
Daryl Ndasi; Sebastian Hetzner, Daniel Spiegel; Malte Hofmann, Noah Möller; Eni Kuske; Amir Bilal Chaib Cuti; Christoph Paulus, Julian Burghardt, Erik Bräuer; Konstanze Irlinger; Antonia Kläußlich; Lena Rossmanith, Karina Czapla; Keon Schmidt-Gothan; Bilder Theo Kiefner









BM-Halle München U20: Schnelle Sprints mit Überraschungen
Auch in dieser Altersklasse sind es die Sprints, die für Schlagzeilen sorgen – genauer gesagt Daryl Ndasi (Munich Athletics). Die deutsche U18-Rekordhalterin über 60 Meter Hürden gewann alle drei Sprinttitel und sicherte sich zudem mit der Frauen-Staffel den Titel bei den Aktiven. Und das auf beeindruckende Art und Weise, wie sie nicht alle Tage zu beobachten ist. Über 60 Meter steigerte sie zunächst ihre persönliche Bestzeit auf 7,49 Sekunden und im Finale auf 7,47 Sekunden. In diesen Bereich waren in den letzten Jahren nur Annika Just (LAC Passau) und Svenja Pfetsch (SC Vöhringen) vorgestoßen.
Über 200 Meter musste sie hart kämpfen, um sich in 24,23 Sekunden den Titel vor Isabel Bormann (TSV Marktoberdorf) zu sichern. Damit wurde deutlich, dass sie trotz ihrer Leistungen Konkurrenz hat, die es mit ihr aufnehmen kann. Hinter Daryl Ndasi erzielten zehn Sprinterinnen persönliche Bestleistungen, davon erreichten fünf auch die Norm für die deutschen Jugend-Hallenmeisterschaften in Sindelfingen. Über 60 Meter Hürden fehlt ihr derzeit die Konkurrenz in Bayern, sodass sie den Titel in 8,47 Sekunden locker gewinnen konnte.
Bei den Sprintern schien es zunächst auf ein spannendes Finale hinauszulaufen. Nachdem der Dreispringer Benedikt Maurer (LG Stadtwerke München) im Vorlauf mit 7,86 Sekunden die schnellste Zeit erzielt hatte, verzichtete er auf das Finale. Somit war der Weg frei für Sebastian Hetzner (LAC Passau). Er gewann mit einer persönlichen Bestleistung von 7,86 Sekunden den Titel. Über 200 Meter musste sich Hetzner jedoch geschlagen geben. Daniel Spiegel (LG FESTINA Rupertiwinkel) steigerte seine Bestzeit hier auf 21,92 Sekunden und gewann damit den Titel vor Hetzner.
Eine überlegene Vorstellung lieferte Eni Kuske (TSV Zirndorf) über 400 Meter ab. Mit einer Steigerung ihrer Hallenbestzeit auf 55,84 Sekunden sicherte sie sich den Titel in der Altersklasse U20. Bei den Frauen war nur Katrin Fehm schneller. Ähnlich überlegen war Amir Bilal Chaib Cuti (TSV Marktoberdorf) bei den 400-Meter-Läufern. Im direkten Vergleich mit Mika Gutsche (TSV Zirndorf) steigerten sich beide und blieben dabei klar unter fünfzig Sekunden.
Über 800 Meter lieferten sich Noah Möller (LAC Quelle Fürth) und Malte Hofmann (LG LK Aschaffenburg) einen harten Kampf um den Sieg. Im Spurt setzte sich schließlich Hofmann durch. Über 1.500 Meter machte zunächst Levin Saveur (LG Stadtwerke München) das Tempo, doch am Ende setzte sich sein Teamkollege Moritz Gutowski durch.
Die Favoritinnen setzten sich auf den Mittelstrecken souverän durch. Antonia Kräußlich (TSV Bad Rodach) gewann über 800 Meter, Lena Rossmanith (TSV Marktoberdorf) über 1.500 Meter und Karina Czapla (LAC Quelle Fürth) über 3.000 Meter.
Konstanze Irlinger (TSV Jetzendorf) sicherte sich den Sieg im Weitsprung. Die Deutsche Jugendmeisterin im Speerwurf holte sich mit ihrem sechsten Sprung auf 5,63 Meter den Titel. Im Dreisprung setzte sich Emmanuela Mensah (LAC Quelle Fürth) klar durch; alle ihre sechs Versuche hätten zum Titel gereicht.
Nach seinem dritten Platz über 60 Meter Hürden – hier siegte Christoph Paulus (LG Telis Finanz Regensburg) – siegte der Mehrkämpfer Julian Burghardt (MTV Ingolstadt) im Stabhochsprung und im Weitsprung.