war Florian Bremm, der neun Tage nach seinem Triumph über 3.000 Meter bei den Deutschen Hallenmeisterschaften gewillt war, jedes Tempo mitzugehen. Kurz versuchte er auch, die Gruppe zu sprengen, um sich abzusetzen. Auch auf der letzten von fünf Runden war das Trio Bremm, Pfeiffer und Voigt noch zusammen. Dem letzten Antritt von Nils Voigt (TV Wattenscheid 01) konnte niemand mehr folgen. Er wiederholte seinen Sieg von 2021 und stellte mit einer Zeit von 27:56 Minuten einen neuen Meisterschaftsrekord auf. Florian Bremm blieb als Vizemeister mit 28:05 Minuten nur vier Sekunden über dem bayerischen Rekord von Simon Boch. Damit pulverisierte er seine 10-Kilometer-Bestzeit um fast zwei Minuten. Allerdings ist der 25-Jährige noch nie in einem so starken Feld über diese Distanz gelaufen. „Ich bin sehr glücklich über die Zeit, denn die Strecke war für mich ja unbekanntes Terrain. Ich wollte Spaß haben und schnell rennen”, so Florian Bremm.
Damit legte er den Grundstein für den überlegenen Teamerfolg. Den machten Niklas Buchholz und Nick Jäger als Achter und Neunter perfekt. Beide blieben mit 28:51 Minuten noch deutlich unter der 29-Minuten-Grenze. Mit einer Zeit von 1:25:47 Stunden stehen die drei nun in der Deutschen Rekordliste. Die 29-Minuten-Grenze unterbot auch Jakob Dieterich mit 28:55 Minuten. Damit wurde er Vizemeister der U23. Dabei verbesserte er den Bayerischen U23-Rekord von Oliver Dietz (TV Gerbrunn) aus dem Jahr 1998 um zehn Sekunden. Dieterich führte das zweite Team an, das sich mit Maximilian Berger und Brian Weisheit die Bronzemedaille sicherte. Fünfter in der U23 wurde Elias Kolar (LG Telis Finanz Regensburg) mit einer Zeit von 29:55 Minuten. Das U23-Team der LG Telis Finanz Regensburg mit Kolar, Oskar Bayer und Paul Zimmermann gewann die Bronzemedaille.
Noch nie liefen vier bayerische Läufer unter 29 Minuten in einem Jahr, und jetzt liefen vier aus einem Verein in einem Wettkampf unter dieser Zeit. Diese Entwicklung ist beachtlich, wobei sich die Zeiten allgemein deutlich verbessert haben, seit es die neuen Carbon-Schuhe gibt. Deshalb werden neben der Dopingkontrolle nach den Läufen auch die Schuhe überprüft, um sicherzustellen, dass sie zum Wettkampf zugelassen sind.
Maximilian Rath lief mit 30:46 Minuten bei seinem ersten 10-Kilometer-Wettkampf zum nächsten Bayerischen U18-Rekord und wurde Vizemeister. „Ich bin viel zu schnell losgelaufen, die ersten fünf Kilometer in etwas mehr als 15 Minuten. Da habe ich auf den letzten Kilometern viel Zeit eingebüßt“, erzählte er nach dem Rennen.
Schnellster bayerischer Läufer in der U20 war Leander Gallenmann (LG Telis Finanz Regensburg) mit einer Zeit von 31:51 Minuten.
Schnellste bayerische Läuferin in Uelzen war Svenja Ojstersek (LG Telis Finanz Regensburg), die in einer Zeit von 35:00 Minuten den 26. Platz belegte. Die beste Platzierung gelang Franka Fleckenstein (ESV Gemünden), die in einer Zeit von 37:40 Minuten Siebte in der Altersklasse U20 wurde.
Auch bei den Masters waren nur wenige Läufer und Läuferinnen aus Bayern am Start. In der M65 liefen Helmut Strobl und Hans Bouricha-Hörmann in die Medaillenränge: Sie gewannen Silber und Bronze. Ihr Teamkollege Wolfgang Leonhard wurde in der M70 Vizemeister. Damit sicherten sie sich auch den Titel in der Teamwertung der Altersklassen M65 bis M90.
Mareike Ressing vom TSV Penzberg war die einzige bayerische Starterin bei den Masters. Mit einer Zeit von 41:30 Minuten sicherte sie sich die Vizemeisterschaft in der Altersklasse W55.