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Amelie Giese / Jakob Sand / Mats Wellensiek / Greta Handelsmann und Alia Belouzza / Tim Bachmann / Tim Lammel und Louisa Stubenrauch. Fotos: Theo Kiefner, Claus Habermann
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BM Halle München U 16: Amelie Giese schnappt sich vier Mal Gold, Jakob Sand drei Mal
W U 16
Ihr Sprint-Sprung-Talent demonstrierte Amelie Giese (TSV Zirndorf). Über die 60 Meter verwies sie in 7,76 Sekunden Eze Munachi (LAC Quelle Fürth; 7,86 Sekunden) auf Platz zwei. Beide Sportlerinnen waren zuvor noch nie so schnell unterwegs und blieben die einzigen Sprinterinnen unter acht Sekunden. Ihre Schnelligkeit und ihr Koordinationsvermögen zeigten die beiden auch über die 60 Meter Hürden. Giese glänzte auch hier mit der bayerischen Rekordzeit von 8,58 Sekunden, wahrend sich Munachi über ihre neue PB in 8,83 Sekunden und Platz drei freute. Dazwischen schob sich Sara Kurz (LAG Mittlere Isar) mit starken 8,74 Sekunden. Über zehn Runden und 2000 Meter auf der Rundbahn lieferten sich zwei Läuferinnen eine spannenden Fight. In einem schnellen Temporennen überraschte Greta Hanselmann (MTV 1881 Ingolstadt), die jüngere Schwester von U 18-EM-Teilnehmerin Leni Hanselmann, ihre Mitstreiterin Alia Belouzza (TSV 1860 Mühldorf) mit einem fulminanten Schlusspurt. Für Hanselmann wurden 6:59,01 Minuten gestoppt, für die Zweitplatzierte 6:59,16 Minuten.
1,65 Meter übersprang zum ersten Mal Marlies Heusinger (TSV Münnerstadt) im Hochsprung. Sie holte sich damit den Sieg vor Leila Lotz-Baptiste (LA-Team Alzenau), die ebenfalls 1,65 Metern überspringen konnte, aber mehr Fehlversuche zu verzeichnen hatte. Gold in den Disziplinen Weit- und Dreisprung abermals an Amelie Giese (TSV Zirndorf). Im Weitsprung betrug ihre Bestweite 5,66 Meter, die im Dreisprung 11,03 Meter. Mit vier Titeln war Giese damit ebenso erfolgreich in ihrer Alterswertung U 16 wie Daryl Ndasi in der U 18.
Im Kugelstoß dominierte Amelie Mayr (TSV Penzberg) mit einer Weite von 13,39 Metern. Die Zweitplatzierte Jule Wechsler (LG Landkreis Roth) stieß die Kugel 12,81 Meter weit, im Diskuswerfen langte es dann für sie zu Gold, nachdem sie die Ein-Kilo-Scheibe auf 36,13 Meter befördert hatte. Im Hammerwerfen glänzte der Name Milena Horbach (LG Stadtwerke München) mit ihrem Wurf, der bei 54,50 Meter einschlug Damit hatte sie einen Vorsprung von mehr als 20 Metern auf die zweitplatzierte Werferin. Sieben Meter betrug der Vorsprung im Wettbewerb der Speerwerferinnen. Hier siegte Marie Sattler (TSV Meitingen) mit 46,25 Metern.
M U 16
Wie bei den Mädchen begeisterte bei den Jungs Jakob Sand (TSV 1860 Ansbach) Trainer wie Zuschauer mit drei Siegen an einem Tag. Im Vorlauf über die 60 Meter zeigte die Stoppuhr 7,34 Sekunden, im Finale dann sogar 7,23 Sekunden, während seine beste Zeit über 60 Meter Hürden 8,48 Sekunden betruf. Einen Titel holte er sich dann auch im Stabhochsprung ab, indem er 3,80 Metern übersprang. Über 3000 Meter zeigte Mats Wellensiek (LAC Quelle Fürth) das größte Kämpferherz und holte sich am Schluss die Belohnung mit Gold und einer neuen PB von 9:42,20 Minuten. Der Sieg im Hochsprung ging an Christian Hylla (LG Sempt) mit 1,73 Metern. Im Weitsprung gewann mit 5,65 Metern Tom Grosse-Brauckmann (SV Lohhof). Den Diskus warf Johannes Reiter (LG Chiemgau) mit 37,87 Metern am weitesten. Im Hammerwurf landete der beste Wurf von Milo Seidinger (TSV 1880 Wasserburg) bei 36,48 Metern. Im Wettbewerb 3000 Meter Bahngehen schließlich wurde das fleißige Training von Tim Lammel (LAC Quelle Fürth) mit dem Sieg in seiner Altersklasse und persönlicher Bestzeit von 16:27,71 Minuten belohnt.