Setzschema für Bahnwettbewerbe und technische Disziplinen

Zur besseren Transparenz und um für möglichst alle Sportler:innen optimale Wettkampfbedingungen zu ermöglichen, wird im Normalfall für Bayerische Meisterschaften der Jugend- und Aktiven das BLV-Setzschema angewendet.

Setzschema – Bayerische Meisterschaften

Download auch als PDF

Allgemeines „Sprint/Lauf“

  • Die Bahnverteilung erfolgt in Übereinstimmung mit TR20.
  • Die Bahnverteilung innerhalb der Gruppen wird gelost.
  • In den Vorläufen werden die schnellsten gemeldeten Athlet:innen auf alle Läufe im Zick-Zack-Verfahren verteilt.
  • Wenn Läufe nicht „komplett“ sind, bleiben zunächst in den schlechteren Gruppen die schlechteren Bahnen frei.
  • Für die nach den Vorläufen folgenden Runden gilt Q vor q, auch wenn ein Q langsamer sein sollte.
  • Bei altersklassenübergreifenden Wettbewerben mit mehr als einem Lauf werden die Läufe möglichst nach Altersklassen sortiert gesetzt (mit der jüngsten AK zuerst).
  • Bei Meldungen über alternative Disziplinen werden Leistungen aus dem aktuellen Jahr und dem Vorjahr (inkl. der Hallensaison) herangezogen, um die Laufeinteilung nach Setzschema durchzuführen.
  • Bei Sonderstartrechten („Härtefallanträge“) wird die Einteilung durch den Wettkampfleiter in Abstimmung mit den BLV-Landestrainern vorgenommen. Ein Anspruch auf eine Einsortierung unter den Besten ist nicht automatisch gegeben!
  • Teilnehmer:innen außer Wertung („aW“) nehmen nur am Vorlauf teil.
  • Bei Läufen bis 800m haben aW-Teilnehmer:innen keinen Anspruch auf die nach ihrer Meldeleistung richtige Einteilung in den schnellsten Lauf („Meisterschaftslauf“) oder bessere Gruppen. Eine Abweichung davon ist nach Absprache mit der Wettkampfleitung und den entsprechenden Landestrainern aber möglich, wenn es zum Vorteil für bayerische Athleten ist.
  • Bei Läufen ab 800m werden aW-Teilnehmer:innen entsprechend der Meldeleistung eingeteilt.

Setzschema Sprints mit mehreren Runden

Sprints auf der Geraden

  • 8 Bahnen: beste Gruppe: Bahn 3, 4, 5, 6; schlechtere Gruppe: Bahn 2, 7; schlechteste Gruppe: Bahn 1, 8
  • 7 Bahnen: bessere Gruppe: Bahn 3, 4, 5; schlechtere Gruppe: Bahn 2, 6; schlechteste Gruppe: Bahn 1, 7
  • 6 Bahnen: bessere Gruppe: Bahn 5, 6, 7; schlechtere Gruppe: Bahn 2, 6; schlechteste Gruppe: Bahn 1

200m (8 Bahnen)

  • bessere Gruppe: Bahn 5, 6, 7
  • schlechtere Gruppe: Bahn 3, 4, 8
  • schlechteste Gruppe: Bahn 1, 2

400m (8 Bahnen)

  • bessere Gruppe: Bahn 4, 5, 6
  • schlechtere Gruppe: Bahn 3, 7
  • schlechteste Gruppe: Bahn 1, 2

200m/400m (7 Bahnen)

  • bessere Gruppe: Bahn 5, 6
  • schlechtere Gruppe: Bahn 3, 4, 7
  • schlechteste Gruppe: Bahn 1, 2

200m/400m (6 Bahnen)

  • bessere Gruppe: Bahn 4, 5
  • schlechtere Gruppe: Bahn 3, 6
  • schlechteste Gruppe: Bahn 1, 2

200m/400m (4 Bahnen)

  • bessere Gruppe: Bahn 3, 4
  • schlechtere Gruppe: Bahn 1, 2

Die Anzahl der vorgesehenen Runden ist im Zeitplan definiert. Qualifikation über 1 Sieger + weitere Zeitschnellste. Bei mehr „Q“ als zur Verfügung stehender Finalbahnen erfolgt das Weiterkommen nur über die Zeit. Bei der Ermittlung der Anzahl der Vorläufe werden aW-Teilnehmer:innen nicht gezählt.

Vorlauf → Finale

  • Bei 2 bis 4 VL: 1 Finale
  • Ab 5 VL: A+B Finale
  • Ab 8 VL: A+B+C Finale
  • Bei Staffeln gilt ab 4 VL: 2 gleichberechtigte Finalläufe (nur 4×100m)

Vorlauf → Zwischenlauf → Finale

  • Bei 2 bis 3 VL: 1 Finale
  • Bei 4–5 VL: 2 Zwischenläufe, 1 Finale
  • Bei 6 oder mehr VL: 3 Zwischenläufe, 1 Finale

Setzschema Läufe mit nur einer Runde (Zeitendläufe, „ZEL“)

800m

Start in Bahnen

  • Verteilung in 2 Gruppen (siehe oben)
  • Doppelbelegung für alle Bahnen möglich, nach folgendem Schema:
    • beste Gruppe: Bahn 3, 4, 5
    • zweitbeste Gruppe: Bahn 1, 2, 6
    • drittbeste Gruppe: 3.2, 4.2, 5.2
    • schlechteste Gruppe: 1.2, 2.2, 6.2
  • Werden nicht alle Positionen benötigt, ist möglichst Doppelbelegung und Einfachbelegung abzuwechseln, wobei der schnellste Läufer möglichst auf einer einfach belegten Bahn gesetzt werden soll.

Evolventen-Start (Ausnahmefälle)

  • Nach Rücksprache mit dem Wettkampfleiter, wenn dadurch ein zusätzlicher Lauf eingespart werden kann.
  • schnellster Läufer steht außen, nach Meldezeiten sortiert

4×400m und 3×800m Staffeln

  • Die Bahnverteilung erfolgt in Gruppen (laut Nat. Bestimmung TR20.4.5):
    • erste Gruppe: Bahn 3, 4, 5
    • zweite Gruppe: Bahn 1, 2, 6
  • Sind bei 3×800m mehr als 6 Staffeln am Start, können die Bahnen 6, 4, 2, 5, 3, 1 (in dieser Reihenfolge) doppelt belegt werden.
  • Finden mehrere Läufe statt, wird der vermeintlich schnellste Lauf als letztes gestartet.
  • Aufgrund der eingesetzten Staffel-Teilnehmer:innen können Läufe auch „entgegen“ der oben genannten Schemata gesetzt werden.

Läufe länger als 800m

  • Start ab Evolvente
  • schnellster Läufer steht außen, nach Meldezeiten sortiert

Zeitendläufe (allgemein)

  • werden ausschließlich nach Meldezeiten gesetzt, wobei die schnellsten in einem Lauf zusammen sind (aW-Regelung siehe „Allgemeines“)
  • langsamster Lauf zuerst, bester Lauf zuletzt

Technische Wettbewerbe

Allgemeines

  • Finden Wettbewerbe zeitgleich statt (siehe Zeitplan), beginnt die älteste Altersklasse mit Versuch 1, danach folgen die nächstjüngeren mit Versuch 1 usw.
  • Sind die Altersklassen gleich, beginnen die Frauen vor den Männern.
  • Innerhalb der Gruppen wird nach Leistung aufsteigend sortiert.
  • Ausnahme Dreisprung: Einteilung nach Absprungbrett.

Weitsprung, Dreisprung, Hochsprung, Stabhochsprung, Kugelstoß, Diskuswurf, Hammerwurf, Speerwurf

  • Teilnehmer:innen außer Wertung können zusätzlich zu den 8 Teilnehmer:innen der Bayerischen Meisterschaft an den letzten 3 Versuchen teilnehmen, aber nur wenn bei mehr als 8 bayer. Teilnehmer:innen in den ersten 3 Versuchen eine Leistung von dem Gast erzielt wurde, die für den Endkampf gereicht hätte.
  • Abweichungen vom Normalfall werden durch die Wettkampfleitung bekanntgegeben.

Hochsprung, Stabhochsprung

  • Änderung der Anfangshöhen und Steigerungen am Wettkampftag nur durch die Wettkampfleitung möglich.
  • Kein Stichkampf.
  • Der Sieger hat freie Höhenwahl.