
Karl Gattinger, Maximilian Achhammer, Frederik Kottmann; Levin Saveur; Fabian Olbert, Yannick Wolf; Denise Uphoff; Nike Praetzel, Johanna Büchs; Katrin Fehm; Marcel Metzger; Mona Mayer; Sabrina Reusch; Bilder Theo Kiefner









BM-Halle München Aktive: Schnelle Sprintstaffeln
Der Hallenrekord über 3.000 Meter in der Altersklasse U20 der Männer wurde vor fast genau 51 Jahren von Matthias Helm vom TSV Ostheim vor der Rhön mit einer Zeit von 8:19,20 Minuten in der Werner-von-Linde-Halle aufgestellt. Um stärkere Konkurrenz zu haben, lief Levin Saveur (LG Stadtwerke München) im Rennen der Männer über 3.000 Meter mit. Diese Strategie zahlte sich für den 18-jährigen Allgäuer aus. Mit einer Zeit von 8:18,18 Minuten lief er als Zweiter hinter Maximilian Berger (Franconia Athletics) ins Ziel und verbesserte den Rekord. Berger gewann den Titel in sehr guten 8:06,66 Minuten.
Die Sprints stehen bei Hallenmeisterschaften stets im Zentrum der Aufmerksamkeit. Das war am Wochenende nicht anders. Bei den Männern setzte sich der Favorit Yannick Wolf (Munich Athletics) mit starken 6,68 Sekunden vor seinem Teamkollegen Fabian Olbert, der 6,79 Sekunden lief, durch. Im Zwischenlauf überzeugten Maximilian Achhammer und Karl Gattinger von der LG Stadtwerke München mit schnellen Zeiten von 6,77 bzw. 6,68 Sekunden. Die beiden verzichteten auf das Finale, um sich auf die Staffel zu konzentrieren.
Die 4-mal-200-Meter-Staffel der LG Stadtwerke München in der Besetzung Maximilian Achhammer, Karl Gattinger, Thilo Traue und Sebastian Kottmann blieb mit einer Zeit von 1:25,12 Minuten nur vier Zehntelsekunden über dem 42 Jahre alten bayerischen Rekord des LAC Quelle Fürth. Damit steht das Quartett auch an der Spitze der deutschen Jahresbestenliste.
Bei den 200-Meter-Läufen stellten sechs der ersten sieben Sprinter persönliche Bestleistungen auf, alle kommen von der LG Stadtwerke München. Den Sieg errang Karl Gattinger in starken 21,13 Sekunden vor dem 400-Meter-Meister Thilo Traue.
Bei den Frauen setzten sich die Sprinterinnen von Munich Athletics eindrucksvoll in Szene. Denise Uphoff gewann über 60 Meter in 7,44 Sekunden vor Svenja Pfetsch (7,45 Sekunden) und Veronika Miller (7,50 Sekunden). Über 200 Meter verteidigte Svenja Pfetsch ihren Titel mit einer persönlichen Bestzeit von 23,67 Sekunden. Die 4-mal-200-Meter-Staffel mit Denise Uphoff, Svenja Pfetsch, Veronika Miller und Daryl Ndasi setzte sich mit ihrer Siegerzeit von 1:35,70 Minuten eindrucksvoll an die Spitze der Deutschen Jahresbestenliste. Auch hier näherten sie sich dem seit 30 Jahren bestehenden bayerischen Rekord der LAG Mittlere Isar mit den Rockmeier-Zwillingen.
Die Titel über 400 Meter und 800 Meter sicherten sich zwei Umsteigerinnen. Katrin Fehm vom ESV Amberg lief bei ihrem ersten 400-Meter-Lauf in der Halle die erste Runde zu schnell an. Das rächte sich auf den letzten fünfzig Metern. Mit 54,11 Sekunden gewann sie den Titel und hatte vier Sekunden Vorsprung. Ähnlich erging es Mona Mayer (Munich Athletics) über 800 Meter. Auch sie musste kämpfen, um mit 2:09,69 Minuten unter der A-Norm für die Hallen-DM zu bleiben.
Über 60 Meter Hürden konnte Johanna Büchs (LG Main-Spessart) ihren Titel mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 8,22 Sekunden verteidigen. Zweite wurde Nike Praetzel (LG Stadtwerke München), die mit 8,34 Sekunden ebenfalls die Norm für die Hallen-DM erreichte.