Bilder Claus Habermann

11.03.2026 19:42 // Von: Theo Kiefner

50. Werner-von-Linde-Sportfest

Ein Jubiläum sollte gefeiert werden – am besten mit vielen Gästen, ob groß oder klein. Zum 50. Werner-von-Linde-Sportfest in der gleichnamigen Halle in München gingen über tausend Kinder und Jugendliche an den Start. Darüber hinaus waren viele geladene Gäste anwesend, um den langjährigen Organisator Karl Rauh zu verabschieden.

Das Sportfest fand erstmals in den Jahren nach den Olympischen Spielen 1972 statt. Ursprünglich sollte die „Aufwärmhalle“ der Leichtathleten nach den Spielen abgerissen werden. Einen großen Anteil daran, dass es nicht dazu kam, hatte Werner von Linde. Er war ein einflussreicher Geldsammler für die Olympischen Spiele 1972 und Mitglied des Siemensvorstandes. Er hatte sich massiv für den Erhalt der Halle eingesetzt. 

Als „Dankeschön“ wurde die Halle nicht nur nach ihm benannt, sondern es wurde auch das „Lindesportfest“ eingeführt, das bis heute von der Leichtathletikabteilung des TSV München von 1860 ausgerichtet wird. 

Über viele Jahre hinweg war die „Lindehalle” die einzige Leichtathletikhalle in Bayern. Über all die Jahrzehnte war die Familie von Linde Schirmherr und Mäzen des Sportfestes – eine in Deutschland einmalige Leistung einer Familie.

Seit einigen Jahren ist es der BLV-Bezirk Oberbayern mit seinem Vorsitzenden Jürgen Holländer an der Spitze, der die Organisation für das Sportfest übernommen hat. „Die hohen Teilnehmerzahlen bringen uns an unsere Grenzen“, beschreibt Holländer den hohen Aufwand, der für ein solches großes Sportfest betrieben werden muss. Am Samstag waren insgesamt 65 Helfer und Kampfrichter im Einsatz. 

Lob für die Veranstaltung kam auch vom BLV-Geschäftsführer Peter Kapustin: „Es war schon beachtlich, dass alles so reibungslos funktioniert hat – und das bei einem zwölfstündigen Programm.“ 

Auch die jungen Sportlerinnen und Sportler trugen zum Gelingen der Veranstaltung bei. Fast einhundert Vereine hatten Sportler gemeldet, was zeigt, dass die Nachwuchsarbeit nach wie vor großgeschrieben wird. Bei vielen der Sprints gingen über fünfzig Sprinterinnen und Sprinter an den Start.