
Tom Thuley; Donnenika Mayer; Erik Hille; Thea Heim; Christine + Eva Ramsauer; Matthias Ewender; v.l. Florian Spötzl; Sebastian Götz; Dominik Friedrich; Fabian Fontana;






Domenika Mayer und Tom Thurley gewinnen Marathon Titel
Für Domenika Mayer ist der Hannover-Marathon fast schon ein Heimspiel. Zum vierten Mal war sie in der niedersächsischen Metropole am Start und konnte zum vierten Mal den Marathon gewinnen. Drei dieser Marathons waren gleichzeitig Deutsche Meisterschaften. Auf dem Papier war die Konkurrenz in diesem Jahr so stark wie nie zuvor bei ihren Starts in Hannover. Mit Fabienne Königstein (Hannover 96), der schnellsten deutschen Marathonläuferin des Vorjahres, und Laura Hottenroth (Düsseldorf Athletics) war die gesamte Spitze des deutschen Marathonlaufs am Start. Davon ließ sich Mayer jedoch nicht beeindrucken und lief ihr eigenes Rennen. Mit einer Zeit von 2:21:26 Stunden verbesserte sie ihren eigenen Streckenrekord um über zwei Minuten und schob sich auf Platz zwei der ewigen deutschen Bestenliste. Damit gewann sie im Vorbeigehen auch noch den Titel in der Altersklasse W35. (Siehe extra Bericht über Domenika Mayer)
Mit Thea Heim und Kristina De Baey-Ruszin (beide Munich Athletics) sowie Anna-Katharina Plinke (LG Telis Finanz Regensburg) waren drei weitere bayerische Läuferinnen unter den Top Ten. Für Thea Heim war es nach einer verletzungsbedingten Pause ein Comeback auf der Marathonstrecke. Sie schloss den Marathon erfolgreich in 2:36:08 Stunden ab. Erfreulich ist auch ihr vierter Platz. Ihre Teamkollegin Kristina De Baey-Ruszin wurde in 2:39:59 Stunden Sechste und Vizemeisterin in der Altersklasse W35. Dritte in der Altersklasse W35 wurde Plinke, die als Gesamtneunte 2:46:03 Stunden für den Marathon benötigte.
Das Frauenteam von Munich Athletics mit Thea Heim, Kristina De Baey-Ruszin und Sophie Schneider belegte den zweiten Platz in der Mannschaftswertung. Überraschenderweise ging die Bronzemedaille an die Damen des PTSV Rosenheim. Das Trio Amelie Hofbauer, Marisa Reu und Theresa Zahorka zeigte dabei eine geschlossene Mannschaftsleistung.
Nach dem Ausstieg des Favoriten Johannes Motschmann (SCC Berlin) entwickelte sich bei den Männern ein Zweikampf zwischen Tom Thurley und seinem Vereinskollegen Erik Hille. Auf den letzten zehn Kilometern setzte sich Thurley ab und sicherte sich nach Bronze und Silber in den letzten beiden Jahren den Titel. Mit einer Zeit von 2:11:02 Stunden verbesserte er seine persönliche Bestzeit zudem um 17 Sekunden. „Es ist genau das, was ich mir vorgenommen habe. Persönliche Bestzeit, mein erster deutscher Meistertitel – mehr hätte ich heute nicht erreichen können“, sagte Thurley dem NDR.
Der aus der Oberpfalz stammende Erik Hille sicherte sich in 2:12:22 Stunden die Vizemeisterschaft. Für den 37-Jährigen war es die erste Medaille bei deutschen Meisterschaften. In der Altersklasse M35 gewann er den Titel. „Nach diesem Rennen bin ich überzeugt, dass ich einen Marathon in 2:11 Stunden laufen kann“, erzählte er nach dem Rennen. Dabei soll ihm ein gemeinsames Trainingslager mit seinem Teamkollegen Tom Thuley helfen. Trotz des Erfolgs fand Thuley noch einen kleinen Wermutstropfen. „Wir wollten auch den deutschen Mannschaftsrekord angreifen, aber unser dritter Läufer, Gabriel Lautenschlager, konnte wegen einer Verletzung nicht starten.“
Trotzdem konnten sich zwei bayerische Teams unter den ersten Zehn platzieren. Die Läufer des MTV Ingolstadt zeigten dabei echte Teamarbeit. Dominik Friedrich, Sebastian Götz und Fabian Fontana liefen lange Zeit zusammen und kämpften sich erst auf den letzten Kilometern einzeln ins Ziel. Für diese Leistung wurden sie mit Platz sechs belohnt. Die Läufer der LG Passau mit Stephan Fruhmann, Stephan Deckwerth und Michael Kirchberger wurden Neunte.
In den Altersklassen ragte die Leistung von Klaus Rohracker (LG Gendorf Wacker Burghausen) heraus. Nach seinem Sieg in der Altersklasse M65 bei der Deutschen Halbmarathonmeisterschaft sicherte er sich auch den Titel im Marathon. Mit einer Zeit von 2:47:14 Stunden verbesserte er den deutschen Altersklassenrekord von Walter Koch (TF Feuerbach) aus dem Jahr 2005 um 37 Sekunden. Bronze ging an Winfried Huber (PTSV Rosenheim).
Nach dem Titel im Halbmarathon sicherte sich Christine Ramsauer (DJK Allersberg) mit einer Zeit von 3:17:40 Stunden auch den Marathon-Titel in der Altersklasse W55. Einen großen Teil der Strecke lief sie erneut zusammen mit ihrer Tochter Eva. Für Ramsauer war es ein weiterer Titel in ihrer großen Titelsammlung.
Auch Matthias Ewender von der LG Region Landshut lieferte ein starkes Rennen ab. Als Neuling in der Altersklasse M45 hielt er den Titelkampf lange offen. Trotz seiner starken Zeit von 2:26:03 Stunden musste er sich mit der Vizemeisterschaft begnügen. Bronze ging an den Passauer Stephan Fruhmann. Weitere Bronzemedaillen gingen an bayerische Läufer: Roland Meier (LG Allgäu) in der M50 und Markus Mayer (Böhnlein Sports Bamberg) in der M55.