
Michael Bartl; Gerhard Zorn; Ralf Kowitz; Bernd Lachmann - Gene Allen; Elisa Schöne; Markus Herz; Horst Spiegl; Christoph Bischlager; Jennifer Schaffarzik; Agnes Düll; Bilder Theo Kiefner









DM Masters: 32 Titel für Bayerische Athleten
Auf den Sprintstrecken von 60 Meter über 200 Meter bis zu den 400 Metern war Gerhard Zorn immer ein ganzes Stück vor der Konkurrenz im Ziel. Am höchsten einzuschätzen ist dabei seine 60 Meter Zeit von 8,19 Sekunden. Da fehlte im nur eine Hunderstel Sekunde zu seinem eigenen Deutschen M70 Rekord. „Auf den anderen Strecken habe ich im Moment keine Chance die Rekorde von Guido Müller zu verbessern,“ kündigte er schon vor dem Wettkampf an. Seine Konkurrenten hatten aber auch keine Chance ihn einen der Titel streitig zu machen. Die 400 Meter gewann Zorn in 60,64 Sekunden und hatte dabei über vier Sekunden Vorsprung auf den Zweiten.
Eine Ähnliche Überlegenheit zeigte auch Ralf Kowitz (LG Stadtwerke München) in der M40 über 60 Meter und 200 Meter. Auch bei ihm war die Leistung über 60 Meter die bessere Zeit. Mit 7,10 Sekunden hatte Kowitz einen großen Vorsprung. „Das war kein wirklich guter Lauf von mir,“ meinte er im Ziel. Auch über 200 Meter war er mit seiner Zeit von 23,01 Sekunden nicht zu schlagen.
In der Altersklasse M55 kam es über 60 Meter zu einer Situation, die es mit der heutigen Technik eher noch selten gibt. Mit Gene Allen (TV 1909 Dietenhofen) und dem Hessen Bernd Lachmann gab es zwei Deutsche Meister! Direkt nach dem Zieleinlauf warnte der Stadionsprecher die Athleten: „Das könnte jetzt etwas länger dauern.“ So war es dann auch. Mit einer Zeit von 7,652 Sekunden waren beide auf die Tausendstelsekunde genau gleich schnell. Über die 60 Meter Hürden zeigte Allen seine Klasse und gewann den Titel überlegen. Auch wenn er mit 8,81 Sekunden nicht ganz an seinen eigenen, zwei Jahre alten Europarekord herankam.
In der Altersklasse M55 gelang Mario Mahn (SV Unterwössen) eine kleine Überraschung, als er nach dem Gewinn der Silbermedaille über 800 Meter am Tag zuvor nun auch den Sieg über 1.500 Meter holte. „Das ist mein erster Titel bei Deutschen Meisterschaften“, freute sich der Oberbayer.
In der Altersklasse W35 konnte Elisa Schöne (LAC Passau) bei drei Starts zwei Titel gewinnen. Nachdem es bei ihrem ersten Start, dem 800-Meter-Lauf, in einem knappen Rennen „nur“ für Silber gereicht hatte, gelangen ihr noch zwei Siege. Zunächst über 1500 Meter und einige Stunden später auch über 400 Meter.
Ebenfalls Doppelmeisterin in der Altersklasse W35 wurde Anna Kutter-Stumpf (TSV Pfaffenhausen) mit Siegen über 60 Meter Hürden und im Hochsprung. Vor zwanzig Jahren wurde Sandra Büttner im Trikot des LAC Quelle Fürth Deutsche U18-Meisterin im Kugelstoßen. Jetzt, in der Altersklasse W35, sicherte sie sich im Trikot des Post SV Nürnberg erneut den Titel im Kugelstoßen.
Im Hochsprung gingen sechs Titel nach Bayern:
- M40: Christian Balke (TB Weiden)
- M55: Markus Herz (TSV Petersthal)
- M60: Waldemar Duzak (LG LK Aschaffenburg)
- M65: Manfred Ziegler (DJK Weiden)
- W55: Iris Heid (TSV Münnerstadt)
Im Stabhochsprung gab es zwei Titel: M50: Michael Bartl (MTV München); M60: Horst Spiegl (TV 1909 Dietenhofen).
Auf den Mittelstrecken gab es noch Titel für Gerhard Paternoster (SVG Ruhstorf/Rott) über 800 Meter der M65 und für Norbert Gündling (LG LK Aschaffenburg) über 1500 Meter der M85.
Auf den Sprintstrecken gewannen: M40: die 2 x 200-Meter-Staffel der LG Würm Athletik; M50: Matti Schmidt (LG Stadtwerke München) über 200 Meter und Dirk Schönmetzler (TSV Unterhaching) über 60 Meter Hürden.
Das Kugelstoßen der M55 gewann Hubert Reiser (TSV Schleißheim).
Winterwurf
Ab Samstag ging es für die Masters beim Winterwurf in die nächste Runde, wobei man bei fast zwanzig Grad nicht wirklich von „Winter“ sprechen konnte. Es gab schon Wettkämpfe im Sommer, bei denen das Wetter weitaus schlechter war.
Im dritten Jahr in der Altersklasse W75 hatte es Eva Nohl (TSV Langenzenn), die Deutsche Masters-Athletin des Jahres 2024, nicht mehr so leicht, zu gewinnen. Neben Silber im Kugelstoßen und Bronze mit dem Speer gab es schließlich noch das Hammerwerfen. Hier hatte Eva Nohl keine Konkurrenz und gewann mit einer Weite von 35,82 Metern den Titel. „Meine Technik war heute nicht so gut“, zeigte sie sich wie gewohnt selbstkritisch. Es war wieder der letzte Durchgang, in dem sie ihre beste Weite erzielte.
In der Altersklasse W65 konnte Agnes Düll (TSV 1860 Ansbach) nach dem Hammerwurf auch noch den Titel im Diskuswurf gewinnen und damit ihre Erfolgsbilanz erweitern.
Nachdem Christoph Bischlager (LG Stadtwerke München) im Kugelstoßen knapp den Titel verpasst hatte, zeigte er im Diskuswurf einen starken Wettkampf. Mit vier seiner sechs Versuche warf er weiter als Jens Loosen, der auf dem zweiten Platz landete. Sein bester Wurf war der sechste und letzte mit 40,77 Metern.
In der Altersklasse W40 gewann Jennifer Schaffarzik (TV 1848 Schwabach) den Speerwurf mit einer Weite von 37,07 Metern. Josef Schaffarzik (ESV Nürnberg Rangierbahnhof) gewann den Speerwurf der M70 mit einer Weite von 40,25 Metern.