Leni Hanselmann verbesserte in Kitzingen den bayerischen 800-Meter-Rekord der W 15 // Eva Kalb überraschte mit neuer deutscher Jahresbestleistung in der W 14 // Matthias Zierer dominierte den Weitsprung // Die technischen Fertigkeiten bei der deutschen Speerwurfmeisterin Konstanze Irlinger sind schon sehr ausgeprägt // Schnelle Sprinter: Lena Saffer . . . //. . . Jakob Kemminer . . . // . . . und Emilia Kindermann // Maresa Perner (rechts) gewann über die Kurzhürden // Eva Schmid beherrscht den Hürdensprint und den Weitsprung. Fotos: Theo Kiefner, Claus Habermann

06.08.2022 01:12 // Von: André Zahl

BM U 16 Kitzingen: Leni Hanselmann läuft bayerischen 800-Meter-Rekord

Zum großen Saison-Zwischenfinale vor den Sommerferien trafen sich Bayerns beste Nachwuchs-Leichathletinnen und Leichtathleten der Altersklassen U 16 und U 23 in Kitzingen, um ihre Landesmeister auszuwerfen, auszulaufen und auszuspringen. Vor allem die Sprints waren am ersten Tag durch extremen Gegenwind beeinträchtigt, während der zweite Tag - auch von den Temperaturen - angenehmere Bedingungen. Die beste Leistung beim U 16-Jahrgang brachte 800-Meter-Läuferin Leni Hanselmann (MTV 1881 Ingolstadt). In einem mutigen Tempolauf stürmte das Energiebündel alleine vorneweg und verbesserte in 2:11,01 Minuten den bayerischen Rekord in der Altersklasse W 15. Auch Maresa Perner (LG Fichtelgebirge), Clara Hegemann (LG Stadtwerke München), Jakob Kemminer (TSV Ochenbruck), Konstanze Irlinger (TSV Jetzendorf) und Marc Weidenbach (LG Stadtwerke München).

Hanselmann verwies Liah-Soline Gerich (TSV 1862 Neuburg) mit 2:23,50 Minuten auf Platz zwei vor Helena Gerl (LG Telis Finanz Regensburg; 2:28,50 Minuten). Der deutsche 100-Meter-Rekordmann Jakob Kemminer, der in Bremen bei den Deutschen U 16-Meisterschaften souverän den Titel geholt hatte, musste in Kitzingen kämpfen, um bei Gegenwind mit 11,20 Sekunden den Titel vor Marc Weidenbach in 11,37 Sekunden und Fabian Wadsack (TuS Pfarrkirchen; 11,76 Sekunden) zu holen. Weidenbach, eigentlich im Kurzsprint zuhause, sicherte sich zudem mit starken 36,28 Sekunden überraschend den Titel im 300-Meter-Sprint ebenfalls vor dem Pfarrkirchener Wadsack mit einer Zeit von 36,55 Sekunden. Was sich nach einem spannenden Rennen anhört fand aber leider in zwei unterschiedlichen Zeitläufen statt, sodass sich beide nicht unmittelbar messen konnten. Dennoch ist Weidenbachs Zeit die schnellste, die ein bayerischer 300-Meter-Sprinter seit dem deutschen Rekord von Allessandro Rastelli 2017 (34,33 Sekunden) erzielte. Dritter wurde Mika Gutsche vom LAC Quelle Fürth in 37,73 s.

 

Eher taktische Rennen durften über die Laufdistanzen bewundert werden. Den Zielspurt bei den 800 Meter gewann Nikolas Berneburg (LG Telis Finanz Regensburg) knapp in 2:10,98 Minuten vor Anton Baar (TSV 1862 Neuburg) mit 2:11,20 Minuten und Simon Nanke (TSV Neunkirchen am Brand) in 2:11,97 Minuten. Über die 3000 m hatte Marco Voggenreiter (LAC Passau) am Ende nach 9:39,17 Minuten die Nase vorn. Der zweite Platz ging an Levon Saveur (TV Kaufbeuren; 9:43,09 Minuten) mit deutlichem Vorsprung vor Rang drei, welchen Leo Schrei (SV Schloßberg-Stephanskirchen) in 10:30,02 Minuten belegte.

 

Trotz des auch am Sonntag gegelegentlich aufkeimenden Gegenwinds auf der Sprintgerade schaffte es Michael Tarczewski (LAC Quelle Fürth) im Finale über die 80 Meter Hürden bis auf knapp zwei Zehntel an seine Bestleistung heranzukommen. Er gewann das Rennen in 10,99 Sekunden vor Constantin Hampel (VfL Waldkraiburg; 11,35 Sekunden) und Benedikt Maurer (SV Germering; 11,44 Sekunden). Im Dreisprung sicherte sich Maurer mit 13,98 Meter nicht nur den deutlichen Sieg, der zweite der Deutschen Meisterschaften in Bremen konnte auch seine persönliche Bestleistung nochmal um einige Zentimeter nach oben korrigieren. Zweiter wurde Marcel Neumann (LG Stadtwerke München) mit 11,30 Meter und Rang drei belegte Valentin Prescher (TV Erkheim) mit 10,76 Meter.

 

Mario Mönninger muss sich Michael Schwarz beugen

 

Im Stabhochsprung schaffte es der amtierende Deutsche Meister Mario Mönninger (TV Emmering) leider nicht, auch den Landesmeistertitel zu gewinnen. 3,85 Meter reichten für ihn nur für Rang zwei hinter Michael Schwarz (TSV 1880 Wasserburg), der 4,15 Meter übersprang und dann versuchte, mit 4,41 Meter den bayerischen Rekord von Jakob Zimmer aus dem Vorjahr zu brechen, was ihm aber nicht mehr gelang. Der dritte Platz ging an Mehrkämpfer Julian Burghardt (MTV 1881 Ingolstadt), der mit 3,75 Meter eine neue Bestleistung erzielte. Keon Schmidt-Gothan (LG Stadtwerke München) wurde seiner Favoritenrolle im Hochsprung gerecht und gewann die Konkurrenz mit 1,85 Meter vor Clemens Bleiziffer (TSV 1880 Wasserburg; 1,77 Meter) und David Kleinschrodt (TSV 1860 Ansbach; 1,71 Meter). Der Münchner startete außerdem auch im Weitsprung und sicherte sich dort mit neuer Bestleistung und 6,20 Meter den Silberrang. Nur zwei Zentimeter mehr reichten Matthias Zierer (TV Wallersdorf), um sich im Weitsprung mit 6,22 Meter und ebenfalls neuer PB die Krone aufzusetzen. Sein drittes Edelmetall mit dem dritten Platz holte sich Benedikt Maurer mit einer Weite von 6,13 Meter.

 

Einen insgesamt starken Wettkampf lieferte der Ingolstädter Julian Burghardt ab, der den Diskus mit 47,63 Meter so weit warf wie noch nie und die Konkurrenz vor Mehrkampfkollege Loki Hachani (SWC Regensburg) mit 45,86 Meter und dem eigentlichen Favoriten Andreas Gröninger (LG Sempt) mit 43,32 Meter gewann. Mit der Kugel lief es bei Gröninger dann wieder deutlich besser: Der Athlet von der LG Sempt gewann den Wettbewerb mit 14,92 Meter vor Hachani, der sich mit 14,40 Meter seine zweite Silbermedaille erstritt, und Matthias Zierer (TV Wallersdorf), dessen Kugel mit 12,58 Meter auf eine neue persönliche Bestleistung flog. Beim Hammerwurf der M 15 ließ Matti Hummel (UAC Kulmbach) - der Bruder von Merlin Hummel - nichts anbrennen und holte sich mit 51,66 Meter den Bayerntitel, auch wenn Stefan Preß (TSV Reichertshofen) mit einer deutlich gesteigerten Bestleistung von 49,29 Meter so nah kam wie noch nie. Auch Luis Schwenk (DJK Memmingen) wusste den nagelneuen Hammerkäfig der TG Kitzingen zu nutzen und steigerte seine Bestleistung auf 36,71 Meter, womit er Dritter wurde.

 

Der weiteste Speerwurf in der männlichen U 16 gelang keinem M 15-Athleten und auch keinem 14-jährigen. Mit Oliver Zeno Ispan (TSV Plattling) warf ein Athlet der M 13 den 600-Gramm-Speer weiter als die zwei Jahre Älteren und gewann die M 14-Konkurrenz mit einer starken Wurfserie und 52,31 Meter, die am Ende in die Wertung gehen. Jonas Henne (TV Emmering) durfte sich mit Bestleistung und 48,84 Meter über Silber freuen und Bronze ging mit 42,91 Meter an Henry von Haniel (LAG Mittlere Isar). Bester M 15er und neuer Bayerischer Meister wurde Lukas Wiedemann (SC Eschenbach) mit 47,46 Meter, vor Marcel Neumann (LG Stadtwerke München; 43,59 Meter) und Simon Zdravkovic (TSV Ottobrunn; 41,86 Meter).

 

Junge M 13-Werfer lassen aufhorchen

 

Nach Gold im Speerwurf holte sich Ispan zudem noch Bronze im Hammer- (34,04 Meter) und Diskuswurf (36,43 Meter). Der Sieg im Hammerwurf ging an Philip Hartmann (DJK Aschaffenburg) mit einer Weite von 40,28 Meter, während Linus Holzhey (TV Hindelang) mit 37,39 Meter Platz zwei belegte. Sieger im Diskuswurf der M 14 wurde der Dritte des Speerwerfen, Henry von Haniel, mit einer Weite von 45,44 Meter, während mit David Kern (LG Landkreis Roth; 39,31 Meter) ebenfalls ein Athlet der M 13 mit persönlicher Bestleistung auf dem Silberrang landete. Die Sensation perfekt machte Kern mit seinem Sieg im Kugelstoßen und einer unglaublichen Weite (mit der für ihn schwereren Vier-Kilo-Kugel) von 14,57 Meter vor Henry von Haniel mit 13,70 Meter, der damit seine Medaillensammlung komplettierte, und Johannes Oschütz (TSV Ottobrunn), der 13,40 Meter stieß.

 

Mehrkämpfer Jonas Henne (TV Emmering) gewann den Stabhochsprung mit 2,95 Meter vor Leo Trumpp (TuS Feuchtwangen; ebenballs M 13) mit 2,85 Meter und Johannes Gaßner (TSV 1880 Wasserburg) mit ebenfalls übersprungenen 2,85 Meter. Im Weitsprung gelang mit 5,91 Meter und deutlich gesteigerter PB Levin Krack (TSV Ottobrunn) der weiteste Satz in die Grube und zum Sieg. Zweiter wurde hier Erik Bräuer (DJK Aschaffenburg) mit 5,46 Meter vor Felix Zehner (TSV Bad Rodach) und 5,44 Meter. Hoch hinaus ging es für Finn Hauk (LAZ Kreis Würzburg): Er steigerte seine Bestleistung abermals um drei Zentrimeter und gewann mit 1,76 Meter den Hochsprungwettbewerb der M 14. Silber ging mit 1,71 Meter an Linus Schmidt (LG Hersbrucker Alb) und Bronze an Henri Schäfer (TSV Ottobrunn; 1,68 Meter). Für Schmidt war dies bereits das zweite Edelmetall des Tages, nachdem er zuvor das 80 Meter Hürdenfinale in 12,13 Sekunden für sich entscheiden konnte. Mit 12,26 Sekunden kam Julius Schneider (TV Strössendorf) kurz nach ihm ins Ziel, gefolgt von Erik Bräuer (DJK Aschaffenburg) und Henri Schäfer (TSV Ottobrunn), die beide zeitgleich nach 12,84 Sekunden die Lichtschranke durchliefen. Im 100-Meter-Sprint setzte sich mit Ricardo Rotter (Post SV Nürnberg) der Favorit auf den Titel durch und gewann in neuer Bestzeit von 12,23 Sekunden vor Levin Krack (12,42 Sekunden) und Julius Schneider (TV Strössendorf; 12,45 Sekunden). Die Laufdisziplinen gingen jeweils an einen Münchner: Den Sieg über die 800 m holte sich in 2:13,89 Minuten Tim Alt (LG Stadtwerke München), während Paul Rammelt (LG Stadtwerke München) die 3000 Meter in einer Zeit von 9:37,56 Minuten vor Maximilian Rath (LG Oberland, 9:45,52 min) für sich entschied. Silber über die 800 m ging in 2:14,73 Minuten an Anton Eser (LG Zusam) vor Noah Möller (TSV 1860 Staffelstein) in 2:15,22 Minuten.

 

Starke Lena Saffer dominiert 100 Meter

 

In der W 15 sicherte sich Lena Saffer (LG Forchheim) mit großem Vorsprung den Sieg über die 100 Meter in 12,26 Sekunden vor Lena Erhardt (LAG Garmisch-Partenkirchen) in 12,84 Sekunden und Marie Niederhammer (Kirchheimer SC; 13,00 Sekunden). Über die 300 Meter ging der Titel an das LAC Quelle Fürth: Lotta Frindt gewann in 42,97 Sekunden hauchdünn vor Hannah Garreis (LAG Mittlere Isar; 43,01 Sekunden) und Naomi Buchner (TV Bürgstadt; 43,15 Sekunden). In Abwesenheit der beiden bislang schnellsten Hürdenläuferinnen Bayerns gewann Stabhochspringerin Maresa Perner (LG Fichtelgebirge) das 80 Meter Hürdenfinale mit neuer Bestzeit in 12,32 Sekunden im Fotofinish vor Lena Erhardt mit 12,33 Sekunden, die sich über ihre zweite Silbermedaille freuen durfte. Dritte wurde Leja Mahler (LG Augsburg) in 12,86 Sekunden. Die etwas erwartbarere Goldmedaille gab es für Perner dann im Stabhochsprung, wo die Athletin der LG Fichtelgebirge mit 3,25 Meter vor Emma Kilian (TSV Ipsheim; 3,15 Meter) und Andrea Wimmer (TSV Wasserburg; 3,00 Meter) gewann. Im Rennen um die Medaillen über die 300 Meter Hürden gingen nur drei Athletinnen an den Start. Dabei siegte mit deutlichem Vorsprung Lea Kreuzer (DJK Weiden) in 48,07 Sekunden vor Leni Zaepernick (TuS Geretsried; 52,80 Sekunden) und Olivia Rettenmeier (LG Stadtwerke München; 54,34 Sekunden). Im Rennen um den Titel über die 2000 Meter ließ auch Änne Rothe (LAC Passau) nichts anbrennen und verbesserte ihre Bestleistung um über zehn Sekunden auf 6:52,86 Minuten. Zweite wurde Jara El-Chaikh (LG Westallgäu; 7:01,27 Minuten) und Bronze sicherte sich Sina Krebelder (TSV Ipsheim; 7:06,78 Minuten). Im Hochsprung sicherte sich Florentine Toppe (TSV Wolfratshausen) klar den Titel, auch wenn am Ende „nur“ 1,59 Meter zu Buche standen. Emily Harrer (VfL Buchloe) gewann Silber mit 1,56 Meter, während Bronze mit einer Höhe von 1,53 Meter an Hanna Rummer (LG Hersbrucker Alb) ging.

 

Mit neuer PB zu Gold sprang Pia Siedler (VfL Buchloe) im Weitsprung: 5,45 Meter im vierten Versuch konnten weder Leja Mahler (LG Augsburg), die mit 5,30 Meter ihre bisherige Bestleistung ebenfalls deutlich steigerte, noch Florentine Toppe (5,29 Meter PB) kontern. Im Dreisprung setzte sich Emma Lange (DJK-SF Reichenberg) mit 10,58 Meter gegen Emma Behr (LG Bamberg, 9,70 Meter) und Johanna Billmeir (LAG Mittlere Isar, 9,67 Meter) durch, wobei auch hier alle drei Athletinnen ihre bisherigen Bestleistungen leicht steigern konnten.

 

Clara Hegemann steigert sich auf 14,20 Meter

 

Im Kugelstoßen war Clara Hegemann (LG Stadtwerke München) eine Klasse für sich, auch weil die Topfavoritin auf den Titel, ihre Teamkollegin und Deutsche U 16-Meisterin Magdalena David (LG Stadtwerke München), verletzungsbedingt nicht an den Start gehen konnte. Eine deutliche Steigerung ihrer Bestleistung auf 14,20 m im letzten Versuch bedeuteten Gold im Kugelstoß für Hegemann, die als einzige Starterin im Hammerwurf mit einer starken Weite von 59,25 Meter ebenfalls ganz oben auf dem Siegertreppchen stand. Der zweite Rang im Kugelstoßen ging mit 12,54 m an Konstanze Irlinger (TSV Jetzendorf), während Siebenkämpferin Leonie Schmid (LG Sempt; 12,46 Meter) dahinter folgte. Beide stießen ebenfalls deutlich Bestleistung. Als amtierende Deutsche Meisterin im Speerwurf war es quasi Formsache, dass sich Konstanze Irlinger auch den Sieg bei den Landesmeisterschaften sicherte. Eine starke Wurfserie, an deren Ende 46,31 Meter in die Wertung gingen, machten den Titelgewinn perfekt. Über den Gewinn der Silbermedaille und eine Weite von 38,92 Meter durfte sich Sarah Poleba (TV Bürgstadt) freuen, Bronze ging mit 37,21 Meter an die Dritte des Kugelwettbewerbs, Leonie Schmid. Die zweite Goldmedaille erkämpfte sich Irlinger mit einem starken Diskuswurf auf 32,22 Meter, einer Weite, die an dem Tag zu viel für Mia Güthlein (LG Bamberg, 29,06 Meter) und Lena Klingspor (LA-Team Alzenau, 27,61 Meter) war, sodass sie diese auf dem Silber- und Bronzerang einreihten.

 

Ganz besonders schnell ging es in Kitzingen bei den Mädchen der Altersklasse 14 zu, bei der alle Teilnehmerinnen im 100-Meter-Finale - dank ausnahmsweise gehörigen Rückenwindes - die Kadernorm von 13 Sekunden unterbieten konnten. Eine Klasse für sich mit einer Zeit von 12,34 Sekunden war Emilia Kindermann (SpVgg Hebertshausen). Klar dahinter auf Platz zwei sicherte sich Mehrkämpferin Sina Raczek (TV Emmering) mit 12,72 Sekunden Silber, während Emma Seng (LG Stadtwerke München) mit einer Zeit von 12,75 Sekunden Bronze umgehängt bekam. Über 800 Meter gab es mit Lea-Marie Thieme (LG Haßberge) eine Überraschungssiegerin: Die Athletin der W 13 steigerte ihre Bestzeit in dem Rennen um den bayerischen Titel um über zehn Sekunden auf 2:19,74 Minuten und gewann verdient und komplett erschöpft ihre Konkurrenz gegen die älteren Theresa Schmid (TSV 1862 Erding; 2:21,50 Minuten) und Lena Rossmanith (TSV Marktoberdorf, 2:25,72 Minuten). Über die 2000 Meter machte Smilla Bauer (TSV Bad Rodach) ein hervorragendes Rennen, welches sie nach 6:58,77 Minuten auf dem Goldrang beendete. Hinter ihr rannten die beiden Vereinskolleginnen vom SC Moosham, Elisabeth Harrer und Johanna Hofsäss, in 7:03,44 und 7:04,53 Minuten auf die Plätze zwei und drei. Ihre zweite Silbermedaille des Wochenendes gewann Sina Raczek über die 80 Meter Hürden der W 14. 12,32 Sekunden reichten knapp nicht, um die klare Favoritin des Finales, Eva Schmid (LG Augsburg), in die Schranken zu weisen. Schmid gewann ihr Rennen in 12,21 Sekunden, Dritte wurde Mila Schlecht (LAG Garmisch-Partenkirchen) in 12,78 Sekunden.

 

Eva Kalb setzt sich mit 1,71 Meter an die Spitze der deutschen Bestenliste

 

Eine sensationelle Vorstellung bot Eva Kalb (LG Forchheim) im Hochsprung, deren Einstiegshöhe von 1,57 Meter an diesem Tag bereits keine andere Athletin mehr überspringen konnte. Den sicheren Sieg in der Tasche, nutzte sie den Wettkampf, um ihre Bestleistung anzugreifen und zu überbieten: Mit 1,71 Meter führt sie nun auch deutlich die deutsche Bestenliste ihres Alters an! Hinter Kalb wurden die Plätze zwei bis sieben alle mit einer Höhe von 1,54 Meter belegt. Die beste Fehlversuchsquote hatte Paula Duncker Martin (LG Sempt), weswegen sie die Silbermedaille überreicht bekam. Nach ihr landeten Maureen Asare (LG Stadtwerke München) und Tara Piossek (TS Herzogenaurach) beide auf dem Bronzerang. Über einen Doppelsieg durfte sich der TSV 1862 Erding im Stabhochsprung der W 14 freuen: Sowohl Katja Riedl als auch Teamkollegin Magdalena Reisinger übersprangen die Höhe von 3,20 Meter, wobei Riedl aufgrund der besseren Fehlversuchsquote Gold und Reisinger, für die diese Leistung eine neue persönliche Bestleistung darstellte, Silber erhielt. Dritte wurde Sophia Obermayer (TSV 1880 Wasserburg) mit einer übersprungenen Höhe von 3,00 Meter.

 

Ihr Double machte Eva Schmid (LG Augsburg) mit dem Weitsprung komplett: 5,33 Meter sind persönliche Bestleistung und bescherten ihr die zweite bayerische Goldmedaille dieser Meisterschaften. Emilia Kurz (LAG Mittlere Isar), die auch bereits in den Bereich dieser Weite gesprungen war, kam nicht über 5,04 Meter hinaus und durfte sich über Silber freuen. Nach zwei Mal Silber auf der Bahn erstritt sich Sina Raczek im Weitsprung mit 5,00 Meter auch noch eine Bronzemedaille. Der Werferinnen-Double im Diskuswurf und Kugelstoß sicherte sich Chiara Wildner (LG Sempt). Die Mehrkämpferin warf den Diskus mit 33,88 Meter auf eine neue persönliche Bestleistung und war damit von keiner U 16-Athletin zu schlagen. Auf dem zweiten Diskusrang landete Alea Brunec (TV Geisenfeld) mit 24,44 Meter und knapp hinter ihr warf Anja Kehrle (DJK Memmingen) ihren Diskus auf 24,34 Meter, wofür sie mit dem dritten Platz belohnt wurde. Im Kugelstoß reichten Wildner 12,53 Meter, um den Wettbewerb vor Johanna Anglhuber (TSV 1880 Wasserburg; 11,35 Meter) und Alea Brunec (9,79 Meter) zu gewinnen. Hammerwurf-Gold sicherte sich Ricarda Baum (TB Jahn Wiesau). Sie schleuderte das drei Kilo schwere Gerät auf 42,03 Meter und somit gut eineinhalb Meter weiter, als ihre direkte Konkurrentin Anja Kehrle (DJK Memmingen), deren weitester Wurf bei 40,48 Meter einschlug. Mit ein wenig Abstand dahinter dürfte sich Vereinskollegin Nele Pistner (DJK Memmingen) über eine neue Bestleistung von 27,23 Meter und die Bronzemedaille gefreut haben.

 

Mit einem sehr starken Wurf im zweiten Versuch steigerte Emilia Kurz (LAG Mittlere Isar) ihre Bestleistung im Speerwurf auf 38,06 Meter. Für Elisa Hölzlwimmer (SG Schönau) gab es mit 35,39 Meter zwar ebenfalls eine neue persönliche Bestleistung, aber an die Weite ihrer Konkurrentin kam sie nicht mehr heran, sodass sie sich mit Silber begnügen musste, während der oberste Platz auf dem Treppchen von Kurz belegte wurde. Mit 33,09 Meter gelang Alea Brunec ebenfalls eine neue Bestleistung, mit der sie sich ihr drittes Edelmetall dieser Meisterschaften sichern konnte.

 

Über die Bayerischen Meisterschaften der U 23 folgt ein eigener Bericht.